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·21 Maret 2026

"Außer Manu könnt ihr alle gehen": Fan-Wut beim FCS spitzt sich zu

Gambar artikel:"Außer Manu könnt ihr alle gehen": Fan-Wut beim FCS spitzt sich zu

In große Abstiegssorgen wird der 1. FC Saarbrücken zwar auch nach der 0:3-Niederlage beim SC Verl wohl nicht mehr geraten, schließlich beträgt der Vorsprung auf Platz 17 bereits acht Punkte. Dennoch entlud sich der Frust der Fans in Anti-Gesängen gegen die eigene Mannschaft. Torhüter Phillip Menzel zeigte sich emotional angefasst.

Menzel emotional: "Lässt keinen von uns kalt"

Bis in die Schlussphase hinein unterstützen die mitgereisten Fans ihr Team lautstark, doch in den letzten Minuten stellten sie den Support dann ein, nahmen die Banner ab und packten die Fahnen ein. Doch anders als vor drei Wochen in Schweinfurt, verfolgten sie den Rest des Spiels nicht schweigend, sondern stimmten Gesänge gegen die Mannschaft an. Erst schallte es "Wir haben die Schnauze voll" aus dem Gästeblock, dann "Außer Manu (Manuel Zeitz; d. Red.) könnt ihr alle gehen" und schließlich "Wir sind Saarbrücker und ihr nicht". Das wiederholte sich auch nach Abpfiff, als die Spieler in Richtung der Fans kamen. Entsprechend drehten diese schnell wieder ab.


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Anschließend bei "MagentaSport" auf die Anti-Gesänge angesprochen, wurde Torhüter Philipp Menz emotional: "Klar tut das weh, das lässt keinen von uns kalt." Gleichzeitig äußerte er aber auch Verständnis: "Mir tun die Fans auch einfach leid, weil wir uns so eine Scheiße zusammenspielen. Die fahren uns jedes zweite Wochenende hinterher, und wir spielen einfach eine ganz, ganz beschissene Saison von vorne bis hinten. Es läuft einfach gar nichts zusammen. Bei keinem Einzelnen." Doch warum ist das so? "Da gibt es 100 Ansätze und Kleinigkeiten, die zusammengreifen." Diese könne man teilweise aber nicht öffentlich machen. Innerhalb des Vereins sei "viel vorgefallen", was auch die Spieler betroffen habe. Die Unruhen allein wollte Menzel aber "um Gotteswillen" nicht als Hauptgrund für die schwache Saison heranziehen.

"Geht nicht mehr darum, die Saison zu retten"

Vielmehr sind es die individuellen Fehler. In Verl patzte nun auch Menzel, als er den Ball vor dem 0:2 nicht richtig zum Mitspieler brachte. "Das war einfach ein Missverständnis, das ich auf meine Kappe nehme", sagte der Keeper. Dennoch dürfe es nicht sein, "dass wir uns dann ein bisschen aufgeben. Das passiert leider in dieser Situation und ist umso beschissener in der Phase, in der wir gerade sind. Aber das ist typisch für die ganze Saison." Zumal der FCS bis zum 0:1 (51.) gut im Spiel war. "Danach darfst du dich aber nicht so präsentieren", übte auch Trainer Argirios Giannikis Kritik. Offensiv ging anschließend nichts mehr nach vorne.

So wartet der FCS weiterhin auf den zweiten Auswärtssieg in dieser Saison und ist nun seit 13 Spielen in der Fremde sieglos, was die Einstellung des Negativrekords aus der Saison 2011/12 bedeutet. In den verbleibenden acht Spielen komme es jetzt nur noch darauf an, "irgendwie da rauszukommen", wie Menzel betonte. "Darum, die Saison zu retten, geht es nicht mehr. Wir müssen zusehen, dass wir irgendwie noch ein paar Punkte holen und hoffen, dass es dann für den Klassenerhalt reicht."

"Werden die nötigen Punkte holen"

Diesbezüglich kann der FCS von Glück reden, dass in Aue und Ulm noch deutlich schlechter läuft. So konnten sich die Saarländer in den letzten Wochen einen Puffer von acht Punkten erarbeiten. "Das gilt es, über die Ziellinie zu bringen", blickte Giannikis voraus. "Wir müssen die Nerven bewahren und die Ruhe behalten. Die Punkte, um die Klasse zu halten, werden wir holen", zeigte sich der Deutsch-Grieche überzeugt. Die nächste Gelegenheit dazu gibt es in zwei Wochen zuhause gegen den FC Ingolstadt, zunächst muss der FCS am Mittwoch im Landespokal-Viertelfinale beim FC Kandil Saarbrücken ran. Gegen den Verbandsligisten können die Saarländer dann Selbstvertrauen für den Endspurt sammeln.

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