Der-Jahn-Blog
·12 Februari 2026
Auswärts in Essen: Schwere Aufgabe an der Hafenstraße

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·12 Februari 2026

Wie das 0:0 gegen Viktoria Köln betrachten? Froh sein, nicht verloren zu haben oder ärgern, nicht in den starken letzten 20 Minuten den Siegtreffer gemacht zu haben? Für Jahn-Trainer Michi Wimmer eher Zweiteres. Er habe bis zur 60. Minute ein leichtes Chancenplus für die Gäste gesehen, sagte er in der Medienrunde am Donnerstag. “Ab da war Köln mit dem Punkt zufrieden und ging in den Verwaltungsmodus.” Der Jahn habe hingegen nochmal nach vorne investiert, auf Viererkette umgestellt. “Wir haben dann zum Schluss keinen reingebracht, daher ist das Unentschieden gerecht. Aufgrund der Schlussphase fühlt es sich schlechter an, weil wir das Heimspiel gerne gewonnen hätten.”
Jetzt geht es am Samstag zur schweren Auswärtsaufgabe gegen Rot-Weiss Essen. Konstant, offensivstark, erfahren, so charakterisiert Wimmer den Gegner. “Von den Mannschaften, die da oben stehen, ist Essen die Mannschaft mit den wenigsten Niederlagen. Sie kriegen zwar viele Tore, aber wenn du immer drei oder vier schießen kannst, kannst du auch mal zwei kriegen”, sagte Wimmer. Für ihn ist Essen “eine Mannschaft, die mit Sicherheit bis zum Schluss vorne mit dabei ist.” Hinzu kommt die Atmosphäre an der immer gut gefüllten und stimmungsvollen Hafenstraße, an der Wimmer selbst und auch Sportdirektor Alex Schmalhofer noch nie zu Gast waren. Für beide ist es also eine Premiere.
In Essen kann Wimmer wieder auf den zuletzt gesperrten Felix Strauss zurückgreifen. Der Chefcoach räumte aber ein, dass es die Dreierreihe um Leo Mätzler, Poldi Wurm und Winter-Neuzugang Malte Karbstein gegen Köln “sehr ordentlich” gemacht habe. Ob die zweite Säule im Jahn-Spiel, Christian Kühlwetter, der nach leichter Verletzung zuletzt wieder eingewechselt wurde, wieder zu Beginn aufläuft, da wollte sich Wimmer nicht festlegen. Je nach Systematik wäre er als zweite Sturmspitze denkbar oder wieder von der Bank kommend. “Kühli hat es nach seiner Einwechslung gut gemacht”, sagte Wimmer. Dass Stolze und Eichinger gegen Köln begannen, weil sie es gegen Schweinfurt gut gemacht hatten, “hat er akzeptiert und sich in den Dienst der Mannschaft gestellt”.
Julian Pollersbeck, Robin Ziegele, Jakob Seibold und Lucas Hermes werden hingegen ausfallen. Ziegele trainiere zwar nach seinem Zehenbruch wieder individuell, das reiche aber noch nicht, hieß es am Donnerstag. Nächste Woche soll er wieder komplett ins Training einsteigen. Und Hermes mache leichtes Lauftraining mit Maske, aber auch er brauche noch ein bisschen, sagte Wimmer. Schüsse und Passübungen gingen zwar, aber er reagiere auf Erschütterungen noch mit Kopfschmerzen und Unwohlsein. An Zweikämpfe sei noch nicht zu denken.
Die magere Torquote von einem Treffer aus vier Rückrundenspielen beschäftigt den Jahn weiter. Nachdem man gegen Ingolstadt und Duisburg kaum eine Torchance gehabt habe, sei das gegen Schweinfurt und Köln besser geworden, sagte Wimmer: “Da hatten wir mindestens vier, fünf klare Chancen, wo man eigentlich ein Tor machen muss.” Im Training lässt er vermehrt Spielformen mit Torabschluss trainieren und auch am Donnerstag standen Schussübungen auf dem Programm.









































