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·11 Maret 2026

Bayer Leverkusen gegen Arsenal: 89 starke Minuten reichen nicht für den Sieg

Gambar artikel:Bayer Leverkusen gegen Arsenal: 89 starke Minuten reichen nicht für den Sieg

Leverkusen führt bis zur 89. Minute gegen Arsenal, dann trifft Kai Havertz per Elfmeter zum 1:1. Das Rückspiel in London ist völlig offen.

Fünfzehn Minuten auf dem Platz, ein Elfmeter, ein Tor – und eine ganze Arena, die beim 1:1 verstummt. Kai Havertz brauchte am Mittwochabend in der BayArena nicht viel Zeit, um Bayer Leverkusen den Abend zu verderben. Und genau darin liegt die bittere Wahrheit dieses Spiels: Leverkusen hat alles richtig gemacht und wird trotzdem mit dem Gefühl ins Bett gehen, dass der große Coup zum Greifen nah war.


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Ich habe selten erlebt, dass ein deutsches Team gegen einen Premier-League-Spitzenklub so mutig und gleichzeitig so diszipliniert auftritt. Kasper Hjulmand hatte seine Mannschaft exakt auf dieses Spiel eingestellt. Kompakt stehen, schnell umschalten, Arsenal keine Räume geben. Das funktionierte über weite Strecken bemerkenswert gut. Robert Andrichs Kopfball nach der Pause war der verdiente Lohn für eine Leistung, die Arsenal erstmals in dieser Champions-League-Saison in Rückstand brachte. Erstmals. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.

Dass ausgerechnet Andrich das Tor erzielte, der zu Beginn noch überfordert wirkte und sich mit einer frühen Gelben Karte selbst unter Druck setzte, erzählt viel über den Charakter dieser Mannschaft. Leverkusen wuchs in dieses Spiel hinein, angeführt von einem starken Exequiel Palacios im Mittelfeld und einem Christian Kofane, der Arsenals Abwehr im Sturmzentrum immer wieder beschäftigte. Das war kein Zufall, das war ein Plan.

Und dann kam Havertz. In der 74. Minute eingewechselt, in der 89. Minute am Elfmeterpunkt. Malik Tillman hatte Noni Madueke gefoult, der Video-Assistent bestätigte den Strafstoß – umstritten war er trotzdem. Havertz verwandelte eiskalt. Ausgerechnet er, der erstmals seit seinem Abschied 2020 in die BayArena zurückkehrte. Das Drehbuch hätte kein Regisseur besser schreiben können, und kein Leverkusener Fan hätte es lesen wollen.

Was bleibt? Ein 1:1, das sich anfühlt wie eine verpasste Chance, aber keineswegs eine Niederlage ist. Leverkusen strebt das erste Champions-League-Viertelfinale seit 2002 an – seit jenem legendären Lauf, der erst im Endspiel gegen Real Madrid endete. Das Rückspiel in London ist nach dieser Leistung völlig offen. Wer Arsenal in der BayArena so an den Rand einer Niederlage bringt, der kann auch im Emirates Stadium bestehen.

Aber ich will hier nichts beschönigen. Die letzten zehn Minuten dieses Spiels offenbarten ein Problem, das Hjulmand lösen muss: Leverkusen konnte eine Führung gegen einen Topgegner nicht über die Zeit bringen. Die Intensität ließ nach, die Abstände wurden größer, und Arsenal brauchte nur einen Moment, um zuzuschlagen. Das ist der Unterschied zwischen einem sehr guten Team und einem Spitzenteam auf absolutem Topniveau.

Havertz hat an diesem Abend gezeigt, warum Arsenal zu den besten Mannschaften Europas gehört: Weil sie Spieler haben, die in der entscheidenden Sekunde liefern. Leverkusen hat gezeigt, dass es auf diesem Niveau mithalten kann – aber eben nur 89 Minuten lang.

Am kommenden Dienstag in London wird sich herausstellen, ob Hjulmands Team aus diesem späten Rückschlag Kraft zieht oder ob die verpasste Chance nachwirkt.

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