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·18 Mei 2026

Blamage pur: Hertha steht vor einem Scherbenhaufen

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Herthas Saison-Fiasko: Blamage in Bielefeld wirft große Zukunftsfragen auf

Nach dem Abpfiff in Bielefeld war schnell klar: Das war viel zu wenig! Hertha BSC blamierte sich beim Fast-Absteiger deutlich mit 1:6. Die rund 3.000 mitgereisten Fans begleiteten die „Alte Dame“ zum letzten Saisonspiel. Bereits vor Anpfiff war bekannt, dass zehn Spieler im Kader aufgrund von Krankheiten oder Gelbsperren fehlten. Dennoch war kaum abzusehen, dass die Mannschaft am Ende eine derart enttäuschende Leistung zeigen würde.

Hertha bricht nach Führung komplett auseinander

Zwar ging Hertha in der 37. Minute durch Linus Gechter noch in Führung, doch mit Beginn der zweiten Halbzeit brach die Mannschaft komplett auseinander. Man of the Match auf Hertha-Seite war ganz klar Tjark Ernst. Ohne seine zahlreichen Paraden wäre die Niederlage vermutlich noch deutlich höher ausgefallen. Besonders durch sein starkes Stellungsspiel und seine Reaktionsschnelligkeit konnte der 23-Jährige überzeugen ein kleiner Lichtblick mit Blick auf die kommende Saison.


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Verlässt Reese Hertha – Photo by Maja Hitij/Getty Images

Wer trägt die Verantwortung für Herthas Scheitern?

Doch wer trägt letztlich die Verantwortung für die schwache Leistung und die enttäuschende Saison? Hertha BSC stellte mit einem geschätzten Marktwert von rund 76 Millionen Euro den teuersten Kader der 2. Bundesliga. Trotzdem wirkte die Mannschaft über weite Strecken der Saison unausgewogen und ohne klare Struktur zusammengestellt. Dafür steht insbesondere Sportdirektor Benjamin Weber in der Verantwortung. Die Ambitionen vor Saisonbeginn waren groß. Der Wiederaufstieg war das klare Ziel. Besonders in der Rückrunde gerieten die Berliner jedoch zunehmend ins Straucheln und konnten mit der Konkurrenz im Aufstiegsrennen nicht mehr Schritt halten. Am Ende stand lediglich ein enttäuschender siebter Tabellenplatz.

Fans fordern Konsequenzen

Bereits kurz nach Abpfiff wurden in den sozialen Netzwerken lautstark Konsequenzen gefordert. Kommentare wie „Leitl raus!“ oder „Weber raus!“ häuften sich laut Medienberichten bereits innerhalb der ersten Stunde nach Spielende. Fakt ist: Innerhalb der Mannschaft scheint es keine uneingeschränkte Überzeugung vom eingeschlagenen Weg unter Stefan Leitl zu geben. Eine klare spielerische Entwicklung oder konstante Leistungen waren über die gesamte Saison hinweg kaum erkennbar. Im Gegenteil: Die Auftritte wirkten zunehmend schwankend und uninspiriert.

Leitl und Weber massiv unter Druck

Vieles spricht dafür, dass Stefan Leitl die Mannschaft bislang nicht nachhaltig erreicht. Gerade gegen Bielefeld entstand phasenweise sogar der Eindruck, als wolle das Team ein Zeichen gegen den Trainer setzen. Der verfehlte Aufstieg und der unausgewogene Kader verdeutlichen damit das Scheitern der sportlichen Verantwortlichen. Benjamin Weber steht bereits seit drei Jahren in der Verantwortung, sein Vertrag läuft noch bis 2027. Auch der Vertrag von Stefan Leitl ist bis zum 30.06.2027 datiert.

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Weber überflüssig bei der Hertha? – Photo by Luciano Lima/Getty Images

Wie geht es mit Reese, Ernst und Gechter weiter?

Besonders spannend wird nun die Zukunft einiger Leistungsträger wie Fabian Reese, Tjark Ernst oder Linus Gechter. Es bleibt fraglich, ob diese Spieler den weiteren Weg des gescheiterten Hertha-Projekts langfristig mitgehen werden. Positiv hervorzuheben bleibt immerhin, dass Soufian Gouram und Niklas Hildebrandt im letzten Saisonspiel ihr Profi-Debüt feiern konnten. Beide gelten als vielversprechende Talente und Hoffnungsträger für die Zukunft.

Hertha steht vor entscheidendem Sommer

Doch sind Stefan Leitl und Benjamin Weber auch die richtigen Personen für genau diese Zukunft? Die Sommerpause muss nun effektiv genutzt werden, um die enttäuschende Saison kritisch aufzuarbeiten. Gleichzeitig müssen sich Leitl und Weber die Frage gefallen lassen, ob die aktuelle sportliche Ausrichtung tatsächlich zielführend ist.

Denn eines ist klar: In der kommenden Saison muss Hertha BSC endlich wieder ernsthaft um den Aufstieg spielen.

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📷 Photo by IMAGO / STEINSIEK.CH

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