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·14 Mei 2026

Bundesliga Relegation – die Spiele, Termine, die Historie & der Streit

Gambar artikel:Bundesliga Relegation – die Spiele, Termine, die Historie & der Streit

Die Relegationsspiele in der Bundesliga und der 2. Bundesliga stehen nach dem 34.Spieltag an. Es geht um den letzten freien Platz im Oberhaus und in der zweithöchsten Spielklasse, um Spannung bis zur letzten Minute und erneut um die Grundsatzfrage, ob dieses Modell gerecht ist.

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Detailaufnahme des Bundesliga-Spielballs beim Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund im Borussia-Park am 3. Mai 2026 in Mönchengladbach. (Dean Mouhtaropoulos / Getty Images Europe)


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Gespielt wird jeweils im Duell des Tabellen-16. gegen den Tabellendritten. In der Bundesliga trifft der 16. also auf den Dritten der 2. Bundesliga, eine Etage tiefer spielt der 16. der 2. Bundesliga gegen den Tabellendritten der 3. Liga.

Termine, Übertragung und Heimrecht

Die DFL hat die Spiele so angesetzt: In der Relegation zur Bundesliga steigt das Hinspiel am Donnerstag, 21. Mai, um 20.30 Uhr, das Rückspiel folgt am Montag, 25. Mai, ebenfalls um 20.30 Uhr. In der Relegation zur 2. Bundesliga findet das Hinspiel am Freitag, 22. Mai, um 20.30 Uhr statt, das Rückspiel am Dienstag, 26. Mai, wieder um 20.30 Uhr.

Wann und wo finden die Relegationsspiele statt?

Relegation zur Bundesliga:

  1. Hinspiel: Donnerstag, 21. Mai, 20.30 Uhr
  2. Rückspiel: Montag, 25. Mai, 20.30 Uhr
  1. Hinspiel: Freitag, 22. Mai, 20.30 Uhr
  2. Rückspiel: Dienstag, 26. Mai, 20.30 Uhr

Übertragen werden alle Partien bei Sky und Sat.1. Die Sportschau begleitet die Begegnungen zusätzlich mit einem Audio-Livestream und einem Liveticker.

Das Heimrecht im Rückspiel regelt die Spielordnung der DFL. Danach bekommt das Team den Vorteil im zweiten Duell, das vor dem Hinspiel weniger spielfreie Tage hatte. Durch den aktuellen Spielplan ist das in beiden Relegationen der Zweitligist, weil die Bundesliga und die 3. Liga ihre letzten Spieltage am Samstag austragen, die 2. Bundesliga aber erst am Sonntag endet.

Die Tabellen – Stand der Dinge

Bundesliga:

2.Liga:

3.Liga:

Modus, Geschichte und frühere Varianten

Bleibt nach Hin- und Rückspiel alles offen, geht es in die Verlängerung und notfalls ins Elfmeterschießen. Die frühere Auswärtstorregel, die im Europapokal bereits gestrichen wurde, gilt nicht mehr. Auch ein drittes Entscheidungsspiel, wie es früher einmal vorgesehen war, ist Geschichte.

Die Entwicklung der Relegation lässt sich in fünf Abschnitte einteilen. Von 1963 bis 1975 existierte noch keine 2. Bundesliga, stattdessen bildeten die fünf Regionalligen den Unterbau. Damals gab es eine Aufstiegsrunde mit den jeweils besten Teams dieser Staffeln. Auf diesem Weg schafften 1966 unter anderem Borussia Mönchengladbach und Bayern München mit Sepp Maier, Franz Beckenbauer und Gerd Müller erstmals den Sprung in die Bundesliga. Franz Beckenbauer wurde 1966 zudem Fußballer des Jahres.

Zwischen 1975 und 1981 gab es die 2. Bundesliga in Nord und Süd. Beide Meister stiegen direkt auf, die beiden Zweiten spielten in einer Relegation um den dritten Aufstiegsplatz. Von 1981 bis 1991 wurde die Liga eingleisig, und das Prinzip entsprach dem heutigen Modell. Der 16. der Bundesliga traf auf den Tabellendritten der 2. Bundesliga. Mit der fußballerischen Wiedervereinigung zur Saison 1991/92 verschwand die Relegation zunächst wieder aus dem Spielbetrieb. Erst zur Saison 2008/09 führte die DFL sie erneut ein, seitdem hat sie Bestand.

Kritik, Streit und Alternativen

Als die Relegation 2009 zurückkam, sprach der damalige DFL-Geschäftsführer Holger Hieronymus von der „Rückkehr eines Spannungsfaktors“. Hinter der Entscheidung stand aber auch eine wirtschaftliche Komponente. Das frühere DFL-Vorstandsmitglied Heribert Bruchhagen erklärte in einem Gespräch mit dem ZDF: „Der Hauptgrund war, mehr Content zu schaffen für die verschiedensten Fernsehanbieter, die wir hatten“, sagte Bruchhagen. „Die zweite Liga hat geknurrt, aber sie wurde dann eben mit erhöhten Fernsehgeldern sozusagen entschädigt.“

Seit der Wiedereinführung setzten sich in 14 von 17 Relegationen der Bundesligist beziehungsweise Erstligist durch. Genau daraus speist sich der Vorwurf vieler Kritiker, dem Klub aus dem Oberhaus werde nach einer schwachen Saison noch eine zweite Chance eingeräumt, während der Zweitligist für seine starke Runde nicht ausreichend belohnt werde. Dominic Peitz von Holstein Kiel brachte diese Sicht nach der verlorenen Relegation gegen den VfL Wolfsburg auf den Punkt. Auf die Frage, wie es ihm nach dem Scheitern gehe, antwortete er: „Wenn hier einer gescheitert ist, dann ist es Wolfsburg mit der Idee, eine Mannschaft zusammenzustellen, die in der Bundesliga Erfolg hat“, sagte Peitz. Er halte es für „fragwürdig, eine Relegation stattfinden zu lassen, in der man dem Drittletzten der Bundesliga noch mal einen Rettungsring zuwirft und ihm die Chance gibt, eine katastrophale Saison zu retten.“

Ganz so eindeutig fällt die Bilanz allerdings nicht in allen Fällen aus. Zwischen der 2. Bundesliga und der 3. Liga gewann zwölf von 17 Mal der Drittligist. Trotzdem bleibt die Relegation ein Hochrisikospiel, auch wegen der enormen psychischen Belastung für Spieler und Verantwortliche. Nicht selten eskalieren die Emotionen danach auch auf den Rängen, in mehreren Relegationsspielen kam es im Anschluss an feststehende Abstiege zu Ausschreitungen. So randalierten etwa 1860-Fans während der Relegation gegen Jahn Regensburg.

Eine Abschaffung des aktuellen Modus steht derzeit nicht zur Debatte. Auch eine Aufstockung der Bundesliga auf 20 Teams ist mit Blick auf den engeren Spielplan durch die erweiterten Europapokalwettbewerbe keine realistische Option mehr. Rachid Azzouzi, früher Geschäftsführer der SpVgg Greuther Fürth, brachte mehrfach das englische Modell ins Spiel. Dort ermitteln die Teams auf den Plätzen drei bis sechs der 2. Liga in einem Play-off-Turnier den dritten Aufsteiger.

„In der Bundesliga hat der Zehnte am Ende vielleicht noch die Möglichkeit, es zu schaffen, international zu spielen“, sagte Azzouzi 2025 im „Kicker“. „In der 2. Bundesliga gehe es dagegen oft für die vielen Vereine zwischen Aufstiegs- und Abstiegszone ab einem gewissen Zeitpunkt quasi um nichts mehr.“ Derzeit ist jedoch keine Änderung am Verfahren geplant.

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