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·30 Agustus 2025
Bundesliga-Wahnsinn in der Nachspielzeit! Bayer verspielt ersten Sieg unter ten Hag

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·30 Agustus 2025
Erik ten Hag und Bayer 04 Leverkusen müssen weiter auf den ersten Sieg in der Bundesliga warten. Der VfB Stuttgart feiert nach einem Kraftakt.
Vorhang auf für den zweiten Spieltag in der Bundesliga! Vier Partien standen am Samstagnachmittag auf dem Programm. Vizemeister Bayer 04 Leverkusen wollte beim SV Werder Bremen die Auftaktniederlage gegen Hoffenheim vergessen machen. Die TSG hatte Eintracht Frankfurt zu Gast. RB Leipzig empfing eine Woche nach der 0:6-Klatsche gegen den FC Bayern den 1. FC Heidenheim.
Beim VfB Stuttgart war der Wechsel von Nick Woltemade das beherrschende Thema, Fußball gespielt wurde aber auch und zwar gegen Borussia Mönchengladbach. Schon nach 30 Sekunden verzeichnete der VfB die erste Gelegenheit, doch der abgefälschte Schuss von Nationalspieler Jamie Leweling flog knapp am langen Eck vorbei. Für Deniz Undav setzte sich derweil eine bittere Woche fort. Erst verzichtete Bundestrainer Julian Nagelsmann auf den Stürmer, gegen Gladbach musste der 29-Jährige dann auch noch früh verletzt vom Feld.
Das erste Tor des Nachmittags fiel wenig später in Bremen. Bayer-Flügelspieler Nathan Tella fing einen schwachen Pass von Karim Coulibaly ab, ließ zwei weitere Bremer stehen und bediente Patrik Schick. der sich aus elf Metern nicht zweimal bitten ließ und zur frühen Führung für das Team von Erik ten Hag einschoss (5.). Werder versuchte zu antworten, der erste Abschluss von Justin Njinmah ging jedoch klar daneben. Marco Grülls Versuch aus der zweiten Reihe war einige Minuten später schon deutlich gefährlicher.
In Sinsheim musste Nationalkeeper Oliver Baumann nach 17 Minuten hinter sich greifen. Ritsu Doan brachte den Gast aus Frankfurt mit einem ganz feinen Schlenzer aus 18 Metern in Führung (17.). Für den Japaner, der für 25 Millionen Euro aus Freiburg an den Main gewechselt war, war es das erste Bundesliga-Tor für den neuen Arbeitgeber. Das zweite ließ er bereits zehn Minuten später folgen. Nach einem Doppelpass mit Arthur Theate bediente Jean-Matteo Bahoya den Japaner, der am langen Pfosten nur noch einschieben musste (27.). Elye Wahi ließ kurz darauf das 3:0 liegen und verstolperte den Ball zwei Meter vor dem leeren Tor.
Foto: Getty Images
Auch Leverkusen baute die Führung aus, auch für die Werkself traf ein Neuzugang. Malik Tillman vollendete nach einer Hereingabe von Christian Kofane gegen eine völlig indisponierte Werder-Defensive zum 2:0 (35.). Kurz vor der Pause schöpften die Gastgeber jedoch wieder Hoffnung. Nach VAR-Eingriff wurde das Einsteigen von Axel Tape gegen Samuel Mbangula als Foulspiel gewertet. Romano Schmid verwandelte den Elfmeter zum Anschlusstreffer (44.).
Beim Duell zwischen RB Leipzig und dem 1. FC Heidenheim kamen beide Teams zu guten Chancen, es ging jedoch – wie auch in Stuttgart – torlos in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel dauerte es dafür nicht einmal drei Minuten, ehe RB den Bann brach. Christoph Baumgartner narrte Benedikt Gimber und schoss aus spitzem Winkel zur Führung für Leipzig ein (48.). Nach einer knappen Stunde verhinderte die Latte den Doppelpack des Österreichers.
Die Eintracht aus Frankfurt machte nach der Pause da weiter, wo sie im ersten Durchgang aufgehört hatte. Der herausragende Doan war auch am 3:0 beteiligt, diesmal glänzte der Japaner als Vorbereiter für Top-Talent Can Uzun, der der TSG Hoffenheim den nächsten Wirkungstreffer verpasste (51.).
Einen solchen musste auch Werder Bremen hinnehmen. Bei einem Abschlag(!) war die grün-weiße Hintermannschaft erneut völlig desorientiert, Kofane startete durch und wurde im Strafraum von Niklas Stark von den Beinen geholt. Der Kapitän flog mit der Ampelkarte runter, Bayer-Torjäger Schick schnürte vom Punkt seinen Doppelpack (64.). Die Entscheidung war das allerdings noch nicht, denn Isaac Schmidt nutzte einen hanebüchenen Ausflug von Leverkusen-Keeper Mark Flekken zum erneuten Anschlusstreffer (78.).
Foto: Getty Images
RB Leipzig gelang spät im Spiel das befreiende 2:0. Vor dem ersten Bundesligator von Mittelstürmer Romulo hatten die Sachsen einige Gelegenheiten ausgelassen. Mit seinem Treffer per Hacke verhinderte der Brasilianer gegen Heidenheim eine spannende Schlussphase und ließ Trainer Ole Werner durchatmen (78.). Es war der Nachmittag der Neuzugänge und auch in Stuttgart brachte ein solcher die Hausherren gegen Borussia Mönchengladbach spät auf die Siegerstraße. Der eingewechselte Chema Andres nickte eine Leweling-Flanke zum 1:0 ins Netz (79.).
Der TSG Hoffenheim gelang durch Grischa Prömels sehenswerten Distanzschuss immerhin noch der Ehrentreffer gegen Eintracht Frankfurt, die drei Punkte nahm dennoch hoch verdient die SGE mit.
Im Bremer Weserstadion entwickelte sich derweil eine packende Schlussphase, mit der nach dem Platzverweis gegen Stark und dem zwischenzeitlichen 1:3 niemand mehr gerechnet hatte. Werder warf alles nach vorne, brachte den Vizemeister zu zehnt ins Schwimmen. Tief in der Nachspielzeit belohnte sich die Mannschaft von Horst Steffen tatsächlich noch. Ausgerechnet Coulibaly, der vor dem 0:1 noch gepatzt hatte, traf zum 3:3 und sicherte seiner Mannschaft nach einer irren Willensleistung noch einen Punkt (90+5.).
RB Leipzig – 1. FC Heidenheim 2:0
Tore: 1:0 Baumgartner (48.), 2:0 Romulo (78.)
SV Werder Bremen – Bayer 04 Leverkusen 3:3
Tore: 0:1 Schick (5.), 0:2 Tillman (35.), 1:2 Schmid (44., Elfmeter), 1:3 Schick (64., Elfmeter), 2:3 Schmidt (78.), 3:3 Coulibaly (90+5.)
Gelb-rote Karte: Stark (63., wiederholtes Foulspiel)
VfB Stuttgart – Borussia Mönchengladbach 1:0
Tore: 1:0 Chema (79.)
TSG Hoffenheim – Eintracht Frankfurt 1:3
Tore: 0:1 Doan (17.), 0:2 Doan (27.), 0:3 Uzun (51.), 1:3 Prömel (90+1.)