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·12 April 2026

BVB News: Nach seiner Vertragsverlängerung – Warum Pfiffe gegen Schlotterbeck?

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Nach dem 0:1 gegen Bayer Leverkusen ist Borussia Dortmund nicht nur sportlich, sondern auch atmosphärisch in die Schlagzeilen geraten. Nico Schlotterbeck wurde trotz seiner Vertragsverlängerung bis 2031 von Teilen der BVB-Fans ausgepfiffen – ausgerechnet wegen der Möglichkeit, dass er schon in wenigen Wochen wieder gehen könnte. Geschäftsführer Carsten Cramer und Nebenmann Waldemar Anton reagierten deutlich.

Nico Schlotterbeck von Borussia Dortmund blickt nach dem Abpfiff niedergeschlagen beim Bundesliga-Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen im Signal Iduna Park am 11. April 2026 in Dortmund. Foto: Christof Koepsel / Getty Images


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Pfiffe gegen Schlotterbeck sorgen für Ärger

Mit brauner Papiertüte in der Hand und dem Handy am Ohr verschwand Schlotterbeck nach dem Spiel durch den Hinterausgang direkt zum Spielerparkplatz. Ein paar Kinder, die auf ein Autogramm gehofft hatten, ließ der Nationalspieler stehen. Ob ihn die Pfiffe getroffen hatten oder ob ihn die offene Ablehnung überraschte, blieb zunächst sein Geheimnis.

Cramer machte die Verteidigung des 26-Jährigen umgehend zur Chefsache. „Es gehört sich nicht, dass ein Spieler von Borussia Dortmund, und das galt nun mal Nico, mit Pfiffen begleitet wird“, sagte der Geschäftsführer nach dem 0:1 (0:1). Meinungsfreiheit sei zwar „in Ordnung“, ergänzte er, „aber: Spieler im Trikot von Borussia Dortmund verdienen mit Betreten des Rasens Unterstützung! Wir sind eine Gemeinschaft.“

Ausstiegsklausel als Zündstoff

Mit seiner Unterschrift unter einen Fünfjahresvertrag hat Schlotterbeck aus Dortmunder Sicht kein klassisches Treuebekenntnis abgegeben. Schon im WM-Sommer könnte der Abwehrspieler dank einer Ausstiegsklausel trotz des langfristigen Kontrakts wechseln. Das kann für beide Seiten sinnvoll sein: für Schlotterbeck als Sprungbrett zu einem Traumverein, für den BVB als finanzielle Absicherung.

Gleichzeitig hinterlässt die Konstellation bei manchen Fans einen schalen Beigeschmack. Es klingt für sie nach: „Ich liebe euch alle, aber vielleicht bin ich bald Weltmeister.“ Am Samstag war es zwar kein Sturm der Ablehnung, der den 26-Jährigen aus dem Stadion fegte. Dennoch war schon bei der Aufstellung deutlich Unmut zu hören, später auch immer dann, wenn Schlotterbeck am Ball war. Eine Gruppe von Anhängern nimmt ihm das monatelange Zögern und Zocken offenbar übel – trotz des Bekenntnisses auf dem Papier.

Anton und Kovac stellen sich klar dagegen

Am deutlichsten formulierte Waldemar Anton seine Ablehnung. „Das ist ein Unding, für das ich kein Verständnis habe“, sagte der Abwehrspieler. „Wir brauchen positive Stimmung, keine negative. Das schadet uns als Mannschaft, das muss jeder auf der Tribüne wissen. Da sind wir voll dagegen.“

Niko Kovac versuchte es zunächst mit einem Scherz. Von Ausstiegsklauseln wisse er nichts, erklärte der Coach im TV-Interview, er kenne ja nicht einmal seinen eigenen Vertrag – dafür habe er seinen Berater. Danach wurde er ernster: „Natürlich geht sowas nicht, wir sind alles Borussen.“

Stille auf der Südtribüne verändert das Spiel

Ein anderes Bild bot sich in der zweiten Halbzeit, als die 81.365 Zuschauer beider Lager ihre Gesänge einstellten. Grund war ein medizinischer Notfall auf der Südtribüne: Eine Person kollabierte und musste laut BVB-Angaben wiederbelebt werden. Am Sonntagmorgen war über den Zustand der Person öffentlich noch nichts bekannt.

In dieser ungewöhnlichen Stille bekam das ohnehin schwache Spiel einen zusätzlichen Dämpfer. Der BVB spielte erneut schlecht, verlor diesmal aber auch tatsächlich. Robert Andrich traf in der 42. Minute für Bayer Leverkusen, das weiter auf die Qualifikation für die Champions League hoffen darf. Borussia Dortmund kann sich dort schon länger sicher fühlen.

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