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·30 Juli 2026
Champions-League-Quali: AGF gelingt das Wunder von Posen, Kauno Zalgiris feiert späten Coup

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·30 Juli 2026

Die zweite Qualifikationsrunde der Champions League ist abgeschlossen – und der Mittwoch hatte es in sich. Spektakuläre Comebacks, späte Entscheidungen und gleich mehrere historische Erfolge prägten den Abend. Für die größte Geschichte sorgte dabei AGF Aarhus, das nach einer scheinbar aussichtslosen Ausgangslage doch noch das Ticket für die nächste Runde löste.
Nach der 1:4-Heimniederlage gegen Lech Posen schien der Traum von der Champions League für AGF bereits beendet. Doch die Dänen lieferten im Rückspiel eine bemerkenswerte Aufholjagd ab.
Tobias Bech brachte die Gäste zunächst in Führung, ehe Kristian Arnstad per Elfmeter und Frederik Tingager den Drei-Tore-Rückstand komplett egalisierten. Damit stand es im Gesamtduell plötzlich wieder unentschieden.
In der Verlängerung ging Lech erneut in Führung, doch AGF antwortete nur fünf Minuten später. Weil das Rückspiel wie das Hinspiel mit 4:1 endete, musste das Elfmeterschießen entscheiden. Dort bewiesen die Dänen die stärkeren Nerven und gewannen mit 4:3. Für den Klub aus Aarhus bedeutet der Erfolg den erstmaligen Einzug in eine europäische Ligaphase.
Fenerbahce musste in Polen zwar bis zum Schluss kämpfen, brachte den knappen Vorsprung aus dem Hinspiel jedoch ins Ziel. Ein früher Elfmeter von Talisca verschaffte den Türken zunächst Sicherheit, ehe Michal Sacek kurz vor der Pause für Górnik Zabrze ausglich.
Mehr Tore fielen nicht mehr. Das 1:1 reichte Fenerbahce zum 2:1-Gesamtsieg und zum Einzug in die dritte Qualifikationsrunde.
Zu einem echten Geduldsspiel entwickelte sich das Duell zwischen Kairat Almaty und Omonia Nikosia. Die Kasachen spielten nach einer Roten Karte gegen Omonia bereits ab der 26. Minute in Überzahl und feuerten insgesamt 37 Schüsse auf das gegnerische Tor ab.
Der einzige Treffer des Abends sorgte für den 1:1-Gleichstand im Gesamtduell, sodass auch hier das Elfmeterschießen entscheiden musste. Nach sieben Durchgängen vergab Omonias Nikolas Panagiotou den entscheidenden Versuch, wodurch Kairat mit 6:5 die Oberhand behielt.
Am souveränsten präsentierte sich erneut Crvena Zvezda. Nach dem 4:0 im Hinspiel legte der serbische Meister gegen Larne ein weiteres 5:0 nach.
Die Nordiren waren über beide Spiele hinweg klar unterlegen und kassierten insgesamt neun Gegentore ohne eigenen Treffer. Für den ehemaligen Europapokalsieger aus Belgrad war der Einzug in die nächste Runde nie ernsthaft gefährdet.
Auch in Litauen wurde Geschichte geschrieben. Kauno Zalgiris bezwang KI Klaksvik durch einen späten Treffer von Leon Krekovic mit 1:0 und entschied das Duell damit für sich.
Der Treffer fiel erst fünf Minuten vor Schluss, brachte den Gastgebern aber nicht nur den Sieg, sondern auch die sichere Teilnahme an einer europäischen Ligaphase. Kauno Zalgiris ist damit erst der zweite litauische Klub überhaupt, dem dieses Kunststück gelingt.
Hapoel Be’er Sheva machte seine Niederlage aus dem Hinspiel wett und setzte sich mit einem 2:0 gegen Vikingur Reykjavik durch. Tore von Zahi Ahmed und Amir Chaim Ganah sorgten für den 2:1-Gesamtsieg.
Damit steht der israelische Klub erstmals seit der Saison 2022/23 wieder in einer europäischen Hauptrunde.
Levski Sofia geriet gegen Universitatea Craiova noch einmal ins Wanken. Nach einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung kämpften sich die Rumänen zurück und erreichten ein 2:2. Für Levski reichte das dennoch zum 3:2-Gesamterfolg.
Wenig spektakulär, aber effektiv agierte Slovan Bratislava. Nach dem 2:0 im Hinspiel genügte dem slowakischen Meister ein 1:1 gegen Iberia 1999, um mit einem Gesamtergebnis von 3:1 weiterzukommen.
Mit den Entscheidungen vom Mittwoch stehen nun alle Teilnehmer der dritten Qualifikationsrunde fest. Für die verbliebenen 20 Teams ist bereits klar, dass sie in dieser Saison mindestens die Ligaphase eines europäischen Wettbewerbs erreichen werden.
Die Hinspiele der dritten Qualifikationsrunde werden am 4. und 5. August ausgetragen, die Rückspiele folgen am 11. August. Der Traum von der Champions-League-Ligaphase lebt damit für viele Vereine weiter – für einige nach dramatischen Fußballabenden, die noch lange in Erinnerung bleiben dürften.







































