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·4 Agustus 2026
CL-Quali, 3. Runde: Zehn Duelle, sieben Tickets

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·4 Agustus 2026

Zwanzig Klubs, zehn Duelle, zwei Wege. Am Dienstagabend startet die dritte Qualifikationsrunde zur Champions League – ausgelost wurde die nächste Runde allerdings schon am Montag, da war noch kein einziges Hinspiel angepfiffen.
Das ist keine Schlamperei, sondern Kalenderarithmetik. Zwischen den Rückspielen am 11. August und den Play-off-Hinspielen am 18. August liegt genau eine Woche. Für eine Auslosung dazwischen ist kein Platz. Also zieht die UEFA Paarungen statt Klubs – und wer sich am 11. August durchsetzt, weiß längst, wer als Nächstes wartet.
Am Dienstag spielen Olympiakos gegen N.E.C. Nijmegen, Union Saint-Gilloise gegen Bodø/Glimt und Sparta Prag gegen Olympique Lyon. Am Mittwoch folgt Fenerbahçe gegen Sturm Graz. Vier Partien, acht Klubs – und keiner von ihnen kann Europa noch verlieren.
Denn wer im Ligaweg dieser Runde scheitert, wandert nicht in eine weitere Qualifikationsrunde, sondern direkt in die Ligaphase der Europa League. Die Frage ist hier also nicht, ob man im September international spielt. Die Frage ist, in welcher Klasse.
Sturm Graz hat sich das Recht auf diese Frage hart erarbeitet: 4:0 gegen Heart of Midlothian in Graz, 6:0 nach zwei Spielen. Fenerbahçe kam gegen Górnik Zabrze weit mühsamer durch – 1:0 daheim, 1:1 in Polen. Das Hinspiel steigt in Istanbul.
Wer glaubt, die zweite Runde sei Formsache gewesen, sollte sich die Rückspiele vom 28. und 29. Juli ansehen. Vier der zwölf Duelle im Meisterweg fielen erst nach Ablauf der regulären Spielzeit.
Der spektakulärste Fall: AGF Aarhus. Der dänische Meister hatte das Hinspiel gegen Lech Posen zu Hause mit 1:4 verloren – erledigt, nach jeder vernünftigen Rechnung. In Posen gewann Aarhus dann 4:1, Tómas Kristjánsson traf in der Verlängerung, und im Elfmeterschießen verwandelte Tobias Bech zum 4:3. Ein Drei-Tore-Rückstand war in dieser Runde offenbar keine belastbare Grundlage.
Kairat Almaty setzte sich gegen Omonia Nikosia mit 6:5 vom Punkt durch, NK Celje gegen Egnatia mit 4:1 nach einem Gesamtstand von 5:5, Dinamo Zagreb schlug den FC Thun 3:2 nach Verlängerung. Nur Crvena Zvezda machte kurzen Prozess: 9:0 gegen Larne über zwei Spiele.
Rückspiele: allesamt am Dienstag, 11. August. Zu vergeben sind am Ende sieben Plätze in der Ligaphase – 29 Klubs stehen dort längst fest.
Am 6. August beginnt dort die dritte Runde, Rückspiele am 13. August. Das prominenteste Duell heißt Benfica gegen Hearts – und Benfica hat gerade erst eine Lehrstunde erteilt bekommen und zurückgegeben. In St. Gallen verloren die Portugiesen das Hinspiel der zweiten Runde mit 1:2, im Estádio da Luz folgte ein 5:0, bei dem Vangelis Pavlidis vier Tore erzielte.
Dazu: Red Bull Salzburg gegen Pafos, Rangers gegen Jagiellonia Białystok, PAOK gegen Anderlecht, Ferencváros gegen Górnik Zabrze, Beşiktaş gegen Hradec Králové sowie Maccabi Tel Aviv gegen ZSKA Sofia. Sechs weitere Paarungen bilden den Meisterweg – dort spielen jene Klubs weiter, die schon in der Champions-League-Qualifikation gescheitert sind.
Diese Woche kein einziger Bundesligist. Die deutschen Startplätze führen direkt in die Ligaphasen, und der einzige Klub, der noch qualifizieren muss, ist der SC Freiburg – nach dem 0:3 im Europa-League-Finale gegen Aston Villa und Platz sieben in der Bundesliga geht es für die Breisgauer erst in den Conference-League-Play-offs am 20. und 27. August los.
Deutsches Interesse gibt es trotzdem, nur eine Etage höher gedacht: Das Europa-League-Finale 2027 steigt am 26. Mai in Frankfurt. Wer sich in diesen Augustwochen durchbeißt, spielt am Ende um ein Endspiel vor der Haustür.
Die Play-off-Runde bekommt die Aufmerksamkeit, weil dort das Wort „Königsklasse“ fällt. Aber die Sortierung passiert jetzt. Wer im Ligaweg verliert, landet in der Europa League und weiß es sofort. Wer im Meisterweg verliert, muss in den Europa-League-Play-offs noch einmal alles geben. Und wer gewinnt, spielt in zwei Wochen um alles – gegen einen Gegner, dessen Namen er seit Montag kennt.
Im August wird kein Titel vergeben. Vergeben wird die Startbahn. Wer sie verpasst, fliegt zwölf Monate lang eine Etage tiefer – und merkt das spätestens im Februar.







































