RB Leipzig
·30 Maret 2026
„Das ist mein Junge, er kennt mich“

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·30 Maret 2026

Zwischen Castello Lukeba und Johan Bakayoko liegt von Beginn an diese besondere Leichtigkeit in der Luft, die man nicht künstlich erzeugen kann. Sie widersprechen sich, lachen sofort, fallen sich ins Wort — und genau darin zeigt sich ihre einzigartige Nähe.
Wie viel zwischen den beiden gewachsen ist, wird besonders greifbar, wenn sie einander in Worte fassen müssen. Baka spricht über Castello nicht in den üblichen Floskeln, sondern erstaunlich präzise: „Castello ist manchmal gern für sich“, sagt er lächelnd. Er sei einer, der sich zurückziehen kann, dann aber auch plötzlich wieder auftaucht, „mit uns tanzt“ und danach wieder vom Erdboden verschwindet.
Castellos Reaktion darauf ist die schönste Bestätigung: „Das ist mein Junge, er kennt mich. Genau so.“

Auch Castello bleibt bei Baka nicht an der Oberfläche. Er beschreibt ihn als jemanden, der das Schöne mag, die Wirkung und die richtigen Kulissen — Orte eben, „wenn’s schön ist und man ein paar Fotos für Instagram machen kann“.
Das ist keine beiläufige Bemerkung, sondern eine ziemlich treffsichere Typbeschreibung. Baka ist jemand mit Blick für Stil, Präsenz und den Moment, in dem alles zusammenpasst.
Dass ihr Gespräch nicht beim Fußball stehen bleibt, macht es noch stärker. Plötzlich wird über TikTok, Reels und die Frage gestritten, was eigentlich dasselbe ist und was eben nicht. Es sind Nebensätze, aber sie öffnen den Blick auf Gewohnheiten, Geschmack und Selbstverständnis.
Und dann kippt das Bild noch einmal in eine ganz andere Richtung: „Er ist ein richtiger Nerd. Ein großer Nerd.“ Es geht um PC-Spiele, um Setup, um Mikrofon, um alles, was mit dem Spielfeld nichts zu tun hat.
So entsteht kein übliches Interviewporträt, sondern ein genauerer Eindruck von zwei Persönlichkeiten, die sich gegenseitig lesen, aufziehen und ziemlich genau wissen, wie der andere tickt.
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