Frühes-Tor.de
·29 Juni 2026
Der FC-Bayern-Block ist dem DFB-Team noch vieles schuldig geblieben

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Bild: Justin Setterfield/Getty Images
Viele Spieler des FC Bayern tun der deutschen Nationalmannschaft gut. Bei der WM 2026 hat dieser Glaubenssatz noch keine Bestätigung gefunden.
Ist in der deutschen Nationalmannschaft ein starker Block an FC-Bayern-Spielern vertreten, dann gilt der Erfolg bei großen Turnieren als nahezu sicher. Diesen Glaubenssatz befeuern viele Funktionäre, Fans und Berichterstatter des FC Bayern seit Jahrzehnten. Wie an dieser Stelle bereits dargestellt, stellt dieser Glaubenssatz jedoch nur die halbe Wahrheit dar.
Deutsche Nationalmannschaften haben mit einem starken FC-Bayern-Block Erfolge gefeiert (u.a. 2014), aber sich auch blamiert (2022). Und bei manchen Erfolgen waren FC-Bayern-Spieler kaum beteiligt (1954, 1990).
Im Vorfeld der WM 2026 wurde aber erneut von allen Seiten gefeiert, dass Deutschland mit einem starken FC-Bayern-Block bei der WM antritt. Doch was ist in den letzten Wochen passiert? Der FC-Bayern-Block ist dem DFB-Team noch vieles schuldig geblieben.
Natürlich ist es zunächst Pech, dass sich Angreifer Serge Gnabry kurz vor der WM 2026 und Flügelstürmer Lennart Karl während der WM-Vorbereitung verletzt haben.
Schwieriger ist die Situation bei Jamal Musiala. Der Superdribbler war lange verletzt, sammelte aber seit dem Frühjahr Spielpraxis beim FC Bayern und kam nun auch beim DFB-Team regelmäßig zum Einsatz. Musiala ist weit entfernt von seiner Top-Form vor der Verletzung bei der Klub-WM 2025. Bisher hemmt er eher das Offensivspiel der deutschen Mannschaft und blockiert den Platz im Zentrum für Florian Wirtz. Bundestrainer Julian Nagelsmann und Sportdirektor Rudi Völler hoffen dennoch auf eine Leistungssteigerung von Musiala.
Nicht so offensichtlich ist das Problem auf der Torwart-Position: Das Chaos um die Nominierung und das Comeback von Torwart Manuel Neuer ist hinlänglich bekannt. In der Vorrunde spielte Neuer nicht ganz fehlerfrei, herausragende Paraden blieben auch aus, aber Neuer ist anders als Musiala noch kein Störfaktor. Es wird sich erst in der K.o.-Runde zeigen, ob die Rückkehr von Neuer sich gelohnt hat.
Kapitän Joshua Kimmich ist dagegen plötzlich zum großen Problemfall geworden, denn er bringt nicht mehr die Attribute eines Weltklasse-Außenverteidigers auf Top-Niveau mit. Vor allem fehlt ihm eine hohe Sprintgeschwindigkeit. Ohnehin würde Kimmich lieber im Mittelfeld spielen und hilft auf dieser Position nur aus, weil Bundestrainer Julian Nagelsmann keine Alternativen hat.
Kimmich-Kumpel Leon Goretzka war während der WM-Qualifikation noch Stammspieler bei Deutschland, nun werden ihm der Dortmunder Felix Nmecha und Bayern-Kollege Aleksandar Pavlovic vorgezogen. Goretzka ist aber als Ersatzspieler noch hilfreich, gegen die Elfenbeinküste verhinderte er mit einem langen Sprint das mögliche 1:2 der Ivorer.
Pavlovic wiederum spielt eine schwache WM 2026 bislang; einige Fehlpässe und wenig Spielkontrolle fallen bei seinen Auftritten auf. Pavlovic bestreitet sein erstes großes Turnier, womöglich fehlt ihm die Erfahrung, dem mentalen Druck standzuhalten.







































