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·20 Mei 2026
Der SC Paderborn blickt mit Vorfreude auf die Relegation

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Am letzten Spieltag der zweiten Bundesliga konnte der SC Paderborn, mit Schützenhilfe des 1. FC Nürnberg, die Relegation klar machen. Vor den zwei Spielen gegen den VfL Wolfsburg wirken die Paderborner locker und freuen sich auf die Partien.
Mit dem Auswärtssieg in Darmstadt und dem Patzer von Hannover 96 hat sich der SC Paderborn für die Relegation qualifiziert. Dabei ist allem Anschein nach auch eine Menge Druck vom ganzen Verein abgefallen. Verständlich: In den letzten vier Spielen hat man nur vier Punkte erzielt. Auch nur ein Punkt mehr hätte den direkten Aufstieg bedeutet. Dementsprechend stand man kurz davor, sich der Belohnung einer tollen Saison zu berauben. Da ist natürlich klar, dass beim Schlusspfiff der Zweitligasaison allen ein Stein vom Herzen fiel.
Cheftrainer Ralf Kettemann sprach auf der Pressekonferenz explizit an, dass es "etwas zu verlieren gab aufgrund unserer guten Ausgangslage". Jetzt herrsche bei ihm und seinen Mannen "eine gewisse Lockerheit, eine Leichtigkeit, eine Frische bei allen Beteiligten", die sich "ziemlich geil anfühle". Genau diese positive Energie will Kettemann mit in die Relegation nehmen.
Der SCP-Coach ist sich zwar der Rolle seiner Mannschaft als Underdog bewusst, will die Positivität aber nutzen und weiß, dass seine Jungs dem VfL wehtun können. Dazu sagt er auf der Pressekonferenz: "Es wäre kein Fußballmärchen. Wir haben 62 Punkte geholt in der 2. Liga. Wir können schon was und das wissen wir auch." Aber auch die Rolle als Außenseiter spielt in die scheinbar sorglose Attitüde der Westfalen hinein.
Das genaue Gegenteil wird momentan die Gefühlswelt in Wolfsburg sein. Nach einer denkbar schwachen Saison konnte man den direkten Abstieg erst am letzten Spieltag abwenden. Der rettende 1:3-Auswärtssieg war symptomatisch für die ganze Saison. Es benötigte ein Standardtor eines Verteidigers, einen Torwartfehler und ein Eigentor des Gegners und einen Elfmeter, über den man in St. Pauli sicherlich noch länger sprechen wird.
Dennoch ist den Wölfen die Qualität des Kaders keinesfalls abzusprechen. Auch Dieter Hecking hat als Trainer bereits einige Relegationen miterlebt und wird wissen, wie man eine frustrierte Mannschaft auch kurz vor dem Abgrund richtig einstellt. Die Leichtigkeit, die Paderborn an Tag legt, wird dem VfL trotzdem fehlen. Wenn die Wolfsburger gewinnen, haben sie mit einem hochqualitativen, teuren und ambitionierten Kader das absolute Minimum erreicht. Sollten sie verlieren, haben sie ganz andere Probleme und müssen zudem prüfen, wie ebendieser Kader sich ab Sommer zusammensetzt. Das ist keine angenehme Ausgangslage für Maximilian Arnold und Co.
Am morgigen Donnerstag steigt um 20:30 das Hinspiel in der Autostadt, das Rückspiel nächsten Montag in der Drei-Hasen-Stadt um die gleiche Zeit.
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