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·23 Juli 2026
Deshalb entschied sich Schalke wirklich für Gosens statt für Ndiaye

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·23 Juli 2026

Neben Vitalie Becker, mit dem die Gespräche rund um eine Vertragsverlängerung über 2027 hinaus zurzeit stocken, brauchte der FC Schalke definitiv noch einen weiteren Spieler, der entweder als Linksverteidiger oder auch linker Schienenspieler agieren kann. Frühzeitig kristallisierte sich heraus, dass eine Entscheidung zwischen Moussa Ndiaye und Robin Gosens fallen würde. Letzterer wurde dann schlussendlich verpflichtet.
Aus der Sicht des S04 gibt es wohl gleich mehrere Faktoren, die eher für Gosens als für Ndiaye gesprochen haben, wie Sky Sports nun nochmal genauer aufgeschlüsselt hat.
Natürlich spielten auch die finanziellen Rahmenbedingungen bei dieser Entscheidung eine gewichtige Rolle. Das Gosens-Paket kommt vergleichsweise günstig daher: Soweit keine eigene Leihgebühr und eine Kaufpflicht, die zwar wahrscheinlich aktiviert wird, die sich aber nur auf etwas mehr als eine Million Euro belaufen soll. Zum Vergleich: Bei Ndiaye wäre wohl eine Leihgebühr fällig gewesen und die anschließende Ablösesumme, etwa beim erreichten Klassenerhalt, hätte wohl drei bis fünf Millionen Euro betragen. Das mag ein beständig liefernder Ndiaye wert sein, doch ist und bleibt es ein finanzielles Wagnis für Schalke.
Doch auch in sportlicher Hinsicht wird ein grundsätzlich besserer Fit bei Gosens vermutet. Zwar konnte Ndiaye in der vergangenen Rückrunde konstant abliefern, doch das war bei einem S04, der als (Mit-)Favorit auf den Aufstieg einen entsprechenden Spielstil an den Tag gelegt hat und kaum Fokus auf einen Linksverteidiger mit nennenswertem Offensiv-Output legen musste.

Moussa Ndiaye im Einsatz für Schalke | Dean Mouhtaropoulos/GettyImages
Während Ndiaye in seiner (auch jüngeren) Vergangenheit zuweilen noch nicht so beständig lieferte, weiß man genau, was das Gosens-Paket bringt: Einen Spieler, der die linke Seite vollständig beackern, zwar auch verteidigen, aber eben auch diesen offensiven Output in Form von Flanken und somit Assists und zuweilen sogar auch durch eigene Tore liefern kann. Das wird für einen Aufsteiger, der vermutlich nicht allzu viele Großchancen pro Spiel bekommen wird, umso wertvoller.
Dazu führt Sky auch die Leaderrolle an, die Gosens auf Schalke übernehmen soll. Im 'Schalker Markt'-Podcast hat Reporter Dirk große Schlarmann bereits angemerkt, wie wichtig der 32-Jährige für das Innenleben der Kabine und als Anführer sein kann. In diese Rolle könnte ein Ndiaye, der mit seinen frischen 24 Jahren erst noch in ein solches Standing finden müsste, nicht übernehmen. Nicht umsonst sprach Miron Muslic bei Gosens umfassend von einem "Bessermacher".
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