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·27 Juli 2026

Deutsche Nationalmannschaft: Joshua Kimmich bleibt trotz WM-Desaster DFB-Kapitän

Gambar artikel:Deutsche Nationalmannschaft: Joshua Kimmich bleibt trotz WM-Desaster DFB-Kapitän

Joshua Kimmich soll die deutsche Nationalmannschaft auch nach dem dritten WM-Desaster in Folge als Kapitän anführen. DFB-Sportdirektor Rudi Völler rechnet unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp nicht mit einem Wechsel an der Spitze.

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Joshua Kimmich reagiert enttäuscht während des WM-2026-Sechzehntelfinales zwischen Deutschland und Paraguay am 29. Juni 2026 im Boston Stadium in Foxborough, Massachusetts. (Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images)


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Völler setzt weiter auf Kimmich

Beim Internationalen Trainer-Kongress in Mainz wurde Völler auf Kimmichs Zukunft als Spielführer angesprochen. „Ich gehe mal davon aus“, antwortete der DFB-Sportdirektor und betonte anschließend die Qualitäten des Mittelfeldspielers: „Jo Kimmich hat es in vielen Länderspielen bewiesen, dass er ein Fahnenträger ist, ein toller Kapitän. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es da eine große Veränderung geben wird.“

Damit bleibt Kimmich voraussichtlich auch unter Klopp eine tragende Säule der Nationalmannschaft. Bei der Vorstellung des neuen Bundestrainers am Freitag hatte Völler in der ersten Reihe gesessen.

Völler warnt Klopp vor der Wucht des Amtes

Völler hob Klopps große Erfahrung hervor, verwies zugleich aber auf die besonderen Anforderungen im DFB-Team. Klopp sei „ein unglaublich erfahrener Trainer“, sagte Völler. Gleichzeitig „merkt schon, welche Wucht dieses Amt hat“. Diese Erfahrung habe auch er selbst gemacht, erklärte der frühere Bundestrainer, der das Amt vier Jahre ausgeübt hatte. Die Arbeit als Nationalcoach sei „halt nicht wie bei einer Vereinsmannschaft“.

Völler erläuterte den Unterschied zwischen Klub- und Verbandsfußball: „Da kann man bei den besten Klubs der Welt sein, aber Nationaltrainer zu sein bei einem großen Verband und das ist Deutschland ja immer noch, das ist ein Riesenpfund.“ Klopp werde zudem bald feststellen, wie stark jede Entscheidung öffentlich diskutiert wird. „Und er wird auch merken, das habe ich auch Julian (Nagelsmann) immer wieder gesagt: Egal, welche Entscheidung man trifft, bei der Nominierung, der Aufstellung, taktisch, da sind 80 Millionen, die das mitdiskutieren. Und man kann es nicht allen recht machen.“

Lob für Nagelsmann

Den nach dem WM-Debakel zurückgetretenen Vorgänger Nagelsmann nahm Völler ausdrücklich in Schutz. Der ehemalige Bundestrainer sei teilweise zu Unrecht und zu scharf kritisiert worden. „Das hat er nicht verdient. Er ist ein Top-Charakter, ein Top-Junge, der eine ganz große Trainerkarriere vor sich hat, er ist ja noch jung“, sagte Völler.

Für Nagelsmann erwartet der DFB-Sportdirektor schon bald eine neue Aufgabe im Vereinsfußball. „Ich bin mir sicher, dass es nicht lange dauern wird, bis er wieder bei einem Topverein ist. Da wette ich sehr viel drauf.“

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