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·11 Juni 2026
DFB bestätigt: Keine Lizenz für 1860 – Havelse bleibt in der 3. Liga

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Jetzt ist es offiziell: Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Donnerstag bestätigte, erhält der TSV 1860 München keine Zulassung zur kommenden Drittliga-Saison, nachdem die Löwen eine Finanzlücke nicht fristgerecht geschlossen hatten. Die Folge ist der Zwangsabstieg in die Regionalliga. Anstelle der Münchner bleibt der TSV Havelse in der 3. Liga.
Eine Summe von 2,7 Millionen Euro hätten die Löwen bis zum vergangenen Mittwoch gegenüber dem DFB nachweisen müssen. Doch weil Investor Hasan Ismaik nach Angaben des Vereins eine Finanzierungszusage nicht eingehalten habe, konnte 1860 den geforderten Liquiditätsnachweis nicht erbringen und erhält somit keine Zulassung zur kommenden Drittliga-Saison. Damit steht zum zweiten Mal nach 2017 der Zwangsabstieg in die Regionalliga. Entstanden war die Finanzlücke durch den von Ismaik am 21. Mai überraschend gekündeten Darlehensvertrag.
In der Viertklassigkeit soll nun der Neustart gelingen. Allerdings ohne Ismaik, haben die Löwen doch den Kooperationsvertrag mit dem Jordanier gekündigt. Dieser hat der Kündigung allerdings widersprochen und wird vermutlich auch gegen die Nichterteilung der Zulassung juristisch vorgehen. "Es gibt schon noch Möglichkeiten, den Profifußball für 1860 zu erhalten. Die DFB-Statuten lassen eine Beschwerde gegen den Abstieg zu. Diesen Versuch würden wir gerne gemeinsam machen, um den Profifußball zu erhalten für 1860", sagte Ismaik-Anwalt Peter Gauweiler der "Bild"-Zeitung.
Denkbar wäre ein Gang vor das Ständige Schiedsgericht. Die Erfolgsaussichten dürften allerdings sehr gering sein, schon der MSV Duisburg war 2013 mit einer Klage gegen den Lizenzentzug gescheitert. Eher scheint es darauf hinauszulaufen, dass die KGaA, an der Ismaik nach wie vor 60 Prozent der Anteile hält, in Kürze Insolvenz anmelden muss. Dann wären die Anteile Ismaiks endgültig wertlos. Das Spielrecht liegt inzwischen beim e.V., der auch bereits die Lizenz für die Regionalliga erhalten hat.
Den frei gewordenen Platz durch den Zwangsabstieg des TSV 1860 nimmt der TSV Havelse ein, der damit trotz des sportlichen Abstiegs in der 3. Liga bleibt. Die Niedersachsen, die nach DFB-Angaben alle Zulassungskriterien im wirtschaftlichen und technisch-organisatorischen Bereich erfüllt haben, belegten in der abgelaufenen Saison den 17. Tabellenplatz und rücken gemäß Paragraph 55a Ziffer 3 der DFB-Spielordnung als erster Absteiger nach. Zwischenzeitlich stand unter anderem wegen Stadionproblemen ein freiwilliger Verzicht des TSV Havelse im Raum, doch dieser war schnell wieder vom Tisch.
Nach Wacker Burghausen (2009), Werder Bremen II (2011), Darmstadt 98 (2013), dem SC Paderborn (2017) und dem SV Meppen (2021) sind die Niedersachsen bereits der sechste Verein der Drittliga-Geschichte, der am Grünen Tisch in der 3. Liga bleibt. Kurios: Darmstadt und Paderborn sind anschließend bis in die Bundesliga durchmarschiert. Neben Havelse haben – bis auf 1860 München – auch alle anderen sportlich qualifizierten Klubs die Zulassung erhalten, sodass das Teilnehmerfeld für die kommende Saison nun endgültig komplett ist. Eröffnet wird die neue Spielzeit am 7. August, der Spielplan soll zwischen dem 9. und 16. Juli veröffentlicht werden.







































