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·19 Juni 2026

DFB-WM-Pfad 2026: Drei Szenarien, ein Ziel – New York

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Sieben Tore in einem WM-Spiel, und das Turnier hat gerade erst begonnen. Das DFB-Team hat in Houston seine Ansage gemacht – jetzt kommt der Teil, der zählt.

Toronto: Der Schlüssel zum frühen Weiterkommen

Am Samstag (20. Juni, 22:00 Uhr MESZ) trifft Deutschland im BMO Field von Toronto auf die Elfenbeinküste – und ein Sieg würde das Ticket für die K.-o.-Runde bereits vorzeitig lösen. Der Gegner verdient Respekt: Die Ivorer haben Ecuador in der Gruppenauftaktrunde mit 1:0 besiegt, und wer ihre defensive Struktur kennt, weiß, wie unbequem dieses Team sein kann. In der Qualifikation kassierten sie in zehn Spielen kein einziges Gegentor. Dazu könnte gegen Deutschland das Innenverteidiger-Duo Kossounou und Ndicka zurückkehren, das beim Auftakt noch angeschlagen fehlte.


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Trotzdem: Auf dem Papier ist Deutschland der klare Favorit. Und nach diesem Auftakt sollte Nagelsmanns Elf das auch wissen.

Drei Pfade in die Runde der letzten 32

Abhängig davon, wie die letzten beiden Gruppenspiele laufen, ergeben sich für das DFB-Team drei unterschiedliche Szenarien für das Sechzehntelfinale – mit sehr verschiedenen Gegnern und Terminen.

Szenario 1: Als Erster rein – und die Gegner bleiben überschaubar

Der Gruppensieger trifft auf einen der acht besten Drittplatzierten aus den Gruppen A bis F. Das klingt abstrakt, ist aber konkret beherrschbar: Die meisten potenziellen Gegner in dieser Konstellation kommen aus kleineren Fußballnationen, die den Sprung in die K.-o.-Runde schon als Erfolg verbuchen. Foxborough, das Stadion der New England Patriots, wäre der Schauplatz – ein würdiger Rahmen für den deutschen Favoriten.

Szenario 2: Als Zweiter nach Dallas – mit Frankreich oder Norwegen als mögliche Gegner

Wer Zweiter wird, bekommt es im texanischen Arlington mit dem Zweitplatzierten aus Gruppe I zu tun. Dort haben sich Frankreich und Norwegen nach dem ersten Spieltag jeweils mit Siegen – 3:1 gegen Senegal bzw. 4:1 gegen den Irak – in Position gebracht. Ein Achtelfinalduell gegen Mbappé oder Haaland bereits im Sechzehntelfinale wäre sportlich reizvoll, aber taktisch eine ganz andere Hausnummer als Szenario 1. Dieses Los sollte man nicht aktiv anstreben.

Szenario 3: Als Dritter weiter – möglich, aber ungemütlich

Theoretisch reicht auch Platz 3 für das Weiterkommen, sofern das DFB-Team zu den besten Drittplatzierten des gesamten Turniers zählt. Dann aber würden Gegner wie die USA, Mexiko oder Kanada warten – allesamt Gastgebernationen, die vor eigenem Publikum spielen und dementsprechend laut Rückenwind hätten. Dieses Szenario ist nicht undenkbar, aber man müsste schon sehr schlecht spielen, um dort zu landen. Und das ist nach dem 7:1 gegen Curaçao keine realistische Erwartung.

Der Weg bis zum Finale in New York

Wer das Sechzehntelfinale übersteht, wartet bis zum Achtelfinale (4. bis 7. Juli), dann folgen Viertelfinale und Halbfinale – bevor am 19. Juli das Finale im New-York-New-Jersey-Stadion in East Rutherford steigt. Genau dort, wo Deutschland auch seinen Gruppenabschluss gegen Ecuador bestreitet. Ein symbolischer Faden, der sich durch dieses Turnier zieht.

Nagelsmann weiß, was er will: Gruppensieger, Boston, ein handhabbarer Gegner. Alles andere beginnt heute Nacht in Toronto.

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