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·26 April 2026
Die Antwort auf den Ragnar-Ache-Ersatz ist Said El Mala: Der krönt seine starke Leistung nicht

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Simon Bartsch
26 April, 2026
Neun Torschüsse, viele Zweikämpfe, viele Kilometer, die Top-Geschwindigkeit und ein hoher xGoals-Wert, man kann Said El Mala nicht vorwerfen, ein unauffälliges Spiel gemacht zu haben. Am Ende stand trotzdem kein Treffer für den Angreifer und das dürfte ihn selbst besonders genervt haben.
Said El Mala war nach der Begegnung extrem enttäuscht
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Nahezu eine ganze Woche beherrschte eine Frage die Medienwelt rund um das Geißbockheim: Wer würde Ragnar Ache als Wandspieler ersetzen können? Die Alternativen hatten Vor- und Nachteile. Luca Waldschmidt wurde nach seiner ansteigenden Form genannt, nur fühlt sich dieser eher eine Kette hinter der Spitze wohler. Marius Bülter brächte die Robustheit mit, nur fehlte dem wiederum zuletzt die Torgefahr. Und die Youngster? Die könnten vielleicht noch ein wenig jung für Abstiegskampf sein. Die Antwort von René Wagner war am Ende aber eine ganz andere.
Der Coach rotierte personell zwar Marius Bülter in die Anfangsformation, nur spielte dieser eher eine Außenposition. In vorderster Front agierte Said El Mala. Und der Plan schien recht früh schon aufzugehen. Nach zwei Minuten eroberte der Angreifer das erste Mal den Ball, ging auf die Reise. Einen ersten Kontakt von Edmond Tapsoba schüttelte der 19-Jährige routiniert ab, beim Abschluss wurde er aber entscheidend von dem Abwehrspieler gestört.
Nur wenige Minuten später schickte Jahmai Simpson-Pusey den Angreifer mit einem langen Ball auf die Reise und deutete an, dass die langen Bälle dann doch auch Ragnar Ache zielführend sein könnten. Dieses Mal rettete Jannis Blaswich mit einer starken Parade und kurz darauf erneut mit seiner ganzen Routine nach einem Pass von Linton Maina auf den Kölner Shootingstar. Und dann hätten sich die Kölner und allen voran El Mala für die Mühen belohnen müssen. Der Leverkusener Keeper verschätzte sich, der Angreifer lief aus spitzem Winkel aufs Tor zu und setzte den Ball nicht ins leere Tor, aber an den Pfosten. Isak Johannesson und Eric Martel waren mitgelaufen und ebenfalls in guter Position.
Dass der 19-Jährige es selbst versuchte, war vollkommen okay, nur hätte er eben treffen müssen. So blieb es zu diesem Zeitpunkt noch beim 0:0, wenige Minuten später erzielte Patrik Schick per Elfmeter die Gäste-Führung. „Mit Said braucht man da nicht zu sprechen, er weiß das ja selbst. Am Ende macht der Junge das ja nicht mit Absicht“, erklärte René Wagner später auf der Pressekonferenz. „Um in die Situation zu kommen, muss man viel investieren. Das hat er auch getan. Es war auch nicht die einzige Chance.“ Schon nach einer guten halben Stunde standen vier Abschlüsse des 19-Jährigen auf dem Kölner Konto, der xGaols-Wert lag zu dieser Zeit alleine bei El Mala bei 0,8.
Auch nach dem Wechsel kam der Angreifer immer wieder in gefährliche Räume, schaffte sie sich oft selbst. Doch auch hier fehlte ab und an der Überblick oder der Drang des Abspiels. So nach einer guten Stunde, als er den Ball eigentlich schon mit einem schwachen Abschluss verloren hatte, zurückeroberte und übers Tor jagte. Kaminski stand wenige Meter vor dem Tor komplett blank. „Da muss er weiter dran arbeiten. Das tut aber Said im Training auch immer“, sagte der Coach.
Wagner erklärte, dass es in Zukunft sicherlich zahlreiche Situationen geben werde, in denen er die Bälle dann „reinknallen“ werde. Doch einen Scorer sammelte der Stürmer dann doch noch, als er Robert Andrich so unter Druck setzte, dass sie gemeinsam Luca Waldschmidt das 1:2 auflegte. „Er hat ein gutes Spiel gemacht und sich sehr aufgeopfert“, sagte Waldschmidt. „Said hat geackert und das ist die Basis. Mal gegen den Pfosten zu schießen oder Chancen vergeben, das passiert jedem.“
Tatsächlich bestritt der 19-Jährige die meisten Zweikämpfe (gemeinsam mit Cenk Özkacar 18), wurde mit der Top-Geschwindigkeit geblitzt (35,2 k/mh) und gab die meisten Torabschlüsse ab. Neun Mal versuchte es der Offensivspieler. In dieser Saison waren nur Harry Kane und Deniz Undav besser (je 10 Mal). Am Ende des Spiels kam El Mala auf einen xGoals-Wert von 1,2, der FC auf 2,7. Doch da stand dann eben die bittere 1:2-Niederlage. Wie bitter das Spiel für den Offensivspieler war, zeigte sich nach der Begegnung als der Shootingstar auf dem Rücken lag, das Trikot übers Gesicht gezogen. Der auffälligste Spieler der 90 Minuten – neben Doppel-Torschütze Patrik Schick – wollte in diesem Moment am liebsten nicht gesehen werden.









































