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·16 April 2026

Diese Statistiken geben Selbstvertrauen vor dem Südschlager

Gambar artikel:Diese Statistiken geben Selbstvertrauen vor dem Südschlager

Der große Moment ist zum Greifen nah: Sollte der FC Bayern am kommenden Spieltag gegen den VfB Stuttgart (Sonntag, 17:30 Uhr) mehr Punkte holen als Borussia Dortmund bei der TSG Hoffenheim, wäre die 35. Deutsche Meisterschaft auch rechnerisch perfekt. Es wäre die Krönung einer ohnehin beeindruckenden Saison – und das ausgerechnet vor heimischem Publikum in der Allianz Arena. Doch was spricht dafür, dass der Rekordmeister diesen Schritt nun tatsächlich geht? Die Faktenlage liefert einige spannende Antworten.

Auf Meisterkurs – und historisch gut unterwegs

Mit 76 Punkten nach 29 Spieltagen spielt der FC Bayern seine drittbeste Bundesliga-Saison der Vereinsgeschichte. Nur in den Spielzeiten 2012/13 und 2013/14 standen zu diesem Zeitpunkt noch mehr Zähler auf dem Konto (jeweils 78). Die Konstanz auf höchstem Niveau ist also kein Zufall, sondern Ausdruck einer Saison, die sich von Beginn an wie ein Titeljahr anfühlte.


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Doch auch der Gegner reist mit breiter Brust an: Der VfB Stuttgart kommt auf starke 56 Punkte – ebenfalls die drittbeste Ausbeute der Schwaben in der Drei-Punkte-Ära. 17 Siege nach 29 Partien wurden in Stuttgart sogar nur einmal übertroffen. Ein Selbstläufer wird dieses Duell also keineswegs.

Ein Lieblingsgegner mit klarer Geschichte

Ein Blick in die Historie dürfte den Münchnern zusätzlich Mut machen: Kein Team gewann in der Bundesliga so oft gegen einen Gegner wie der FC Bayern gegen Stuttgart – 72 Siege in 113 Duellen sprechen eine deutliche Sprache.

Auch das Hinspiel ist noch in bester Erinnerung: Mit 5:0 fertigten die Bayern die Schwaben ab – bis heute die höchste Bundesliga-Niederlage des VfB unter Trainer Sebastian Hoeneß. Die Rollen scheinen also klar verteilt – zumindest auf dem Papier.

Offensivfeuerwerk auf beiden Seiten

Wenn diese beiden Teams aufeinandertreffen, ist Spektakel garantiert. Die Münchner haben bereits 105 Tore erzielt, so viele wie noch nie zuvor in einer Bundesliga-Saison. Der alte Rekord aus der Spielzeit 1971/72 (101 Treffer) ist bereits Geschichte.

Doch auch Stuttgart überzeugt offensiv: 60 Tore bedeuten ligaweit den geteilten zweiten Platz. Zudem geben beide Teams die meisten Torschüsse der Liga ab, Bayern liegt hier (251) ebenfalls vor dem VfB (175).

Besonders bemerkenswert: Stuttgart traf in den letzten 18 Bundesliga-Auswärtsspielen immer – ein eingestellter Vereinsrekord. Mit 34 Auswärtstoren haben die Schwaben zudem bereits jetzt einen neuen Bestwert aufgestellt. Nur der FC Bayern (49) selbst war auswärts in allen europäischen Topligen noch treffsicherer.

Offensivstars im Fokus

Die Bayern-Offensive wird weiterhin von Harry Kane angeführt, der bereits auf 36 direkte Torbeteiligungen in der Bundesliga kommt. Direkt dahinter folgt Michael Olise mit 30 Scorerpunkten (zwölf Tore, 18 Assists). Damit haben erstmals seit Beginn der detaillierten Datenerfassung 2004/05 zwei Bayern-Spieler in einer Saison die 30er-Marke geknackt. Ein Kunststück, das zuvor nur das Wolfsburger Duo Edin Džeko und Grafite in der Meistersaison 2008/09 gelang.

Olise könnte zudem weiter Geschichte schreiben: Mit 18 Assists fehlt ihm nur noch eine Vorlage, um zu den besten Spielmachern der jüngeren Bundesliga-Geschichte aufzuschließen. Seit der Saison 2004/05 steht in diesem Ranking Bayern-Legende Thomas Müller mit 21 Vorlagen 2019/20 (noch) an der Spitze.

Jubiläum und Aufbruchsstimmung

Auch Jamal Musiala steht im Fokus: Der Offensivkünstler könnte sein 150. Bundesliga-Spiel für den FC Bayern absolvieren – und das als zweitjüngster Spieler der Vereinsgeschichte nach Uli Hoeneß. Zuletzt zeigte Musiala beim Bundesliga-Spiel gegen St. Pauli mit einem Tor und einer Vorlage wieder seine Klasse – und bestätigte seine aufsteigende Form mit dem Assist zu Luis Díaz‘ 3:3 im Champions League-Spektakel gegen Real Madrid. Ein weiteres Signal dafür, dass der deutsche Nationalspieler pünktlich zum Saisonendspurt in Topform kommt.

Breite im Kader als Erfolgsfaktor

Ein oft unterschätzter Schlüssel zum Erfolg liegt in der Kaderbreite: Mit Bara Sapoko Ndiaye feierte zuletzt bereits der 31. Spieler des FC Bayern in dieser Saison einen Bundesliga-Einsatz. Das ist nicht nur Ligabestwert, sondern auch ein neuer Vereinsrekord.

Trainer Vincent Kompany nutzt also die gesamte Breite seines Kaders – und das mit Erfolg. Der Belgier könnte nun einen weiteren Meilenstein erreichen: Mit seinem nächsten Sieg wäre es der 50. in seinem 64. Bundesliga-Spiel. Schneller war nur Pep Guardiola (61 Spiele).

Stuttgart ohne Schlüsselspieler

Die Aufgabe für den VfB wird zusätzlich erschwert: Top-Stürmer Deniz Undav fehlt mit Gelbsperre. Mit 18 Toren ist der VfB-Torjäger der zweitbeste Torschütze der Liga hinter Kane – und teilt sich mit ihm sogar den Bestwert bei den abgegebenen Schüssen (108). Sein Ausfall wiegt schwer, denn erstmals seit dem sechsten Spieltag verpasst Undav ein Bundesliga-Spiel.

Die Bühne ist also bereitet: Heimspiel, mögliche Meisterschaft, Rekorde am Fließband – und ein Gegner, der trotz aller Qualität auf einen Schlüsselspieler verzichten muss. Wenn der FC Bayern seine beeindruckende Saisonleistung bestätigt, könnte die Allianz Arena vier Tage nach dem 4:3 gegen Real Madrid zum Schauplatz des nächsten Highlight-Abends werden.

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