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·27 Juli 2026

Drittliga-Absteiger: So lief der Saisonstart für Aue und Schweinfurt

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Für die vier Absteiger aus der 3. Liga hat das Abenteuer Regionalliga begonnen – zumindest für zwei von ihnen. Und sowohl Erzgebirge Aue als auch der 1. FC Schweinfurt ließen zum Auftakt bereits Federn. liga3-online.de blickt auf den Saisonstart beider Klubs.

Aue als "Schülermannschaft" aufgetreten

Die Regionalliga Nordost ist namhaft besetzt – neben Doppelmeister Lok Leipzig wollen Ex-Drittligisten wie zum Beispiel Halle, Jena, Zwickau, Chemnitz oder Erfurt wieder rauf. Und natürlich auch Erzgebirge Aue, nachdem die Veilchen erstmals in ihrer Vereinsgeschichte in die Viertklassigkeit abgestürzt sind. Angeführt von Kapitän Marcel Bär, der als einer von fünf Spielern nach dem Abstieg im Erzgebirge blieb, startete die Mannschaft von Cheftrainer Khvicha Shubitidze am Samstag in die neue Spielzeit. Fast schon bemerkenswert: Torwart-Ikone Martin Männel saß beim Auftakt nur auf der Bank. Im Heimspiel gegen die VSG Altglienicke stand Nachwuchskeeper Max Uhlig im Tor, dem die Zukunft im Auer Tor gehören soll. Wenngleich sich der 19-Jährige ein paar Wackler erlaubte.


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Insgesamt veränderte sich das Gesicht der Mannschaft stark, 20 Abgängen stehen 16 Zugänge gegenüber. Große Freude kam im Erzgebirge durch die Rückkehr von Simon Skarlatidis auf, denn der 35-jährige Außenbahnspieler schnürt nach neun Jahren wieder seine Fußballschuhe für die Veilchen – und stand auch gegen Altglienicke in der Startelf, wenngleich er ohne Torbeteiligung blieb. Trotzdem lieferte sich Aue einen wilden Ritt mit dem Berliner Klub, wodurch sich ein 3:3-Unentschieden ergab. Der Drittliga-Absteiger ging zunächst durch ein Eigentor in Führung, kassierte dann den Ausgleich und musste nach einem Treffer von Ex-Bundesliga-Star John Anthony Brooks einem Rückstand hinterherlaufen. Aber Aue drehte die Partie seinerseits schon nach knapp 60 Minuten, ehe Altglienicke in der Schlussphase den Endstand besorgte.

Ein Ergebnis, dass den Cheftrainer letztendlich verärgerte. Shubitidze betonte, nicht zufrieden zu sein und höhere Erwartungen zu haben. Gegenüber "Tag24" urteilte er: "In der ersten Halbzeit hat man gesehen, dass eine gestandene, erwachsene Mannschaft gegen eine Mannschaft gespielt hat, die noch nicht ganz so weit ist, ich könnte auch sagen: Schülermannschaft." Die zweite Halbzeit sei dank Umstellungen besser verlaufen, aber auch Shubitidze erklärte, dass Erzgebirge Aue seine wahren Schwachstellen erst nach zwei, drei weiteren Spielen kennen wird. "Und dann müssen wir reagieren – ob mit Neuzugängen oder anders, werde ich später entscheiden. Auf jeden Fall war das heute nicht gut genug", so der Cheftrainer zum Auftakt.

Schweinfurt fällt wieder auseinander

Ein Unentschieden zum Start hätte der 1. FC Schweinfurt im Nachhinein wohl gerne unterschrieben. Bereits am Donnerstag eröffneten die Schnüdel die neue Saison in der Bayern-Staffel – und gingen sang- und klanglos mit 1:5 beim TSV Aubstadt unter. Jan Gernlein, der schon lange Zeit als Co-Trainer unter Timo Wenzel und Tobias Strobl in Schweinfurt arbeitete, schickte acht Neuzugänge am 1. Spieltag ins Rennen, doch es funktionierte nur wenig. Nach einem Doppelschlag (28./30.) konnte Schweinfurt zwar den Anschluss durch Michael Dellinger (54.) herstellen, aber in der Schlussphase brachen die Schnüdel auseinander (72./82./87.).

Aus den Reihen der Aubstädter war Zufriedenheit zu vernehmen. "Unsere 2:0-Pausenführung war hochverdient. Wir hätten sogar noch ein oder zwei Tore mehr erzielen können, dann hätten wir in der zweiten Hälfte mehr Ruhe gehabt", erklärte der gegnerische Coach nach der Partie in der "Mainpost". Und Schweinfurt? Vor Gernlein und seiner Mannschaft liegt Schwerstarbeit, denn 16 Zugänge und 21 Abgänge gilt es zu verarbeiten. Ob die Schnüdel den Status als Profiklub weiter verfolgen können, wurde am Ende der vergangenen Saison ohnehin schon infrage gestellt. Und auf den katastrophalen Auftakt werden nun Partien gegen 1860 München, Bayern München II und die SpVgg Bayreuth folgen.

1860 und Ulm noch im Wartestand

Apropos 1860: Der Zwangsabsteiger war am vergangenen Wochenende noch nicht am Ball und wird sein erstes Match mit dem neuen Logo erst kommenden Samstag bei den Schweinfurtern bestreiten. Aufgrund der Tatsache, dass die Münchner Löwen unplanmäßig in der Bayern-Staffel landeten, hat die Liga in dieser Saison insgesamt 19 Teams und somit pro Spieltag eine Mannschaft, die spielfrei hat. Trotzdem waren einige Profis schon am Ball – um sich angesichts der kurzen Saisonvorbereitung noch Spielpraxis für die neue Saison zu holen, standen beim letzten 5:1-Sieg der Zweitvertretung in der Bayernliga Süd unter anderem Vitus Eicher, Felix Weber und Florian Niederlechner in der Startelf.

Der SSV Ulm 1846 startet wiederum erst am 7. August in der Regionalliga Südwest. Cheftrainer Daniel Jungwirth wird ebenfalls ein rundum erneuertes Team auf den Platz bringen, in dem mit Johannes Reichert und Marcel Seegert sowie Dennis Chessa und Lucas Röser nur vier Profis aus dem letzten Drittliga-Kader verblieben sind. Den Auftakt bestreiten die Spatzen bei den ebenfalls ambitionierten Stuttgarter Kickers.

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