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·18 Mei 2026
„Eiertanz“: Hitzlsperger kritisiert Neuer-Debatte beim DFB

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·18 Mei 2026

Die Diskussion um Manuel Neuer und eine mögliche Rückkehr ins DFB-Tor nimmt immer größere Ausmaße an. Nun hat sich auch Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger kritisch zur Kommunikation rund um die Personalie geäußert – und dabei einen interessanten Verdacht formuliert.
Spätestens seit Julian Nagelsmann am Samstagabend im ZDF-Sportstudio den Fragen zur Torwartfrage mehrfach auswich, brodelt die Debatte rund um Manuel Neuer weiter.
Der Bundestrainer wollte sich nicht konkret dazu äußern, ob der Bayern-Kapitän tatsächlich als Nummer eins zur Weltmeisterschaft fahren wird. Stattdessen betonte Nagelsmann mehrfach, dass zunächst Gespräche mit allen Spielern geführt werden sollen, bevor Entscheidungen öffentlich kommuniziert werden.
Für Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger steckt hinter dieser zurückhaltenden Kommunikation allerdings womöglich ein anderer Grund.
Im Gespräch mit dem BR erklärte der frühere Nationalspieler, dass Neuers Verletzung gegen den 1. FC Köln womöglich die komplette Dynamik verändert habe. „Vielleicht hat er vorgehabt, zu sagen, dass Manuel Neuer die neue Nummer eins ist, und dann verletzt er sich gegen Köln. Und dann merkt er, er kann es doch nicht sagen“, mutmaßte Hitzlsperger.
Damit spielte der 43-Jährige auf die muskulären Probleme in Neuers linker Wade an, wegen denen der Bayern-Keeper am Samstag ausgewechselt werden musste.
Laut Hitzlsperger habe Nagelsmann dadurch „ein bisschen Pech“ gehabt. „Aber eine ideale Vorbereitung sieht anders aus“, ergänzte der ehemalige Nationalspieler.
Besonders kritisch sieht Hitzlsperger die gesamte Kommunikation des DFB rund um die Torwart-Debatte. „Ich habe in den letzten Tagen häufig das Wort Eiertanz gelesen. Ich glaube, das trifft es ganz gut“, erklärte der frühere Mittelfeldspieler deutlich.
Dabei stellte er klar, dass er sich insgesamt mehr Klarheit und Professionalität erwartet hätte.
„Eigentlich denkt man, es sind nur Profis am Werk – auch kommunikativ“, sagte Hitzlsperger weiter.

Foto: Getty Images
Seine Kritik richtete sich dabei nicht ausschließlich an den Bundestrainer selbst. Mit Blick auf Nagelsmann erklärte Hitzlsperger: „Es täte gut, wenn er Leute an seiner Seite hätte, die ihn gut beraten würden.“
Besonders die vergangenen Monate bewertet der Ex-Profi kritisch. „Wenn ich auf die letzten Monate zurückblicke, würde ich behaupten: Die Beratung hat nicht gut funktioniert“, so Hitzlsperger.
Spätestens am Donnerstag wird die Debatte endgültig beendet sein. Dann gibt Julian Nagelsmann im Rahmen einer Pressekonferenz offiziell den deutschen WM-Kader bekannt.
Spätestens dann wird auch Klarheit herrschen, welche Rolle Manuel Neuer tatsächlich bei der Weltmeisterschaft 2026 spielen wird – und ob Oliver Baumann seinen Platz als Nummer 1 verteidigen kann.







































