"Ein bisschen was kaputt gemacht": 1860 will "Gesicht wahren" | OneFootball

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·10 April 2026

"Ein bisschen was kaputt gemacht": 1860 will "Gesicht wahren"

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Nach nur zwei Punkten aus den letzten vier Partien hat sich der TSV 1860 München vorzeitig aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet. Vor dem Spiel gegen Jahn Regensburg sprach Trainer Markus Kauczinski davon, dass sich die Löwen mit der Leistung in Cottbus "ein bisschen was kaputt gemacht" hätten. Daher gehe es nun darum, in den verbleibenden Partien "unser Gesicht zu wahren".

Entwicklung zum Spitzenteam blieb aus

Sie nahm einige Minuten der Pressekonferenz am Freitag in Anspruch, die Analyse der Niederlage in Cottbus am Dienstagabend. Letztlich sprach Kauczinski von einem "Gemisch aus unterschiedlichen Dingen". Darunter, dass nicht jeder an sein Maximum gekommen sei. Die 0:3-Pleite ließ die Aufstiegsträume endgültig platzen, schließlich liegen die Löwen vor den letzten sechs Spielen nun zehn Punkte hinter Platz 3. "Am Ende wird man dann wahrscheinlich sagen müssen, dass wir nicht gut genug waren", blickte der 54-Jährige bereits voraus, betonte aber gleichzeitig, dass ihn die Mannschaft während der Rückrunde nicht enttäuscht habe.


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Problem jedoch: "Dieses Gefühl, dass wir ein Spitzenteam sind, hatte ich über die Saison nicht." Er habe ein "gutes Team" gesehen und darauf gehofft, "dass es irgendwann zu einem Spitzenteam werden kann. Das ist uns nicht gelungen", hielt Kauczinski fest. Es hätten "viele Dinge" gefehlt – vor allem die Konstanz, aber auch die Fähigkeit, in den entscheidenden Momenten auf den Punkt da zu sein. Gerade das Spiel in Cottbus offenbarte diese Schwächen schonungslos. "Wir haben gesehen, dass uns bestimmte Dinge fehlen", so der Löwen-Coach. Über weite Strecken der Saison habe die Mannschaft vieles über Wille, Energie und Intensität kompensiert – in Cottbus jedoch sei genau das nicht gelungen. "Das hat ein bisschen was kaputt gemacht".

"Saison so gut wie möglich zu Ende spielen"

Nicht nur sportlich, sondern auch mental. "Es war nicht nur für mich schwer, auch für den Staff und die ganze Mannschaft", machte Kauczinski deutlich. Umso wichtiger sei es nun, eine Reaktion zu zeigen. Im Heimspiel gegen Jahn Regensburg am Sonntag, aber auch in den weiteren verbleibenden Duellen der Saison, gehe es daher darum, "unser Gesicht zu wahren". "Wir wollen die Saison so gut wie möglich zu Ende spielen und jeden möglichen Platz gutmachen." Denn für ihn mache es durchaus einen Unterschied, "ob ich Fünfter, Sechster oder Zwölfter werde". Zudem geht es im Landespokal-Finale auch noch um die Qualifikation für den DFB-Pokal.

Von einem frühzeitigen Blick auf einen möglichen Umbruch im Sommer wollte Kauczinski derweil noch nichts wissen. "Wir wollen den Zyklus so gut wie möglich beenden, danach entsteht etwas Neues", kündigte er an. Klar ist aber: Angesichts von 16 auslaufenden Verträgen steht der Klub vor wichtigen Entscheidungen. Mit Stammkeeper Thomas Dähne konnten die Löwen am Freitag bereits verlängern. Gleichzeitig betonte der 54-Jährige, dass bereits Spieler "nachgewachsen" seien, die künftig eine Rolle spielen könnten. Entscheidend werde sein, aus der vorhandenen Qualität eine funktionierende Einheit zu formen. "Für mich ist es spannend, aus Einzelspielern eine Mannschaft zu machen."

"Müssen spielerisch einen Schritt nach vorne machen"

Geschenke werde es in der Schlussphase der Saison dabei nicht geben, stellte Kauczinski klar: "Es geht immer um Leistung." Ein Auslaufenlassen der Spielzeit oder Experimente mit Blick auf die Zukunft schloss er damit aus. Dennoch sind punktuelle Veränderungen möglich – etwa personell, wie im Fall von Florian Niederlechner, der gegen Regensburg ein Kandidat für die Startelf ist. Weiterhin keine Option sind dagegen Tunay Deniz (Knieverletzung), Max Christiansen (Operation), Kilian Jakob (Beckenverletzung), Jesper Verlaat (Einblutung im Knie) und Sean Dulic (Trainingsrückstand nach Muskelfaserriss).

Klar ist aber auch: Will der TSV 1860 München in der kommenden Saison wieder ernsthaft um den Aufstieg mitspielen, wird es nicht nur personelle Veränderungen brauchen. "Wir müssen spielerisch einen Schritt nach vorne machen", forderte Kauczinski. Energie, Intensität und Leidenschaft seien zwar wichtige Grundlagen, auf Dauer aber nicht ausreichend, um ein Spitzenteam zu sein. Genau daran will der Coach in den kommenden Monaten arbeiten.

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