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·18 April 2026
Entscheidung im Elfmeterschießen: Real Sociedad gewinnt Copa del Rey!

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·18 April 2026

Am Samstagabend fand das Finale der Copa del Rey statt. Atlético und Real Sociedad lieferten sich über 120 Minuten einen packenden Schlagabtausch, der erst im Elfmeterschießen einen Sieger fand.
Unter der Woche unterlagen die Madrilenen dem FC Barcelona in der Champions League zwar mit 1:2, hatten aber dennoch Grund zur Freude. Diie knappe Niederlage genügte nämlich, um aufgrund des 2:0-Hinspielsieges ins Halbfinale einzuziehen. In der Copa del Rey schaltete Atlético ebenfalls den FC Barcelona aus und erreichte damit das Finale. Dort wartete Real Sociedad, das sich seit der Ankunft des einst in Stuttgart und Hoffenheim aktiven Trainers Pellegrino Matarazzo im Aufschwung befindet und von über 30.000 euphorischen Fans nach Sevilla begleitet wurde.
Der enorme Support der eigenen Anhänger übertrug sich auf die Spieler. Schon nach 14 Sekunden (!) gingen die Basken in Führung. Eine Flanke von Goncalo Guedes erreichte Ander Barrenetxea, dessen Kopfball im linken Eck landete – 0:1. Atlético verkraftete das schnelle Gegentor und baute direkt Druck auf. Julian Álvarez prüfte den aufmerksamen Pokalkeeper Unai Marrero. Auf der Gegenseite probierte es Torschütze Barrenetxea, ohne Juan Musso vor größere Probleme zu stellen.
In der 18. Minute besaß dann Ademola Lookman im Zentrum reichlich Freiraum, den er zu nutzen wusste. Sein Flachschuss schlug unhaltbar für Marrero im Netz ein – 1:1. La Real blieb davon unbeeindruckt, suchte weiter den Weg nach vorne. Guedes knallte die Kugel von der Strafraumgrenze aus ans Außennetz (23.). In der Folge blieb der La-Liga-Siebtplatzierte die aktivere Mannschaft, spielte die aussichtsreichen Situationen aber nicht immer sauber zu Ende.
Mitten in eine der besseren Phasen der Colchoneros ereignete sich der nächste Aufreger im eigenen Strafraum. Musso wollte einen Freistoß von Carlos Soler aus dem Halbfeld mit den Fäusten klären, erwischte aber nur Guedes, weshalb Schiedsrichter Javier Alberola Rojas umgehend auf Elfmeter entschied. Mikel Oyarzabal ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen, verlud Musso und netzte zum 1:2-Pausenstand ein (45+1.).
Im zweiten Abschnitt ergriff Atlético die Initiative, fand aber kaum ein Durchkommen. Ein Freistoß von Álvarez rauschte an allen Beteiligten, aber auch knapp am Tor vorbei (53.). Ansonsten verteidigte Real Sociedad sehr leidenschaftlich, bekam in brenzligen Situationen immer wieder ein Körperteil dazwischen. Darüber hinaus fehlte es dem Kontrahenten an der nötigen Präzision. Der sehr bemühte Álvarez verfehlte in der 64. Minute nochmals knapp.
Real Sociedad trat offensiv dagegen gar nicht mehr in Erscheinung. Das Geschehen spielte sich fast ausschließlich in der eigenen Hälfte ab. Das ständige Anrennen zahlte sich für die Madrilenen in der 83. Minute aus. Wieder einmal war es ein genialer Àlvarez-Moment, der die Kugel mit der Hacke an Jon Gorrotxategi vorbeilegte und anschließend aus etwa 15 Metern unter die Latte zum 2:2 traf.

Foto: Getty Images
Knappe fünf Minuten später lief Marcos Llorente erneut die Linie herunter, seine Hereingabe erreichte den eingewechselten Alex Baena, der aus kurzer Distanz die Riesenchance zum Siegtreffer vergab. Zu Beginn der Nachspielzeit tauchte der ebenfalls frisch gekommene Johnny Cardoso frei vor Marrero auf, scheiterte jedoch am Schlussmann. Darüber hinaus fehlten Llorente aus der Distanz nur wenige Zentimeter. Atlético hätte die Partie also noch in der regulären Spielzeit entscheiden können, musste sich aber letztlich mit der Verlängerung abfinden.
Dort wendete sich das Blatt wieder. Schon kurz vor Ende der regulären Spielzeit brachte Materrazo seinen Spielgestalter Takefusa Kubo, der sofort für neue offensive Impulse sorgte. In der 98. Minute legte er ab für Robin Le Normand, dessen Schlenzer wehrte Musso vor die Füße von Orri Oskarsson ab, der aus kurzer Distanz am hervorragend reagierenden Schlussmann scheiterte. Auf der Gegenseite knallte Álvarez das Spielgerät aus der Distanz an den Querbalken (100.).
Anders als in vielen Endspielen üblich entwickelte sich die Verlängerung nicht zu einer zähen Angelegenheit. Beide Mannschaften waren bis zum Ende an einer Entscheidung aus dem Spiel heraus interessiert. Ein weiterer Treffer blieb ihnen jedoch vergönnt, sodass die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen musste. Dies begann turbulent. Denn Marrero parierte sowohl gegen Alexander Sørloth als auch gegen Álvarez. Doch auch Musso hielt gegen Oskarrson. Den knappen Vorsprung brachte Real Sociedad aber ins Ziel. Pablo Marín war es vorbehalten, den finalen Elfmeter zu verwandeln und damit den vierten Pokalsieg der Vereinsgeschichte zu sichern.
Atlético: Musso,-Molina (78. Cardoso), Pubill, Le Normand, Ruggeri (62. Sørloth),-Simeone (70. Baena), Llorente (99. Lenglet), Koke, Lookman (62. González),-Álvarez, Griezmann (70. Almada)
Real Sociedad: Marrero,-Aramburu (113. Aritz), Martín, Caleta-Car, Gómez (88. Kubo),-Turrientes (68. Gorrotxategi), Soler,-Barrenetxea (68. Marín), Sucic, Guedes (78. Aihen),-Oyarzabal (78. Oskarsson)
Tore: 0:1 Barrenetxea (1.), 1:1 Lookman (18.), 1:2 Oyarzabal (Foulelfmeter, 45+1.), 2:2 Álvarez (83.)
Elfmeterschießen: 2:2 Marrero hält gegen Sørloth, 2:3 Soler, 2:3 Marrero hält gegen Álvarez, 2:3 Musso hält gegen Oskarsson, 3:3 González, 3:4 Susic, 4:4 Almada, 4:5 Aihen, 5:5 Baena, 5:6 Marín
Foto: IMAGO
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