Entwarnung für Bayern? Kimmich und Olise droht wohl keine zusätzliche Sperre | OneFootball

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·11 Maret 2026

Entwarnung für Bayern? Kimmich und Olise droht wohl keine zusätzliche Sperre

Gambar artikel:Entwarnung für Bayern? Kimmich und Olise droht wohl keine zusätzliche Sperre

Der FC Bayern hat mit dem 6:1-Auswärtssieg bei Atalanta Bergamo einen großen Schritt Richtung Champions-League-Viertelfinale gemacht. In der Schlussphase sorgten jedoch zwei Gelbe Karten für Diskussionen. Joshua Kimmich und Michael Olise kassierten jeweils ihre dritte Verwarnung im Wettbewerb und fehlen damit im Rückspiel – ein größeres Nachspiel durch die UEFA droht aktuell jedoch wohl nicht.

Die Szenen ereigneten sich in den letzten Minuten der Partie in der New-Balance-Arena. Beim Stand von 6:0 ließ sich Michael Olise auffällig viel Zeit bei der Ausführung eines Eckballs und wurde dafür in der 77. Minute verwarnt.


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Nur wenige Minuten später folgte Joshua Kimmich. Der Mittelfeldspieler verzögerte bei der Ausführung eines Freistoßes mehrfach den Anlauf. Bergamos Yunus Musah reagierte genervt und schoss den Ball weg – am Ende sahen beide Spieler die Gelbe Karte.

Für Kimmich und Olise war es jeweils die dritte Verwarnung im laufenden Wettbewerb. Damit sind beide automatisch für das Achtelfinal-Rückspiel in der Allianz Arena gesperrt.

Bericht aus Frankreich sorgt für Entwarnung

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Foto: IMAGO

Die Verwarnungen sorgten unmittelbar nach Abpfiff für Spekulationen. Hintergrund ist die Möglichkeit, dass Spieler eine Gelbe Karte bewusst provozieren, um mit einem „sauberen“ Kartenkonto in die nächste Runde zu gehen.

Genau in solchen Fällen kann die UEFA nachträglich eingreifen und eine zusätzliche Sperre verhängen.

Nach Informationen der französischen Sportzeitung L’Équipe spricht aktuell jedoch wenig für ein solches Szenario. Demnach hat Schiedsrichter Espen Eskås in seinem offiziellen Spielbericht kein ungewöhnliches oder verdächtiges Verhalten der beiden Bayern-Spieler festgehalten.

Das ist ein entscheidender Punkt: Ohne einen entsprechenden Hinweis im Spielbericht gibt es in der Regel keine Grundlage für ein Disziplinarverfahren der UEFA.

Damit gilt eine zusätzliche Sperre für Kimmich und Olise derzeit als äußerst unwahrscheinlich.

UEFA hält sich offiziell bedeckt

Der europäische Fußballverband wollte sich auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur dennoch nicht eindeutig festlegen. Die UEFA erklärte lediglich: „Sobald Vorfälle gemeldet werden, werden Verfahren eingeleitet. Sollten diese zu Disziplinarmaßnahmen führen, werden diese auf der UEFA-Disziplinar-Homepage veröffentlicht.“

Da bislang jedoch kein entsprechender Vorfall gemeldet wurde, deutet derzeit alles darauf hin, dass es bei der automatischen Sperre für das Rückspiel bleiben wird.

Ganz ohne Risiko wäre eine bewusst provozierte Gelbe Karte allerdings nicht. Ein prominentes Beispiel liefert der Fall Sergio Ramos aus dem Jahr 2019.

Der damalige Real-Madrid-Kapitän hatte im Achtelfinal-Hinspiel gegen Ajax Amsterdam kurz vor Schluss ein taktisches Foul begangen und anschließend öffentlich eingeräumt, die Gelbe Karte bewusst in Kauf genommen zu haben. Die UEFA wertete dies als Regelverstoß und verhängte eine zusätzliche Sperre.

Ein ähnliches Szenario zeichnet sich im Fall von Kimmich und Olise aktuell jedoch nicht ab. Da weder ein Schuldeingeständnis noch ein entsprechender Hinweis im Spielbericht vorliegt, dürfte der FC Bayern wohl ohne weitere Konsequenzen aus der Karten-Diskussion herausgehen.

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