Nur die Raute
·6 Maret 2026
Erstmals HSV-Kapitän: Warum sich Polzin für Remberg entschied

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Im Nachholspiel gegen Bayer Leverkusen musste der HSV auf alle seiner drei etatmäßigen Kapitäne verzichten. Das hatte unterschiedliche Gründe.
Nicolas Capaldo, in den letzten Wochen stets mit der Binde unterwegs, zog sich gegen RB Leipzig (1:2) eine Verletzung der Bauchmuskulatur zu und wird dem Team „für wenige Wochen“ fehlen. Mit Miro Muheim musste ein weiterer Kapitänsanwärter gelbgesperrt passen.
Und dann ist da noch Yussuf Poulsen: Der 31-Jährige wurde zu Saisonbeginn zum Spielführer ernannt, absolvierte verletzungsbedingt allerdings erst 268 Minuten. Gegen Leverkusen fehlte der gerade erst genesene Däne aus Gründen der Belastungssteuerung. Ein Kandidat für die Startelf wäre er ohnehin nicht gewesen.
Daher war schon deutlich vor dem Anpfiff klar, dass der HSV gegen die Werkself einen neuen Kapitän benötigen würde. Schnell zeichnete sich ein teaminternes Duell zwischen Daniel Heuer Fernandes und Nicolai Remberg ab.

Foto: Getty Images
Letztlich entschied sich Cheftrainer Merlin Polzin für Remberg. Der im vergangenen Sommer von Holstein Kiel verpflichtete Mittelfeldmann trug erstmals die HSV-Binde und belohnte sich damit für eine starke Debütsaison in blau, weiß und schwarz.
Aber warum fiel die Wahl auf Remberg und nicht auf Heuer Fernandes? Immerhin steht der Deutsch-Portugiese seit 2019 im Volkspark unter Vertrag? „Für mich ist wichtig, dass der Kapitän als Ansprechpartner für den Schiedsrichter und in der Mitte des Spielfelds aktiv ist“, erklärte Polzin vor Anpfiff im Sky-Interview. Diese Entscheidung sei für Heuer Fernandes „völlig nachvollziehbar“ gewesen.
Doch es half alles nichts: Gegen die Werkself kassierte der HSV eine insgesamt verdiente 0:1-Niederlage. An der Leistung von Aushilfskapitän Remberg lag das nicht. Der 25-Jährige beackerte das Mittelfeld-Zentrum wie gewohnt unermüdlich, gewann acht Zweikämpfe und fing starke fünf Bälle ab. Seinen Frust über die zweite Pleite in Serie schmälerte das nicht. „Wir waren nicht wirklich gefährlich und haben uns nicht an unseren Plan gehalten“, kritisierte er im Anschluss. „Leverkusen war heute schon besser und hat verdient gewonnen.“
Und trotzdem: Als Remberg von Sky-Reporter Patrick Wasserziehr auf die Binde an seinem Arm angesprochen wurde, geriet er regelrecht ins Schwärmen: „Es ist eine absolute Ehre. Hätte man mir das gesagt, als ich noch ein kleiner Junge war, hätte ich das nicht geglaubt. Mir bedeutet das unglaublich viel.“









































