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·16 Juli 2026

FC Erzgebirge Aue: Aufbruch in ein neues Zeitalter

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Der FC Erzgebirge Aue, am Sonntag (19.7.) Testspiel-Gegner des FC Schalke 04, stellt sich nach seinem Drittliga-Abstieg aktuell neu auf. Unter Chef-Trainer Khvicha Shubitidze tritt der Club in der kommenden Saison erstmals in Liga vier an. Mit einem völlig veränderten Gesicht wollen die Veilchen die Herausforderung Regionalliga Nordost meistern – und bestenfalls sofort wieder zurück nach oben.

Der 24. April 2026 glich im Lößnitztal einer Zäsur: Der FC Erzgebirge Aue stand nach einem 2:2 gegen den SV Wehen Wiesbaden endgültig als Absteiger aus der 3. Liga fest. Das bis dahin gesamte Jahr war der Kumpelverein sieglos, mit Jens Härtel und Christoph Dabrowski zwei Übungsleitern sowie mit Matthias Heidrich und Michael Tarnat zwei Sport-Geschäftsführern innerhalb einer Saison schon Geschichte. Eine Ära im Profifußball nahm nach 80 Jahren ihr Ende.


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Chef-Coach Nummer drei, Khvicha Shubitidze, ging in letzter Konsequenz den Gang mit runter und richtete trotz aller Enttäuschung im Moment des Scheiterns aufmunternde Worte an die Fans des FCE: „Wir müssen es erstmal verdauen. Aber wir kommen wieder, darum geht’s.“ Der Georgier selbst packt dabei fleißig mit an, er bleibt auch in der Regionalliga Nordost in der Verantwortung für die Sachsen.

Ansonsten aber hat sich das Gesicht der Veilchen fast um 180 Grad gewandelt – über 40 Transferbewegungen in diesem Sommer zeugen von einem rigorosen Neustart. Allen voran Torwartikone Martin Männel steht jedoch weiterhin für Konstanz im Erzgebirge, der 38-Jährige bleibt dem dreifachen DDR-Meister ein weiteres Jahr zwischen den Pfosten erhalten. Gleiches gilt für den wiederernannten Kapitän und Angriffsmittelpunkt Marcel Bär.

Mit den beiden Säulen im Kader beginnt das Kapitel in der Viertklassigkeit für Aue bereits am 25. Juli mit einem Heimspiel gegen die VSG Altglienicke. Die Berliner zählen ebenso wie die Shubitidze-Elf zu den Favoriten der Runde. Trotz einer durchaus erfolgreichen Vorbereitung mit vier Testspielsiegen will der Trainer zum Auftakt zunächst Demut bewahren: „Wir machen erst mal unsere Hausaufgaben und legen hier den Grundstein für was Langfristiges.“

Ausgerechnet die Spielzeit 2026/2027 in der Regionalliga Nordost wird aber auch dadurch noch mal reizvoller, da der Meister anders als in den vergangenen Jahren diesmal direkt aufsteigt. Ein Schicksal wie Konkurrent 1. FC Lokomotive Leipzig, der als Meister zweimal in Folge in den Relegationsspielen scheiterte, wird dem kommenden Erstplatzierten nicht zuteil.

„Wir werden auch viel versuchen“, verspricht deshalb Shubitidze. „Im Endeffekt habe ich das schon oft intern gesagt und sage es jetzt auch offen: Irgendjemand muss ja aufsteigen. Und warum nicht Aue?“ Um möglicherweise direkt oben anzuklopfen, spricht der frühere Nachwuchsleiter von „alten Tugenden“, die im Erzgebirge wieder spürbar werden sollen: „Leidenschaft, Herz und Vollgasfußball“.

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