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·31 Maret 2026
FIFA Chef Infantino hält an Irans WM 2026 Teilnahme fest & besucht umstrittenes Testspiel

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FIFA-Chef Gianni Infantino hat bei einem unangekündigten Besuch des Testspiels Iran gegen Costa Rica in Antalya erneut versichert, dass der Iran an der WM im Sommer teilnehme. Das Freundschaftsspiel in der Türkei endete 5:0 für den Iran, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete. Infantino sprach in der Halbzeitpause persönlich mit Spielern und Trainer und betonte, dass alles in Ordnung sei. Gleichzeitig verteidigte er die FIFA-Position zu Austragungsorten und betonte, es gebe nur einen Plan für das Turnier, das vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Mexiko und Kanada stattfindet.

FIFA-Präsident Gianni Infantino winkt den Zuschauern beim WM-Qualifikations-Playoff-Spiel zwischen Neukaledonien und Jamaika am 26. März 2026 im Guadalajara-Stadion in Zapopan, Mexiko. Simon Barber / Getty Images
Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete, tauchte der Chef des Fußball-Weltverbandes am Dienstag unangekündigt bei der Partie in Antalya zwischen dem iranischen Nationalteam und Costa Rica auf. Das Testspiel endete mit 5:0 zugunsten des Iran. Infantino nutzte die Präsenz vor Ort, um Augenzeugen-Informationen zur Mannschaftslage zu sammeln und mit Teamvertretern zu sprechen.
In der Halbzeitpause sagte Infantino: „Der Iran wird bei der Weltmeisterschaft dabei sein. Dafür sind wir hier. Wir freuen uns, denn es ist eine sehr, sehr starke Mannschaft, ich bin sehr glücklich“. Darüber hinaus erklärte er: „Ich habe die Mannschaft gesehen, ich habe mit den Spielern und dem Trainer gesprochen, also ist alles in Ordnung.“ Diese Aussagen sollen offenbar Unsicherheiten bei Fans und Funktionären vor Ort entgegenwirken.
Mit Blick auf Berichte über mögliche Verlegungen ergänzte der FIFA-Chef: Die Spiele würden „dort stattfinden, wo sie laut Auslosung hingehören“. Bereits am Montag betonte Infantino im mexikanischen Fernsehen, dass es „keinen Plan B, C oder D“ gebe: „Es gibt Plan A.“ Damit stellte er die offizielle Linie der FIFA zur Durchführung des Turniers klar.
Der Krieg im Nahen Osten hatte zuletzt massive Zweifel an der Teilnahme Irans an dem Turnier in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) hervorgerufen. Infantino räumte ein, dass die politische Lage „sehr kompliziert“ sei, und signalisierte somit, dass die FIFA die Sicherheits- und Außenpolitischen Aspekte beobachtet. Dennoch hielt er an der bisherigen Planung und an der Startberechtigung des iranischen Teams fest.
Der FIFA-Chef, der ein enges Verhältnis zu US-Präsident Donald Trump pflegt, steht damit in einem politischen Kontext, der über reinen Sport hinausgeht. Trump hatte zuletzt widersprüchliche Signale gesendet: Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er, die Iraner seien willkommen, zugleich halte er es „nicht für angemessen, dass sie dort sind, im Hinblick auf ihr eigenes Leben und ihre Sicherheit“. Diese Aussagen stehen in direktem Kontrast zu Infantinos öffentlicher Zusicherung.
In der vergangenen Woche verbot der Iran seinen Nationalteams und Sportvereinen bis auf Weiteres, in Länder zu reisen, die als „feindlich“ gelten. Diese Regierungsanordnung erzeugte zusätzliche Unklarheit über mögliche Logistik- und Sicherheitsfragen rund um den WM-Auftritt der iranischen Mannschaft. Die Anweisung bleibt nach aktuellen Angaben weiterhin bestehen und beeinflusst die Organisation der Teams.
Der Iran soll beim Turnier im Sommer in der Vorrunde in Los Angeles gegen Neuseeland und Belgien antreten, danach in Seattle gegen Ägypten. Das WM-Quartier der Mannschaft wurde in Tucson/Arizona gebucht. Eine Verlegung der iranischen WM-Spiele nach Mexiko ist für die FIFA kein Thema.









































