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·31 Maret 2026
FIFA testet "Tageslicht"-Abseits in Kanada

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Die Canadian Premier League startet am 4. April einen Testlauf zur neuen Abseitsregel. Ein Spieler steht nur im Abseits, wenn er sich vollständig hinter dem vorletzten Verteidiger befindet.
Die FIFA treibt ihre Pläne für eine Abseits-Revolution im Profifußball in Kanada weiter voran. In Zusammenarbeit mit dem Weltverband wird die Canadian Premier League (CPL) zu Beginn ihrer Saison am 4. April einen Testlauf zum sogenannten "Tageslicht-Abseits" starten. Die FIFA erhofft sich unter anderem, dass eine Weiterentwicklung für mehr Tore sorgt.
"Dies ist ein wichtiges Pilotprojekt", sagte FIFA-Direktor Arsène Wenger, der diesen Plan bereits seit Jahren verfolgt: "Indem wir diese neue Auslegung in einem professionellen Wettbewerb testen, können wir ihre Auswirkungen besser verstehen, unter anderem im Hinblick auf mehr Klarheit und einen flüssigeren Spielverlauf sowie die Förderung des Angriffsspiels."
Der neue Ansatz besagt: Ein Spieler steht nicht im Abseits, wenn sich noch ein Körperteil, mit dem ein Tor erzielt werden darf, auf einer Linie mit dem vorletzten Verteidiger befindet. Der Spieler steht nur dann im Abseits, wenn zwischen ihm und dem Verteidiger eine Lücke ("Tageslicht") besteht, der Spieler muss sich also vollständig hinter dem vorletzten Gegner befinden. Etwa in der Bundesliga hatten die viel diskutierten Millimeter-Entscheidungen durch die halbautomatische Abseitstechnologie zuletzt im Fokus gestanden.
Schon Ende des vergangenen Jahres hatte FIFA-Präsident Gianni Infantino abermals eine Weiterentwicklung der Abseitsregel ins Spiel gebracht. Ziel sei es, den Fußball "offensiver und attraktiver" zu gestalten, sagte der Schweizer. Die Regelhüter des International Football Association Board (IFAB) entschieden zuletzt bei ihrer Jahreshauptversammlung im Februar aber, zunächst einmal "die laufenden Versuche in Bezug auf Abseits fortzusetzen".
In der höchsten kanadischen Liga wird zudem ein neues Challenge-System als Erweiterung zum Video-Assistenten (VAR) getestet. Die Trainer erhalten dabei eine begrenzte Anzahl an Überprüfungsanträgen, nicht alle spielentscheidenden Szenen werden automatisch überprüft. Der Vierte Offizielle prüft jedoch weiter jedes Tor auf mögliche Verstöße der angreifenden Mannschaft im Vorfeld.









































