liga3-online.de
·22 Mei 2026
"Finaltag der Amateure": Das sind die Partien der Drittligisten

In partnership with
Yahoo sportsliga3-online.de
·22 Mei 2026

Wenn am Samstag der "Finaltag der Amateure" ausgetragen wird, sind auch zehn Drittligisten der Saison 2025/26 dabei. liga3-online.de gibt einen Überblick über die Partien.

Anders als in den letzten beiden Spielzeiten hatte der SV Waldhof den Klassenerhalt dieses Mal frühzeitig unter Dach und Fach. Doch anstatt, dass die Buwe anschließend befreit aufspielten, war ein deutlicher Spannungsabfall zu merken. So verabschiedete sich der SVW mit nur einem Sieg aus den letzten acht Spielen und einer herben 1:5-Pleite in Ingolstadt aus der Saison. Trainer Luc Holtz stellte anschließend die Charakterfrage – und wird den Verein nach dem Spiel wohl verlassen. Ein Nachfolger scheint mit Orest Shala aber bereits gefunden.
Im Duell mit dem fünftklassigen Stadtrivalen sind die Waldhöfer der klare Favorit, zumal im heimischen Carl-Benz-Stadion gespielt wird. Angesichts der frühen Anstoßzeit um 11:30 Uhr hat der SVW die Partie als "El Frühstücko" betitelt. Über 14.000 Karten sind bereits verkauft, sodass eine stimmungsvolle Kulisse erwartet wird. Für den Waldhof wäre es der siebte Landespokal-Titel der Vereinsgeschichte und der erste seit 2022. Genauso lange waren die Mannheimer auch nicht mehr im DFB-Pokal vertreten.
Spielort: Carl-Benz-Stadion, Mannheim

Nach dem Aufstieg am Samstag und dem Empfang am Sonntag ging es für die Mannschaft am Montag nach Mallorca – allerdings ohne Trainer Claus-Dieter Wollitz, der auch das Pokalspiel aufgrund einer schon länger geplanten Operation an der Schulter verpassen wird. Co-Trainer Tobias Röder wird den 60-Jährigen an der Seitenlinie vertreten – und erstmal schauen müssen, wer nach dem Party-Marathon überhaupt spielfähig ist.
Da auch der Tabellenachte der NOFV Oberliga-Süd durch den Aufstieg der Cottbuser bereits für den DFB-Pokal qualifiziert ist, hat die Partie aus sportlicher Sicht keinen großen Wert mehr. Dennoch wollen sich die Lausitzer die Saison natürlich mit dem Pokalsieg krönen. Es wäre bei der 13. Teilnahme am Finale der 13. Titel für den amtierenden Rekordmeister, der letztes Jahr im Halbfinale ausgeschieden war.
Spielort: LEAG Energie Stadion, Cottbus

Mit Schützenhilfe hätte die Kogge ihr Ticket für den DFB-Pokal bereits am vergangenen Samstag lösen können. Diese blieb jedoch aus, sodass Hansa nun den Landespokal gewinnen muss, um auch in der nächsten Saison wieder im DFB-Pokal vertreten zu sein. Auf dem Papier hat Hansa die einfachste Aufgabe aller Klubs, handelt es sich beim SV Pastow doch um einen Klub aus der 6. Liga. Damit sind die Blau-Weißen der tiefklassigste Verein am "Finaltag der Amateure".
Sollte die Kogge ihrer Favoritenrolle gerecht werden, wäre es bei der elften Teilnahme am Landespokalfinale der neunte Titel. Nur 2013 war Hansa gescheitert, während der Pokal-Wettbewerb 2021 wegen der Corona-Pandemie abgebrochen worden war. Bereits im letzten Jahr traf der FCH im Endspiel auf Pastow – und setzte sich mit 7:0 durch.
Spielort: Volksstadion, Greifswald

Bevor sich Fortuna und Viktoria in der kommenden Saison erstmals in der 3. Liga gegenüberstehen, kommt es im Landespokal zum direkten Aufeinandertreffen. Während die Fortuna mit der Aufstiegseuphorie in das Derby geht, konnte die Viktoria im Endspurt der Saison nur eine von fünf Partien gewinnen. Dennoch sind die Höhenberger der leichte Favorit, konnten sie von bislang elf Spielen gegen die Fortuna doch sechs gewinnen – darunter auch die bisherigen Aufeinandertreffen im Pokalfinale 2016 und 2022. Generell ging die Viktoria bei sieben Teilnahmen am Endspiel stets als Gewinner vom Platz.
Nur einmal musste sich die Mannschaft von der Schäl Sick im Landespokal bislang gegen den Stadtrivalen geschlagen geben, das war im März 2019. Eine Bilanz, die die Fortuna unbedingt aufbessern will. "Der Weg war zu steinig, um jetzt hier nachzulassen. Und wir wissen auch, was ein Pokalsieg in dieser Konstellation unseren Fans bedeuten würde", sagte Stürmer Enzo Wirtz zuletzt im Interview mit liga3-online.de.
Spielort: Sportpark Höhenberg, Köln

Zwar ist der FC Erzgebirge Aue erstmals in seiner Vereinsgeschichte in die Regionalliga abgestiegen, doch aufgetreten wie ein Absteiger sind die Sachsen zuletzt nicht. Aus den acht Partien unter Trainer Khvicha Shubitidze gab es drei Siege und vier Unentschieden, nur einmal musste sich Aue geschlagen geben. Entsprechend gehen die Veilchen trotz des Abstiegs mit Rückenwind in das Duell, das bereits zum 81. Mal ausgetragen wird. 39 Mal verließ Aue den Platz anschließend als Sieger, Zwickau kommt nur auf 24 Siege.
Im Landespokal ist der FCE gegen die Schwäne sogar noch ungeschlagen, auch das letzte Finale im Mai 2016 ging an Aue. Für die Veilchen wäre es bei der 12. Finalteilnahme der fünfte Titel und er erste nach 2016, nachdem der FCE sowohl 2024 als auch 2025 im Endspiel unterlag. Zwickau konnte den Landespokal in sechs Endspielen noch nie gewinnen.
Spielort: GGZ Arena, Zwickau

Die Saison als Aufsteiger auf Tabellenplatz vier zu beenden, ist eigentlich aller Ehren wert, doch bei den Zebras überwiegt nach der denkbar knapp verpassten Relegation die Enttäuschung. Nur zwei Punkte fehlten zu Platz 2. Da die Meidericher als Tabellenvierter bereits für den DFB-Pokal qualifiziert ist, kommz dem Pokalfinale gegen den SC St. Tönis nur noch eine Nebenrolle zu. Dennoch will sich der MSV natürlich mit einem Sieg von seinen Fans verabschieden und zudem zuhause weiter ungeschlagen bleiben.
Für die Zebras ist es erst die sechste Teilnahme am Finale, gewinnen konnte Duisburg den Pokal bislang nur dreimal – zuletzt 2017. Eine Bilanz, die gegen den Oberligisten nun aufgebessert werden soll. Zumal sich die Meidericher schon im letzten Jahr geschlagen geben musste, damals im Derby gegen Rot-Weiss Essen.
Spielort: Schauinsland-Reisen-Arena, Duisburg

Auch das Endspiel im bayerischen Pokal hat nur noch einen geringen sportlichen Stellenwert. Da sich die Würzburger Kickers als Tabellenzweiter in der Regionalliga Bayern die bayerische Amateurmeisterschaft sichern konnten, sind sie bereits für den DFB-Pokal qualifiziert – und damit auch der TSV 1860, der die Saison auf einem enttäuschenden achten Tabellenplatz beendet hat. Dabei waren die Löwen vor der Saison als Top-Favorit gehandelt worden.
Mit einem Sieg im Landespokal-Finale, das die Löwen erstmals seit 2020 wieder erreichen konnten, würde 1860 die Spielzeit zumindest noch mit einem Titel beenden. Und die Chancen dürften gar nicht schlecht stehen, da der Fokus der Kickers bereits auf den Aufstiegsspielen gegen Lok Leipzig am 28. Mai und 1. Juni liegen wird.
Spielort: Akon Arena, Würzburg

Mit dem Aufstieg wurde es für den SC Verl trotz spielerischer Dominanz in den meisten Partien am Ende zwar doch nichts, dennoch bedeuten 64 Punkte die erfolgreichste Saison der Ostwestfalen im Profifußball. Im Duell mit den Sportfreunden Lotte, die in der Regionalliga West auf Platz 11 ins Ziel gekommen sind, soll die Spielzeit nun mit dem Landespokal-Gewinn gekrönt werden.
Nach 1992, 1999 und 2007 wäre es der vierte Landespokal-Titel für den Sportclub, der sich zuletzt dreimal in Folge im Endspiel geschlagen geben musste. Am Samstag soll es nun anders laufen, um erstmals nach sieben Jahren wieder das Ticket für den DFB-Pokal zu lösen und den scheidenden Spielern um Topscorer Berkan Taz einen würdigen Abschluss zu bescheren.
Spielort: Sportclub-Arena, Verl

Nach einer famosen Aufholjagd durfte der SVWW im Frühjahr wieder vom Aufstieg träumen, musste nach neun sieglosen Spielen aber abreißen lassen und kam letztlich als Neunter ins Ziel. Zum Abschluss der Saison gab es mit dem 2:0 gegen Hoffenheim II den ersten Sieg seit Anfang März, der für das Duell gegen die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz nochmal für neues Selbstvertrauen gesorgt haben dürfte.
Während der Tabellenzehnte der Regionalliga Südwest zum ersten Mal im Finale steht, ist der SVWW bereits zum 14. Mal dabei. Achtmal konnten die Rot-Schwarzen den Pokal bislang holen, darunter auch im letzten Jahr. Gelingt nun die Titel-Verteidigung?
Spielort: Stadion am Bieberer Berg, Offenbach

Eine völlig enttäuschende Saison endete für den 1. FC Saarbrücken mit einer 3:4-Niederlage gegen Hansa Rostock. Um die Spielzeit wenigstens halbwegs versöhnlich abzuschließen, muss nun unbedingt im Landespokal-Finale gegen den FC 08 Homburg gewonnen werden. Der FCS ist der Favorit, zumal die Blau-Schwarzen bislang 32 von 70 Duellen gewinnen konnten. Dennoch ist die Mannschaft von Trainer Argirios Giannikis gewarnt, scheiterte Saarbrücken in den letzten sechs Landespokalspielen doch dreimal gegen die Homburger. Darunter auch im letzten Jahr.
Mit zwölf Titeln ist der FCS der Rekordpokalsieger im Saarland, den letzten Titel gab es 2024. Homburg konnte den Pokal in 15 Finalteilnahmen bislang siebenmal in die Höhe recken. So auch im letzten Jahr, als im Saarbrücker Ludwigspark der FC Palatia Limbach besiegt werden konnte.
Spielort: Ludwigspark, Saarbrücken







































