Finanzbericht: Einnahmen getoppt, Verschuldungsgrad bei 0,0 | OneFootball

Finanzbericht: Einnahmen getoppt, Verschuldungsgrad bei 0,0 | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: REAL TOTAL

REAL TOTAL

·28 Juli 2026

Finanzbericht: Einnahmen getoppt, Verschuldungsgrad bei 0,0

Gambar artikel:Finanzbericht: Einnahmen getoppt, Verschuldungsgrad bei 0,0
Gambar artikel:Finanzbericht: Einnahmen getoppt, Verschuldungsgrad bei 0,0

Real Madrid bleibt der umsatzstärkste Fußballverein der Welt – Foto: Florencia Tan Jun/Getty Images

Gambar artikel:Finanzbericht: Einnahmen getoppt, Verschuldungsgrad bei 0,0

Real Madrid legt nach Saison Finanzen offen

MADRID. Die magische Marke im Jahr 2024 als nach wie vor einziger Klub des Weltfußballs geknackt – und es geht weiter bergauf. Real Madrid hat am Dienstagmittag seinen Finanzbericht zur abgelaufenen Saison 2025/26 öffentlich gemacht. Aus diesem geht unter anderem eine erneute Steigerung der Einnahmen auf stolze 1,221 Milliarden Euro hervor. Dabei handelt es sich nach den 1,185 Mrd. Euro aus 2025 um ein Plus von 3,1 Prozent.


Video OneFootball


Die Königlichen gewähren einen noch umfassenderen Einblick in ihre Zahlen. Und es sind Zahlen, die beeindrucken – obwohl die vergangene Spielzeit mit zwei verschlissenen Trainern (Xabi Alonso, Álvaro Arbeloa) und ohne eine einzige Trophäe hochgradig enttäuschend verlief. Real Madrid hat sich jedoch längst nicht nur sportlich an die Spitze dieses Sports befördert, sondern gleichermaßen auch wirtschaftlich. Die 48-monatige Schwächephase tat der Entwicklung keinen Abbruch.

Real Madrid: Höchste Einnahmen mit Marketing

Das Wachstum werde „hauptsächlich durch die vom Verein direkt betriebenen Geschäftsbereiche getragen: Die Stadioneinnahmen stiegen um elf Prozent und die Marketingeinnahmen um sechs Prozent, was auf die Verlängerung wichtiger Sponsoringverträge und die Gewinnung neuer Sponsoren zurückzuführen ist“. In dem Einnahme-Mix macht das Marketing mit 52 Prozent weiterhin den größten Teil aus, gefolgt von den generierten Erlösen im Estadio Santiago Bernabéu (41 Prozent) sowie Einnahmen durch Fernsehrechte und internationale Wettbewerbe (sieben Prozent).

Gambar artikel:Finanzbericht: Einnahmen getoppt, Verschuldungsgrad bei 0,0

Einnahmen-Entwicklung von Real Madrid – Grafik: Realmadrid.com

Bernabéu: Erlöse steigen, Kosten aber auch

Apropos Bernabéu: Die Modernisierung der Arena macht sich finanziell mehr und mehr bemerkbar. Im Vergleich zur letzten kompletten Saison vor dem Umbau (2018/19) sind die generierten Stadion-Einnahmen um 107 Prozent in die Höhe geschossen – von damals 175 auf nun 363 Millionen Euro. Gleichzeitig verschlingt der noch nicht zu 100 Prozent finalisierte Umbau allerdings weitere Kosten. Nachdem Real 2025 noch 1,347 Mrd. Euro als Endbetrag kalkuliert hatte, ist nun von 1,407 Mrd. Euro die Rede – ohne Einberechnung zurückzahlender Zinsen durch Kredite. Die Merengues tilgen den anfänglich 575 Mio. Euro hohen und im Laufe der Zeit stetig gewachsenen Kredit seit dem Sommer 2023 mit rund 15 Mio. Euro per annum.

Einnahmen der letzten 15 Jahre

  • 2026: 1,221 Milliarden Euro
  • 2025: 1,185 Milliarden Euro
  • 2024: 1,073 Milliarden Euro
  • 2023: 843,0 Millionen Euro
  • 2022: 721,5 Millionen Euro
  • 2021: 653,0 Millionen Euro
  • 2020: 714,9 Millionen Euro
  • 2019: 757,3 Millionen Euro
  • 2018: 750,9 Millionen Euro
  • 2017: 674,6 Millionen Euro
  • 2016: 620,1 Millionen Euro
  • 2015: 577,0 Millionen Euro
  • 2014: 549,5 Millionen Euro
  • 2013: 518,9 Millionen Euro
  • 2012: 512,6 Millionen Euro
  • 2011: 480,0 Millionen Euro

Gewinn und Nettovermögen wachsen

Unterdessen verzeichnet Real mit 26,3 Mio. Euro auch im 26. Jahr in Folge einen Gewinn nach Steuerabgaben. Das sind acht Prozent mehr als im Vorjahr. Selbst die Corona-Pandemie sorgte für keine Verluste. Nach oben geht es auch in puncto Nettovermögen. Es wuchs erneut an, diesmal von 598,3 auf 624,4 Mio. Euro.

Gambar artikel:Finanzbericht: Einnahmen getoppt, Verschuldungsgrad bei 0,0

Nettovermögen im Laufe der Jahre – Grafik: Realmadrid.com

Finanzen von Real Madrid: Kassenbestand sinkt

Reals Kassenbestand erfährt hingegen wieder einen Rückgang. Nach 401,5 Mio. Euro im Jahr 2022 war er 2023 ungefähr auf sein vorheriges Niveau zurückgekehrt: 2021 waren es 122, 2023 dann 128,2 Mio. Euro, schließlich 82 Mio. Euro und zuletzt mit 165,7 Mio. Euro rund doppelt so viel. Die neueste Zahl: 82,8 Mio. Euro.

Warum dieses zwischenzeitliche Hoch des Kassenbestands? Durch den geschlossenen Bernabéu-Deal mit der Investmentfirma Sixth Street und dem für die Organisation von Großveranstaltungen spezialisierten Unternehmen Legends wurden Kapitalgewinne veräußert, womit die Madrilenen über eine derart prallere Kasse verfügten. Das diente dazu, die Verluste durch die Corona-Pandemie größtenteils zu decken.

Als Maßnahme in der damaligen Krisenzeit diente auch die zwischenzeitliche Senkung der Spielergehälter um jeweils zehn Prozent. Diese machen in der Summe nämlich einiges aus. Nach aktuellem Stand machen die Ausgaben für Personalkosten innerhalb des Klubs – also auch weit über den Profi-Kader hinaus – 46 Prozent der Einnahmen aus. Das sind 618 Millionen Euro. Real bewegt sich damit in einem gesunden Bereich. Vergangenes Jahr waren es noch 43 Prozent, das war der beste Wert in diesem Jahrtausend.

Real Madrid: Finanzlage 2026 kompakt

  • Einnahmen: 1,221 Milliarden Euro (+ 3,1 %)
  • Gewinn: 26,3 Millionen Euro (+ 8 %)
  • Kassenbestand: 82,8 Millionen Euro (- 50 %)
  • Nettovermögen: 624,4 Millionen Euro (+ 4,4 %)
  • Nettoverschuldung: 8,7 Millionen Euro (- 25,6 %)
  • EBITDA: 287,4 Millionen Euro (+ 18 %)
  • Verschuldungsgrad: 0,0x

So sieht es mit den Schulden aus

Und was ist mit den Schulden, mit denen Real immer wieder in Verbindung gebracht wird? Die Nettoverschuldung liegt nach 11,7 Mio. Euro im Jahr 2025 nur noch bei neun Mio. Euro. Der Verschuldungsgrad liege bei 0,0, teilt der Verein mit. Das stehe „für eine maximale finanzielle Stabilität und Unabhängigkeit“. Darüber hinaus stünden „ungenutzte Kreditlinien in Höhe von 475 Millionen Euro zur Verfügung“.

Hinsichtlich der Nettoverschuldung stand in der Bilanz in den Jahren 2022 und 2023 jeweils noch eine negative Zahl. Verzeichnet wurden -263,1 Mio. Euro und -46,7 Mio. Euro. Anders formuliert: Man war 263,1 respektive 46,7 Mio. Euro von einer Nettoverschuldung entfernt. 2024 waren es schließlich acht Mio. Euro, woraufhin der Betrag wieder stieg und sich jetzt in einem ähnlichen Bereich befindet wie 2025.

Gambar artikel:Finanzbericht: Einnahmen getoppt, Verschuldungsgrad bei 0,0

Nettoverschuldung im Laufe der Jahre – Grafik: Realmadrid.com

Im Geschäftsjahr 2025/26 zahlte der prestigeträchtigste Fußballverein der Welt 354,8 Mio. Euro an Steuer- und Sozialversicherungszahlungen. Das EBITDA – Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände – ist von 242,9 auf 287,4 Mio. Euro gestiegen.

Unter dem am 7. Juni wiedergewählten Präsidenten Florentino Pérez hat sich der 15-fache Europapokal-Gewinner seit 2000 nach und nach zu einer global mächtigen Institution entwickelt. Real fasst zusammen: „Die Zahlen bestätigen die Stärke des wirtschaftlichen Modells des Vereins, der in Bezug auf die Einnahmen weiterhin führend in der globalen Sportbranche ist. Der Verein verfügt über eine sehr starke Finanzlage. Die Kennzahl Nettoverschuldung zu EBITDA liegt bei 0,0 und entspricht damit der höchsten Bonitätsstufe aus Sicht von Kreditinstituten. Diese Zahlen unterstreichen die äußerst solide Vermögenslage und hohe finanzielle Stabilität, die Real Madrid trotz der Pandemie und der Einschränkungen während des Stadionumbaus erreicht hat.“

Gambar artikel:Finanzbericht: Einnahmen getoppt, Verschuldungsgrad bei 0,0

Personalkosten im Laufe der Jahre – Grafik: Realmadrid.com

Real Madrid – Neues Trikot 2026/27: Jetzt im Adidas-Onlineshop bestellen

Gambar artikel:Finanzbericht: Einnahmen getoppt, Verschuldungsgrad bei 0,0
Lihat jejak penerbit