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·17 April 2026
Frauen Nationalmannschaft in der WM 2026 Quali – Elisa Senß im Fokus

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Die deutsche Fußball-Nationalspielerin Elisa Senß ist im deutschen Mittelfeld der DFB-Frauen längst eine feste Größe – doch rund um ihre Zukunft beim Verein wird weiter spekuliert. Während über eine mögliche Ausstiegsklausel bei Eintracht Frankfurt, Interesse des FC Bayern und sogar aus England diskutiert wird, richtet die 28-Jährige den Blick auf die WM-Qualifikation und das schnelle Wiedersehen mit Österreich.

Elisa Senss betritt am 7. März 2026 in der Lyse Arena in Stavanger das Spielfeld vor dem WM-Qualifikationsspiel der deutschen Frauen-Nationalmannschaft gegen Norwegen für die FIFA Frauen-WM 2027. (Marius Nordnes / Nordnes Foto / Getty Images)
Im Nachgang des klaren 5:1 in Nürnberg trifft die Nationalmannschaft am Samstag um 18.00 Uhr in Ried erneut auf Österreich. Für Senß, die die verletzte Lena Oberdorf in deren zweitem Reha-Anlauf nach dem zweiten Kreuzbandriss längst als zentrale Stütze im DFB-Mittelfeld ersetzt hat, geht es dabei um den nächsten Schritt auf dem Weg Richtung WM-Titeljagd 2027 in Brasilien. Deutschland steht mit neun Punkten und 14:1 Toren voll auf Kurs in Richtung Gruppensieg und direktem Ticket für das Turnier.
Dass um ihre Person viel geredet wird, überrascht Senß nicht. „Was ich zu den Gerüchten sagen kann, ist, dass es mich tatsächlich nicht wundert“, sagte die Abräumerin des DFB-Teams und verwies darauf, dass sie ihre Leistung sowohl im Klub als auch in der Nationalmannschaft bringe: „Ich bringe meine Leistungen im Verein. Ich bringe meine Leistung bei der Nationalmannschaft.“ Gleichzeitig machte sie klar, wie hoch ihr eigener Anspruch ist: „Ich weiß“, betonte die 28-Jährige, „dass ich über die letzten Jahre noch mal einen Sprung gemacht habe, dass ich natürlich immer auf Top-Level performen will.“
Ihr Weg an die Spitze verlief ungewöhnlich. Bei der SGS Essen verdiente sich die 1,61 Meter große Mittelfeldspielerin ihr Geld neben dem Fußball noch als medizinische Fachangestellte. In der Unfallchirurgie der Uniklinik Essen bekam sie es mit „ziemlich heftige Dinge“ zu tun – darunter Fälle aus der Tumor-Orthopädie, Amputationen und Motorradunfälle. Die Doppelbelastung habe ihr inhaltlich „viel Spaß gemacht“, sagte Senß, weil sie „Menschen super gerne“ helfe.
Erst Ende 2023 schaffte sie als Vollzeitprofi mit 26 Jahren den Sprung in die Nationalmannschaft. Inzwischen stehen 33 Länderspiele zu Buche, im Zusammenspiel mit Sjoeke Nüsken genießt sie höchstes Ansehen. Dass ihre Rolle beim DFB so gewachsen ist, passt auch zu ihrem aggressiven Stil, der sie für England als naheliegende Option erscheinen lässt.
Laut Medienberichten könnte Senß Eintracht Frankfurt im Sommer für einen niedrigen sechsstelligen Betrag verlassen – ein Jahr vor Vertragsende. Auch deshalb halten sich die Gerüchte um einen Wechsel nach England hartnäckig. „Ich glaube, im Fußball kann alles ganz schnell gehen“, sagte sie dazu. Entscheidend sei für sie, dass sie international spielen könne.
Der Fokus liegt für Senß dennoch auf den Aufgaben mit der Eintracht und im Nationalteam. Frankfurt kämpft als Tabellendritter der Bundesliga noch um die Qualifikation für die Champions League, zugleich fordert Bundestrainer Christian Wück von ihr und dem Team im Offensivspiel weitere Fortschritte. Vor allem die „Passqualität“ und das „Spiel in den Räumen“ müssten besser werden, fand auch Senß, die nach der Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit des ersten Duells mit Österreich zwar einen klaren Schritt nach vorn sah, für das Rückspiel im Innkreis aber keinen Spaziergang erwartet: „Österreich wird sich defensiv positionieren“, sagte sie, „die werden zwei Busse vor der Abwehr parken.“
Langsung









































