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·30 Maret 2026
Fritz über knifflige Kaderplanung: Mehrere Komplikationen für Werder

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·30 Maret 2026

Über die letzten Wochen hat sich die tabellarische Ausgangslage von Werder Bremen immerhin ein bisschen verbessert. Die direkten Abstiegsplätze konnten vorerst verlassen und ein kleiner Vorsprung von vier Punkten auf den Relegationsplatz aufgebaut werden. Damit konnte der Klub von der Weser dem Abstiegskampf aber noch nicht entfliehen, sodass die Kaderplanung für die nächste Saison zweigleisig erfolgen muss.
"Wir sind am Markt und schauen, was umsetzbar ist. Wir bereiten uns aber natürlich auch auf den Worst-Case Abstieg vor. Es wäre grob fahrlässig, wenn wir das nicht tun würden", äußerte sich Clemens Fritz gegenüber der Bild zu diesem Szenario.
Allerdings gibt es noch weitere Faktoren, welche die Kaderplanung für Werder noch komplizierter machen, als sie es durch den noch offenen Klassenerhalt ohnehin schon ist. Die Bild zeichnet in einem entsprechenden Bericht eine sehr düstere Ausgangslage.
Dabei geht es beispielsweise um die verantwortlichen Personen. Johannes Jahns ist der zuständige Kaderplaner, der allerdings zum Saisonende gehen muss. Weil es aber noch immer keinen Nachfolger gibt, muss er sich um die neuen Spieler kümmern, obwohl seine Zeit abläuft.
Und natürlich ist auch das Geld ein prekäres Thema – vor allem in Verbindung mit der unsicheren Ligazugehörigkeit. Laut der Bild würden sich die Einnahmen für Werder im Abstiegsfall um rund 40 Millionen Euro verringern, was selbstverständlich einen großen Einfluss auf die möglichen Ausgaben hätte. Zugleich würde sich der Spieler-Etat von 40 auf nur noch 18 Millionen Euro reduzieren. Es wäre eine finanziell gänzlich andere Ausgangslage, die sich nicht nur um die ein oder andere Million unterscheiden würde, sondern eine komplett andere Herangehensweise erfordert.
Dafür würden natürlich auch die anvisierten Spielerverkäufe sorgen. Werder als Bundesligist kann selbstredend eine spürbar höhere Ablösesumme für Karim Coulibaly fordern, als im Abstiegsfall. Umgekehrt, also bei Neuverpflichtungen, bietet sich ein ähnliches Bild. Die Bremer können interessanten Spielern zurzeit nicht sagen, in welcher Liga sie spielen werden – was sich natürlich auch auf ihr zu erwartendes Gehalt und derartige Faktoren auswirkt.
"Natürlich gibt es Spieler, die erst mal abwarten wollen, in welcher Klasse wir in der kommenden Saison spielen. Insgesamt sind die Gespräche gut, aber es bleibt abzuwarten, wie sich die Kandidaten entscheiden", gestand Fritz diese Komplikationen ein.
Diese Ungewissheit gibt es aber natürlich nicht nur bei Werder, sondern bei allen Klubs, die noch vom Abstieg bedroht sind. Dennoch ergibt sich durch die weiteren Aspekte, wie etwa dem Bald-Abschied von Jahns oder auch der noch ungewissen Zukunft von Daniel Thioune als Cheftrainer, eine komplizierte Ausgangslage.
Klar ist also: Werder kann sich die Kaderplanung zumindest etwas erleichtern, wenn der Aufwärtstrend der vergangenen Spieltage weiter anhält und der Klassenerhalt mit jedem Spieltag wahrscheinlicher wird. Aus den letzten vier Partien wurden immerhin drei Siege geholt. Am kommenden Wochenende steht das Heimspiel gegen RB Leipzig auf dem Plan.









































