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·8 Juli 2026
Fußball WM heute: Pressestimmen zu Schweiz gegen Kolumbien nach dem Elfmeterkrimi

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Schweiz - Kolumbien1/8
Di 07.07. · 22:00 Uhr · ARD
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Die Schweiz hat sich im WM-Achtelfinale gegen Kolumbien mit dem denkbar knappsten Mittel durchgesetzt. Nach 120 torlosen Minuten vor 52.497 Zuschauern im BC Place von Vancouver stand es 0:0, im Elfmeterschießen behielt die Schweiz mit 4:3 die Nerven, Kolumbien scheidet aus dem Turnier aus. Den Ausschlag gab Torhüter Gregor Kobel, der den entscheidenden Versuch von Cucho Hernández hielt, während Rubén Vargas mit dem letzten Schweizer Elfmeter zum 4:3 vollstreckte. Wie sich die 120 torlosen Minuten und der Elfmeterkrimi im Detail entwickelten, steht in unserem Ergebnis-Artikel zum Spiel, hier geht es um die Reaktionen der Presse aus beiden Lagern.
Die Schweizer feiern nach dem Sieg im Elfmeterschiessen gegen Kolumbien mit den Fans im BC Place von Vancouver. Foto: David Ramos/Getty Images
Der Schweizer Blick feierte den Abend euphorisch. „Die Schweiz steht nach einem absoluten Krimi gegen Kolumbien im WM-Viertelfinal“, titelte das Blatt und machte Torhüter Gregor Kobel gemeinsam mit dem entscheidenden Schützen Rubén Vargas zu den Helden des Viertelfinal-Einzugs. Die Zeitung zeichnete beide als die Figuren nach, an denen der ganze Abend hing.
Auch die österreichische Kronen Zeitung blickte mit Wohlwollen auf das Nachbarland. „Kolumbien eliminiert, Schweizer WM-Märchen geht nach Elfer-Krimi weiter“, schrieb das Blatt und ordnete den Sieg als Fortsetzung einer Geschichte ein, die für die Eidgenossen offenbar noch nicht auserzählt ist.
In Kolumbien überwog die Ernüchterung. Caracol Radio brachte es mit der Zeile „Los penales volvieron a sepultar las esperanzas de la Selección Colombia“ auf den Punkt, zu Deutsch „Die Elfmeter begruben erneut die Hoffnungen der kolumbianischen Nationalmannschaft“. Der Sender sah sein Team nach einem ausgeglichenen Spiel erneut am Elfmeterschießen scheitern und die WM-Hoffnungen begraben.
El Tiempo blieb sachlicher und beschrieb schlicht, wie die Schweiz nach den torlosen 120 Minuten im dramatischen Elfmeterschießen den kolumbianischen WM-Traum beendete. „Suiza acabó este martes con el sueño mundialista de Colombia tras imponerse 4-3 en una dramática tanda de penaltis“, so die Schlagzeile, auf Deutsch „Die Schweiz beendete den WM-Traum Kolumbiens mit einem 4:3 im dramatischen Elfmeterschießen“.
Persönlicher wurde es bei Infobae, das den kolumbianischen Nationalspieler Jhon Arias zitierte. „Ya está bueno quedarnos siempre ahí, en la víspera“, auf Deutsch „Es reicht langsam, immer kurz vor dem Ziel hängenzubleiben“. Das Portal berichtete, wie sich Arias nach dem Ausscheiden entschuldigte und seinem Frust darüber Luft machte, dass seine Mannschaft wieder kurz vor dem großen Wurf gescheitert ist. Native Social-Media-Reaktionen wie der Verbandstweet des kolumbianischen Verbands FCF und kolumbianische Fan-Memes waren für uns nicht direkt abrufbar, sie ließen sich nur über die Berichterstattung von Caracol Radio und El Tiempo nachvollziehen.
In einem Punkt treffen sich alle Stimmen. Sowohl die Schweizer und österreichischen als auch die kolumbianischen Medien beschreiben das Spiel als engen, torlosen Kampf, der erst im Elfmeterschießen entschieden wurde, niemand spricht von einem verdienten oder unverdienten Ausgang im offenen Spiel. Auseinander geht die Deutung erst bei der Einordnung danach. Während Blick und Kronen Zeitung den Moment als Bestätigung einer laufenden Erfolgsgeschichte lesen, ordnen Caracol Radio und die Stimme von Jhon Arias bei Infobae das Ausscheiden als eine weitere Wiederholung eines bekannten kolumbianischen Musters ein, in entscheidenden Momenten vom Punkt zu scheitern.







































