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·1 Mei 2026

"Geht mir tierisch auf den Sack": Koschinat ärgert das Schiri-Thema

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Aufgrund von zwei Niederlagen am Stück hat Rot-Weiss Essen den direkten Aufstiegsplatz aus der Hand gegeben. Dennoch hat die Mannschaft von Uwe Koschinat noch alle Chancen, zumal die beiden Konkurrenten um den Aufstieg an diesem Wochenende gegeneinander spielen. In einem "gefühlten Heimspiel" beim VfB Stuttgart II (Samstag, 16:30 Uhr) will der Revierklub vorlegen.

"Werden ein absolutes Heimspiel haben"

In Großaspach werden mindestens 2.250 RWE-Fans erwartet, um die Mannschaft von Uwe Koschinat mit ihrem Support wieder in die Spur zu bringen. Mit der Serie von sieben Siegen am Stück hatte sich der Revierklub bereits Platz 2 erobert, doch ärgerliche Rückschläge gegen Cottbus (3:5) und Saarbrücken (1:2) erfordern nun wieder ein maximales Ergebnis. "Dieses Stadion kann mit den entsprechenden Auswärtsfans echt eine Wucht entfachen. Deswegen sind wir fest davon überzeugt, dass wir ein absolutes Heimspiel haben werden", freute sich der RWE-Coach auf eine potentielle Heimkulisse in Baden-Württemberg. Entsprechend wird Essen die Partie auch mit maximalen Einsatz angehen.


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Allerdings warnte Koschinat davor, die U23 zu unterschätzen. "Sie haben souverän die Klasse gehalten und haben selbstredend eine ganz, ganz hohe Qualität mit ihren Talenten. Darunter sind sehr viele spielstarke Jungs, die mit Sicherheit im Bereich der beiden Bundesligen zukünftig auftauchen werden", ordnete der 54-Jährige die Personalsituation der jungen Stuttgarter ein. "Mit Hintergrund des Klassenerhalts werden sie jetzt auch eine gewisse Leichtigkeit ins Spiel bringen. (…) Insofern wird das eine große Herausforderung werden." Eine, bei der RWE auf Dickson Abiama und Franci Bouebari aufgrund von muskulären Problemen verzichten muss. Auch Ramien Safi und Klaus Gjasula werden wegen einer Gelbsperre fehlen – hinsichtlich einer Trainingsverletzung konnte Koschinat jedoch leichte Entwarnung bei Gjasula geben.

Koschinat will Wut in Energie umwandeln

Jetzt wird es darauf ankommen, was RWE auf den Platz bringt. Unter der Woche hatte Koschinat eine deutliche Veränderung in seiner Mannschaft wahrgenommen. "Die waren so angefressen und sauer", führte der RWE-Coach aus, dass der Ärger nach der Partie gegen Saarbrücken wesentlich größer war. Für Koschinats Geschmack genau der richtige Ansatz: "Du musst natürlich auch brutal enttäuscht sein, wenn du insgesamt 22 Mal auf das gegnerische Tor abfeuerst und am Ende nur einen Treffer erzielst." Die Wut wird RWE jetzt in Energie umwandeln wollen, um die Tatsache auszunutzen, dass sich Cottbus und Duisburg tags darauf im direkten Duell gegenseitig die Punkte abnehmen könnten.

Der Kampf zwischen Platz 2 und Platz 4 ist dabei komplett offen. "Wir sind angriffslustig und optimistisch, weil wir wissen, dass die Ausgangssituation hervorragend ist. Wir haben sehr viele Dinge in der eigenen Hand. (…) Deswegen heißt es, Woche für Woche für Woche da zu sein und abzuliefern. Das sind die entscheidenden Faktoren in der jetzigen Phase." Dazu wird sicherlich das nötige Matchglück gehören, aber auch ein gutes Händchen bei der Leistung des Schiedsrichter. Damit war RWE unter der Woche nicht zufrieden, wie Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer angeführt hatte.

"Die, die am lautesten schreien, bekommen recht"

Ein Punkt, der auch Koschinat zunehmend in Wallungen brachte. "Ich will das eigentlich nicht zum Thema machen, aber ich bin mittlerweile dazu gezwungen, weil es mir tierisch auf den Sack geht, dass diejenigen, die am lautesten schreien, permanent recht bekommen", ärgerte sich der 54-Jährige – und zog beispielsweise Energie Cottbus als Vergleich heran. "Wir sind keine Mannschaft, die irgendwo nachtritt. Die auf dem Feld permanent emotional an die grenze geht, die Rudelbildungen einleitet. Wir treten als Klub nie gegen einen Schiedsrichter nach. Und natürlich ist es dann ganz besonders bitter, wenn du gegen Mannschaften agierst, die genau das Gegenteil tun in ihrer Außendarstellung – und die dann auch noch recht bekommen."

Für den RWE-Coach habe das Thema daher einen "faden Beigeschmack und deswegen unterstützte Koschinat seinen Geschäftsführer deutlich darin, auf die Problematik aufmerksam zu machen. "Zu einer erfolgreichen Saison gehören am Ende eben auch gute Schiedsrichter-Entscheidungen dazu. (…) Wir haben uns als Traditionsverein mit großer Wucht bisher brutalst zurückgehalten, was Kommentare anging, weil wir immer gesagt haben, dass wir auf diese Dinge keinen Einfluss haben." Klar ist, dass RWE damit einen besonderen Fokus auf die Leistung der Schiedsrichter im Endspurt legt, damit am Ende auch ein möglichst nachvollziehbares Ergebnis in der Tabelle herauskommt.

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