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·23 Juli 2026

Gladbach als loyaler Trainerklub: Darf sich Polanski im Amt sicher fühlen?

Gambar artikel:Gladbach als loyaler Trainerklub: Darf sich Polanski im Amt sicher fühlen?

Bild: Maja Hitij/Getty Images

Borussia Mönchengladbach hat ein Herz für seine Trainer. Die Reißleine wurde zuletzt nur im Notfall gezogen.


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Es geht im Vergleich ein wenig unter, aber Borussia Mönchengladbach zählt in Sachen Trainer-Engagement zu den loyalsten und seriösesten Klubs der Bundesliga.

Jeder Trainer bekommt im Grunde seine Zeit und Chance. Borussia Mönchengladbach zeigt sich oft geduldig und loyal. Das ist nicht selbstverständlich in der Bundesliga – und natürlich kann man die Frage stellen, ob das in der Leistungsgesellschaft Bundesliga immer die richtige Vorgehensweise ist.

Gladbacher Trainerbilanz im Überblick

Dennoch wirkt die Trainerbilanz der letzten Jahre sehr solide:

Lucien Favre war über vier Jahre im Amt (2011 bis 2015) und wurde sogar mehrfach vom Klub vom Rücktritt abgehalten.

André Schubert musste die schwierige Nachfolge übernehmen, der Verein ging mit ihm durch Höhen und Tiefen. Immerhin war Schubert deutlich über 400 Tage im Amt.

Dieter Hecking brachte es auf 2,5 Jahre zwischen Dezember 2016 und Sommer 2019. Zwar war Hecking über seine Ablösung unzufrieden, aber sie erfolgte zum Beispiel erst mit dem Abschluss der Saison.

Marco Rose ging nach Dortmund

Marco Rose blieb zwei Jahre in Gladbach – und er hätte noch länger bleiben können, nahm jedoch das Angebot von Borussia Dortmund an.

Mit Adi Hütter und Daniel Farke blieben die Trainer zwar jeweils nur eine Saison. Aber auch hier zeigte Gladbach Geduld, denn beide hätten nach gewissen Krisen schon während der Saison entlassen werden können.

Und auch wenn Gerardo Seoane am Ende in Ungnade fiel, wurde er erst zum Start seiner dritten Spielzeit 2025/26 entlassen.

Seitdem ist Eugen Polanski am Zug. Zunächst als Interimscoach, dann erhielt er die Chance bis zum Saisonende als Chefcoach. In der Folge entschloss sich Borussia, auch darüber hinaus an Polanski festzuhalten.

Die Erwartungshaltung an Polanski und die Mannschaft ist klar: Es soll eine Leistungssteigerung erfolgen, der Abstiegskampf darf dieses Mal kein Thema sein.

Dennoch zeigt die Historie: Selbst wenn Polanski mit der Mannschaft noch einmal in ein Tief gerät, wäre es für Gladbach extrem untypisch, sofort die Reißleine zu ziehen.

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