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·9 Mei 2026

Gladbach sucht den neuen Favre

Gambar artikel:Gladbach sucht den neuen Favre

Welchen Trainer braucht Borussia Mönchengladbach in der neuen Saison?

Die Saison neigt sich dem Ende entgegen und Borussia Mönchengladbach steht erneut vor einer richtungsweisenden Trainerentscheidung. Laut der Rheinische Post wachsen auch intern die Zweifel an Eugen Polanski. Sollte Rouven Schröder einen geeigneten Trainer finden, der sowohl ihn als auch die Verantwortlichen überzeugt, dürfte das Kapitel Polanski trotz eines Vertrags bis 2028 nach nur knapp einem Jahr bereits beendet sein.

Gladbach fehlt die spielerische Entwicklung

In der neuesten Ausgabe von „Ligainsider“ wird analysiert, welchen Trainertyp Borussia Mönchengladbach benötigt, um in der kommenden Saison wieder erfolgreicher zu sein. Die Fohlen stehen aktuell zwar auf Tabellenplatz 11, dennoch war die Saison sowohl spielerisch als auch in der Entwicklung der Mannschaft insgesamt nicht zufriedenstellend. Gladbach stand über viele Jahre für variablen und offensiv ausgerichteten Fußball. Unter Eugen Polanski präsentiert sich Borussia hingegen meist destruktiv und defensiv orientiert.


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Allerdings hat dieser Ansatz zumindest kurzfristig für Stabilität gesorgt. In den vergangenen sieben Spielen verlor Gladbach lediglich eine Partie.

Polanski muss einen neuen Fußball präsentieren

Zur kommenden Saison soll am Borussia-Park wieder auf eine Viererkette umgestellt werden. Damit Polanski eine realistische Chance auf eine Weiterbeschäftigung besitzt, muss er Rouven Schröder und die Verantwortlichen davon überzeugen, dass er mit einem anderen System auch attraktiveren Offensivfußball spielen lassen kann.

Ohne eine klare neue Idee dürfte der 40-Jährige allerdings kaum noch Argumente auf seiner Seite haben.

Die Entwicklung junger Spieler bleibt ein Problem

Der größte Kritikpunkt an Polanski bleibt die fehlende Entwicklung vieler Spieler. Kaum ein Profi konnte sich in den vergangenen Monaten sichtbar steigern. Zwar gab Wael Mohya sein Bundesligadebüt, doch aufgrund der defensiven Ausrichtung fand der 17-Jährige kaum dauerhaft Platz in der Mannschaft. Ähnlich sieht die Situation bei Winterzugang Hugo Bolin aus. Der Schwede ließ seine Qualität mehrfach aufblitzen, wurde allerdings ebenfalls zum „Opfer“ des Systems.

Dabei sollen Spieler wie Mohya, Bolin, Fabio Chiarodia und Jens Castrop die Zukunft des Vereins prägen. Gerade deshalb braucht Gladbach einen Trainer, der junge Spieler entwickeln und ihnen gleichzeitig Vertrauen schenken kann.

Gladbach sucht wieder offensiven Fußball

Egal ob mit Polanski oder einem neuen Trainer: Borussia Mönchengladbach benötigt wieder eine klare spielerische Identität. Die Fans wünschen sich offensiven Fußball, Emotionalität und eine Mannschaft, die den Borussia-Weg verkörpert. Sollte sich der Verein gegen Eugen Polanski entscheiden, nennt Ligainsider bereits zwei äußerst spannende Kandidaten.

Tonda Eckert – das deutsche Trainertalent

Tonda Eckert gilt aktuell als eines der spannendsten deutschen Trainertalente. Der erst 33-Jährige trainiert seit November 2025 den FC Southampton und sorgt dort dafür, dass der Klub um den Aufstieg in die Premier League kämpft. Eckert setzt meist auf ein offensives 4-2-3-1-System. Southampton stellt mit 82 Treffern eine der gefährlichsten Offensiven der Liga.

Seinen Weg begann Eckert als Spielanalyst und arbeitete sich anschließend über verschiedene Co-Trainer-Stationen in der Jugend von 1. FC Köln, RB Salzburg, RB Leipzig und FC Bayern München nach oben. 2020 erhielt er den Co-Trainerposten beim Barnsley FC.

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Deutsches Trainertalent im Gladbach-Fokus – Photo by Julian Finney/Getty Images

Von 2022 bis 2025 arbeitete Eckert anschließend als Co-Trainer beim Genoa CFC und arbeitete dort unter anderem mit Patrick Vieira zusammen, ehe er 2025 zunächst die U21 von Southampton und später die Profimannschaft übernahm. Eckert wäre für Borussia Mönchengladbach womöglich ein echter Glücksgriff.

Ein Trainer mit internationaler Erfahrung, moderner Spielidee und dem Potenzial, eine Mannschaft langfristig zu entwickeln ähnlich wie einst Lucien Favre. Allerdings läuft sein Vertrag noch bis 2027. Sollte Southampton tatsächlich aufsteigen, dürfte es extrem schwer werden, ihn vom Projekt Gladbach zu überzeugen.

Jakob Poulsen – Danish Dynamite aus Aarhus

Als weiteren spannenden Kandidaten nennt Ligainsider Jakob Poulsen. Der 42-Jährige steht mit Aarhus GF kurz davor, erstmals seit über 40 Jahren die dänische Meisterschaft zu gewinnen. Poulsen lässt ein offensives 3-4-3-System spielen und schafft es trotz deutlich geringerer finanzieller Mittel, Vereine wie den FC Kopenhagen oder FC Midtjylland hinter sich zu lassen. Als Spieler absolvierte Poulsen 36 Länderspiele für Dänemark und spielte unter anderem für AS Monaco.

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Emotionaler Däne für Gladbach – Photo by Daniel Pockett/Getty Images

Auch bei Viborg FF überzeugte der Däne bereits als Trainer. Sollte Aarhus tatsächlich Meister werden, dürfte Poulsen im Sommer auf mehreren Wunschlisten stehen. Sein Vertrag läuft allerdings noch bis 2029, weshalb Borussia eine Ablösesumme zahlen müsste.

Gladbach braucht endlich einen langfristigen Plan

Borussia Mönchengladbach benötigt einen Trainer, der bereits gezeigt hat, dass er Mannschaften entwickeln und begeistern kann. Sowohl Eckert als auch Poulsen würden genau dieses Profil erfüllen. Vor allem Eckerts deutsche Sprache, seine moderne Spielidee und seine vergleichsweise kürzere Vertragslaufzeit könnten für Gladbach sprechen.

Klar ist allerdings auch: Ein Trainerwechsel macht nur dann Sinn, wenn dahinter eine klare Strategie steckt. Ein erneuter Schnellschuss ohne langfristigen Plan würde am Borussia-Park wohl erneut scheitern.

Glaubt ihr, dass Borussia Mönchengladbach ein solches Trainerprofil verpflichten kann? Schreibt es in die Kommentare!

🖊 Autor: Jan David Busch

📷 Photo by Leila Coker/Getty Images

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