FC Bayern München
·9 Juli 2026
Gnabry über seine Reha, seine Fortschritte und Comeback-Ziele

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·9 Juli 2026

Serge Gnabry spricht im Interview mit fcbayern.com über seinen Weg zurück auf den Platz, die mentale Herausforderung der täglichen Reha und die Freude über jeden kleinen Fortschritt. Besonders motiviert den 30-jährigen Angreifer des FC Bayern die Aussicht, wieder schmerzfrei mit der Mannschaft zu trainieren, Tore zu erzielen und diese Momente gemeinsam mit den Fans zu feiern.
Serge, wie läuft deine Reha aktuell – wie fühlst du dich? „Sehr gut, da ich von Einheit zu Einheit Fortschritte spüre. Das macht Spaß. Deshalb freue ich mich sehr, wieder auf dem Platz zu sein und arbeite sehr hart daran, so bald wie möglich wieder spielen zu können.“
Wie sieht so ein Reha-Tag an der Säbener Straße für dich aus? „Ich komme morgens um 8:45 Uhr oder um 10:30 Uhr ans Trainingsgelände. Dann gibt es einen kurzen Check beim Physio und beim Doktor: Wie hat der Körper auf das gestrige Training reagiert? Danach steht ein Warm-up-Programm an, Stabilisations- und Mobilisationsübungen - oft erst im Kraftraum, dann auf dem Platz. Je nach Einheit dauert das ungefähr eine halbe Stunde. Danach geht’s wieder rein: Mittagspause, Essen - und dann entweder direkt zur zweiten Einheit oder zum Physio. Da trainiere ich entweder Beinkraft oder den Oberkörper plus Ausdauer. Danach geht es – je nach Bedarf – nochmal zur Physiotherapie. Und dann bin ich so gegen 16:30 Uhr, 17 Uhr durch und es geht nach Hause.“
Das klingt schon deutlich anders als ein normaler Trainingstag mit der Mannschaft, bei dem ihr viel mit Ball arbeitet. Ist eine Reha mental manchmal schwierig? „Es macht natürlich viel mehr Spaß, mit der Mannschaft zu trainieren – das muss man schon sagen. Die Jungs fehlen mir, das Mannschaftstraining fehlt mir, die Intensität mit Ball fehlt mir. In der Reha geht es stark auf die Ausdauer, das ist nicht unbedingt der allergrößte Spaß, wie man sich vorstellen kann. Aber es ist enorm wichtig, um wieder spielen zu können. Es sind lange Tage, oft derselbe Ablauf mit vielen Wiederholungen, vielen Übungen… das ist ganz anders anstrengend.“
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Gibt es etwas, das dich durch diese langen Tage trägt? „Die Fortschritte Tag für Tag! Ich spüre, dass ich körperlich wieder in Topform komme. Ich habe wieder Bock, Dinge zu tun, die ich mir vor ein paar Wochen noch nicht zugetraut habe: Ich habe jetzt erste Passübungen gemacht. Oder seitliche Bewegungen – das war ja ein Auslöser meiner Verletzung. Solche Dinge baue ich jetzt wieder ein. Ich komme wieder auf Speed, ich laufe immer schneller – das sind alles Dinge, die mir ein sehr gutes Gefühl geben.“
Hast du einen Motivationstrick, der dir hilft, in diesen kräftezehrenden Einheiten immer alles zu geben? „Ja, viele Dinge. Ich halte mir immer wieder vor Augen: Das alles machst du dafür, dass du bald wieder spielen kannst. Du musst da heute durch. Du willst ja auch so fit wie möglich zurückkommen. Wenn du dann mal am Kämpfen bist, denkst du: Okay, komm, mach’s, zieh es durch, danach geht’s dir besser. Ich weiß ja, wofür ich das alles mache. Und wenn gar nichts mehr geht, freue ich mich auf den Abend: Okay, später kann ich chillen – jetzt aber hole ich noch einmal alles aus mir heraus!“
Abends chillen ist ein gutes Stichwort: Das Wetter in München ist gerade richtig sommerlich. Kannst du das trotz der Reha ein Stück weit genießen? „Oh ja, sehr sogar. Nach so einem langen Tag – normalerweise trainieren wir ja im Mannschaftstraining zirka eineinhalb bis zwei Stunden und haben keine Doppeleinheiten wie jetzt in der Reha – komme ich abends nach Hause, bin fix und fertig und freue mich einfach darauf, bei offenen Fenstern auf dem Sofa zu liegen. Oder auf der Terrasse mit Freunden zu sitzen, draußen zu essen – das kann ich gerade auf jeden Fall sehr genießen. Gutes Wetter in München gibt der Stadt auch einen sehr coolen Vibe, so könnte es immer sein, finde ich!“
Wenn du an dein Comeback denkst – gibt es einen speziellen Moment, auf den du dich besonders freust? „Ich freue mich einfach darauf, Fußball wieder richtig zu genießen, mit freiem Kopf aufspielen zu können. Ich konnte die ersten sieben Wochen so gut wie gar nichts machen – gerade da hat mir der Fußball extrem gefehlt. Deswegen kann ich es kaum erwarten, endlich wieder Fußball zu spielen, ein Tor zu schießen und das dann mit den Fans zu feiern - das ist als Stürmer immer das Allergrößte.“







































