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·15 Januari 2026
Goretzka-Abgang: Bayern prüft prominente Lösung für das Mittelfeld

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·15 Januari 2026

Beim FC Bayern stehen im kommenden Sommer tiefgreifende Entscheidungen an – insbesondere im zentralen Mittelfeld. Nach acht Jahren neigt sich die Zeit von Leon Goretzka beim Rekordmeister dem Ende entgegen. Der Vertrag des 30-Jährigen läuft aus, eine Verlängerung ist derzeit nicht in Sicht. Vielmehr deutet alles darauf hin, dass sich die Wege trennen werden. Ein Abschied, der sportlich wie strukturell eine Lücke reißt.
Goretzka hat das Bayern-Spiel über Jahre geprägt, mal als physisch dominanter Box-to-Box-Spieler, mal als taktisch angepasster Arbeiter im System. Sein Abgang zwingt die Münchner nun dazu, das Zentrum neu zu denken – sowohl kurzfristig als auch mit Blick auf die kommenden Jahre.
Mit Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic hat Vincent Kompany bereits eine neue Stammachse im Mittelfeld gefunden. Beide genießen großes Vertrauen, beide sind für das Spiel der Bayern essenziell. Dahinter ist die Situation jedoch offener, als es auf den ersten Blick scheint. Tom Bischof gilt intern als erster Backup und Perspektivspieler, während Konrad Laimer grundsätzlich ebenfalls wieder ins Zentrum rücken könnte. Der Österreicher hat sich zuletzt allerdings als Außenverteidiger festgespielt und dort neue Bedeutung erlangt.
Auch der Bayern-Campus rückt verstärkt in den Fokus. Mit David Santos Daiber wartet dort ein hochveranlagtes Talent auf seine Chance. Der Portugiese feierte gegen den 1. FC Heidenheim vor Weihnachten sein Profi-Debüt und gilt als langfristiges Projekt. Ähnliches gilt für Felipe Chávez, der in der Winter-Vorbereitung einen starken Eindruck hinterließ und beim 8:1 gegen den VfL Wolfsburg erstmals Bundesliga-Luft schnupperte. Chávez ist eher offensiv ausgerichtet, bringt aber Technik und Spielintelligenz mit, die im modernen Mittelfeld gefragt sind.
Die Bayern verfügen also über interne Lösungen – doch ob diese ausreichen, um den Verlust von Goretzka auf Topniveau zu kompensieren, ist offen.

Foto: IMAGO
Sollten sich die Verantwortlichen gegen eine rein interne Lösung entscheiden, könnte es im Sommer zu einem namhaften Neuzugang kommen. Der FC Bayern wird seit Wochen mit zahlreichen Mittelfeldspielern in Verbindung gebracht. Laut Sport BILD zählen Kennet Eichhorn von Hertha BSC, Nathan De Cat vom RSC Anderlecht und Zé Lucas von Sporting Recife zu konkreten Kandidaten.
Nun ist ein weiterer, deutlich prominenterer Name gefallen. Das britische Portal TEAMtalk bringt Bruno Guimarães von Newcastle United ins Spiel. Demnach sollen die Bayern den 28-jährigen Brasilianer intensiv beobachten. Guimarães gilt als kompletter Mittelfeldspieler, der sowohl als alleiniger Sechser als auch als Box-to-Box-Achter agieren kann. Seine Stärken liegen in der aggressiven Balleroberung, der Zweikampfhärte und einer sehr sauberen Passqualität. Dazu kommen Übersicht, Physis und eine hohe Spielintelligenz, die ihn sowohl defensiv als auch offensiv wertvoll machen.
Brisant ist vor allem ein Detail: Laut TEAMtalk verfügt Guimarães am Saisonende über eine Ausstiegsklausel in Höhe von rund 115 Millionen Euro. Eine Summe, die deutlich über seinem aktuellen Marktwert liegt, der von Transfermarkt auf 75 Millionen Euro taxiert wird. Es gilt als äußerst unwahrscheinlich, dass der FC Bayern bereit ist, für einen zentralen Mittelfeldspieler in diese finanziellen Dimensionen vorzustoßen – insbesondere angesichts der vorhandenen internen Optionen.
Hinzu kommt die Konkurrenz. Neben den Münchnern sollen auch Manchester City und Paris Saint-Germain Interesse an dem brasilianischen Nationalspieler zeigen. Ein Wettbieten mit der internationalen Elite passt derzeit kaum zur strategischen Ausrichtung der Bayern.
Fest steht: Der Abschied von Goretzka zwingt den FC Bayern zu einer Neuausrichtung im Zentrum. Ob diese über Eigengewächse, flexible Rollenverteilungen oder doch über einen großen externen Transfer führt, ist noch offen. Namen wie Guimarães zeigen jedoch, dass man an der Säbener Straße zumindest alle Optionen prüft – auch wenn nicht jede davon realistisch erscheint.









































