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·23 Juni 2026
Haaland unaufhaltsam: Norwegen schlägt Senegal

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·23 Juni 2026

In der wohl hochklassigsten Gruppe dieser Weltmeisterschaft trafen Norwegen und Senegal aufeinander. Im Vorfeld hieß es, dass beide Mannschaften hinter Frankreich Platz zwei unter sich ausmachen würden. Die Skandinavier gingen dank eines 3:2-Erfolgs als Sieger vom Feld und dürfen sich nach einer weiteren starken Leistung nun sogar Hoffnungen auf Platz eins machen.
Norwegen hatte zum WM-Auftakt den Außenseiter Irak überzeugend mit 4:1 besiegt. Anlass zu Wechseln in der Startelf gab es für Staale Solbakken daher nicht. Er vertraute erneut auf seine Achse um Martin Ödegaard und Erling Haaland.
Der Senegal hatte gegen Frankreich trotz einer starken ersten Halbzeit und zwischenzeitlich ansprechender Phasen am Ende mit 1:3 verloren. Dass Pape Thiaw mit der Leistung seiner Mannschaft dennoch nicht unzufrieden war, zeigte sich ebenfalls an der Aufstellung. Auch er verzichtete auf personelle Veränderungen.
Norwegen erwischte den besseren Start und kam früh nach einer Ecke zur ersten guten Gelegenheit. Ajer stieg am Fünfmeterraum hoch, scheiterte mit seinem Kopfball jedoch am stark reagierenden Mendy. Auch danach übernahmen die Skandinavier die Kontrolle und ließen ihre hohe individuelle Qualität immer wieder aufblitzen. Ein Schockmoment war die verletzungsbedingte Auswechslung von Julian Ryerson nach 13 Minuten. Der Außenverteidiger ist nach Nico Schlotterbeck damit bereits der nächste BVB-Akteur, den eine Verletzung ausbremst.
Senegal fand im Laufe der ersten Halbzeit zwar besser in die Partie und hatte phasenweise sogar etwas mehr Ballbesitz, wirklich zwingend wurde der Afrikameister aber nur selten. Ein paar gefährliche Ansätze über Sarr, Jackson oder Mane blieben letztlich Stückwerk.
Die beste Phase des Spiels begann in der Schlussviertelstunde. Zunächst vergab Ödegaard nach einer schönen Kombination über die rechte Seite inklusive Haaland-Ablage aus aussichtsreicher Position, kurz darauf belohnte sich Norwegen aber doch. Koulibaly leistete sich bei einem Steilpass an den eigenen Strafraum einen folgenschweren Fehler und spielte Marcus Pedersen den Ball direkt in die Füße. Der eingewechselte Rechtsverteidiger blieb aus halbrechter Position cool und traf im kurzen Eck zur Führung.
Norwegen hätte den Vorsprung vor der Pause sogar noch ausbauen müssen. Erst traf Haaland nach einem schweren Patzer von Mendy aus spitzem Winkel nur den Außenpfosten des leeren Tores, Sekunden später scheiterte er mit einem Kopfball erneut am Ex-Chelsea-Keeper. So blieb es zur Halbzeit beim 1:0 für die Skandinavier.
Norwegen wechselte zur Pause und brachte Berg für Aursnes. Keine drei Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als Ödegaard einen Konter mit viel Tempo führte und Haaland am Strafraum perfekt in Szene setzte. Der Stürmer blieb vor Mendy eiskalt und jagte den Ball mit links rechts oben in die Maschen.
Doch Senegal zeigte sich nicht geschlagen und lieferte sofort eine Reaktion. Die Afrikaner erhöhten nach dem Rückschlag das Risiko und belohnten sich prompt. Idrissa Gueye bediente Mane, der stark in den Lauf von Ismaila Sarr weiterleitete. Der Offensivspieler setzte sich im Laufduell durch und traf im Fallen sehenswert zum 1:2 ins rechte obere Eck.
Die Hoffnung der Senegalesen hielt jedoch nur kurz. Norwegen schlug fast im direkten Gegenzug zurück und profitierte erneut von einem schweren Fehler Koulibalys. Der Kapitän bekam den Ball im eigenen Strafraum nicht kontrolliert, Berg setzte nach, legte sich den Ball kurz zurecht und flankte in Richtung Haaland. Der Torjäger traf mit seinem schwächeren rechten Fuß über die Latte zum 3:1 und schnürte damit seinen Doppelpack.
Danach verlor Senegal zunehmend den Zugriff. Zwar versuchten die Afrikaner mit mehreren Wechseln und einzelnen Vorstößen über Mbaye oder Jackson noch einmal Druck aufzubauen, wirklich zwingend wurde es aber kaum noch. Norwegen verteidigte den Vorsprung souverän weg, blieb im Umschalten gefährlich und hatte die Partie spätestens nach der zweiten Trinkpause eigentlich komplett im Griff.
Doch sowohl Haaland als auch Bobb verpassten es, die Führung weiter auszubauen, sodass der Senegal in der neunminütigen Nachspielzeit noch einmal Hoffnung schöpfen konnte. Nach Vorlage von Jackson erzielte Sarr seinen zweiten Treffer des Tages. Für mehr reichte es in den Schlussminuten allerdings nicht mehr.
Somit können Haaland & Co. das Ticket für die Endrunde bereits buchen und spielen am Freitag in Boston gegen Frankreich um den Gruppensieg. Der Senegal hingegen muss zwingend gegen Irak gewinnen, um die Chance auf einen Platz der acht Gruppendritten aufrecht zu erhalten.







































