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·4 Juni 2026
Jakub Kaminski, Said El Mala und Co. – Der 1. FC Köln wird plötzlich zum Karriere-Booster

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Simon Bartsch
4 Juni, 2026
Jakub Kaminski, Said El Mala, Jahmai Simpson-Pusey – es gibt beim FC zahlreiche Akteure, die ihren Marktwert deutlich gesteigert und gleichzeitig die Tür zu höheren Sphären aufgestoßen haben. Möglicherweise eine neue Strategie.
Said El Mala, Jakub Kaminski und Jahmai Simpson-Pusey vom 1. FC Köln
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Um eine wirklich gute Nachricht zu verbreiten fehlte in der erfreulichen Meldung dann doch ein wichtiger Aspekt. „FC zieht Kaufoption für Jakub Kaminski“, hieß es Mittwochnachmittag vom Geißbockheim. Die Kölner haben nun also Nägel mit Köpfen gemacht und den Topspieler der abgelaufenen Saison fest unter Vertrag genommen. Nur ist das eben ein Teil der Wahrheit, der andere muss nicht eintreten, wird aber mit großer Wahrscheinlichkeit kommen. Denn „Kuba“ verfügt über eine Ausstiegsklausel. Nach polnischen Medien ist auch ein Premier-League-Club offenbar bereit, diese zu ziehen. Dann ist das Thema Kaminski in Köln keins mehr. Sportlich wäre das ein absoluter Verlust. Denn der Pole zeigte in dieser Spielzeit eine nicht annähernd so zu erwartende Entwicklung. Sie war so wenig zu erwarten, dass man zu Beginn der Spielzeit die 20-Millionen-Euro-Ablöse wohl mit einem Schulterzucken weggewischt hätte.
Nun aber wird sie real und in diesem Fall kann sich Thomas Kessler freuen, dass er den vierfachen Preis der Investition des vergangenen Sommers wieder reinholt. Aus Sicht des Geschäftsführers könnte man also beim Verkauf des Akteurs von einer Erfolgsgeschichte sprechen. Die Kölner holten einen Spieler, der in seinem alten Club nicht so richtig funktionieren wollte. Lukas Kwasniok päppelte seinen „besten Spieler“ auf, schenkte ihm Vertrauen, sprach das höchste Lob aus und brachte Kaminski damit wieder in die Spur. Mittlerweile wird der Marktwert auf 17 Millionen Euro eingeschätzt. Und ganz Köln würde den Polen gerne auch weiterhin in den eigenen Reihen sehen. Das wird wohl nicht das Fall sein. Denn – und da machte der 23-Jährige nie einen Hehl draus – der FC ist für Kaminski „nur“ eine Durchgangsstation. Das hört sich gemeiner an, als es ist. Doch „Kuba“ sprach immer davon, dass sein Traum der Weg in die Premier League sei.
Fakt ist, dass der FC für den Polen in dieser einen Spielzeit bereits ein unglaublicher Karriere-Booster war. Der Kölner Dauerbrenner hat sich für andere, für höhere Aufgaben empfohlen. „Seine Entwicklung und seine Leistungen sind gleichzeitig ein sehr gutes Beispiel dafür, dass der 1. FC Köln für ambitionierte Spieler eine hervorragende Adresse ist, um sich auf hohem Niveau weiterzuentwickeln und den nächsten Schritt in ihrer Karriere zu gehen“, wurde Kessler am Mittwoch zitiert. Und diese Aussage ist nun mal adaptierbar. Said El Mala kam als Drittliga-Spieler, wohlgemerkt für 300.000 Euro. Der Offensivspieler wird die Kölner im Sommer möglicherweise für 50 Millionen Euro verlassen, dann in die Premier League und immerhin als Spieler im Dunstkreis der A-Nationalmannschaft. Der 19-Jährige ist mittlerweile auf internationalem Niveau bekannt, die Liste der Interessenten lang. Auch bei dem Youngster ist der Abschied nur eine Frage der Zeit.
Andere Spieler wir Ragnar Ache und Sebastian Sebulonsen haben ihre Karrieren ebenfalls angekurbelt. Und das noch nicht einmal so deutlich wie Jahmai Simpson-Pusey. Der Innenverteidiger spielte bei Celtic überhaupt keine Rolle, wurde beim FC zum Stammspieler. Sollten die Kölner die kolportierten acht Millionen Euro für den Youngster bezahlen und ManCity dem Deal zustimmen, läge der geschätzte Marktwert ebenfalls eine Millionen Euro über dem Kaufpreis. Der FC ist auf der einen Seite also durchaus so etwas wie eine Durchgangsstation (auch für Rav van den Berg, der ebenfalls davon sprach, früher oder später in die Premier League wechseln zu wollen). Auf der anderen Seite senden die FC-Bosse aber ein sehr spannendes Zeichen. Der 1. FC Köln kann als eine Art Karriere-Sprungbrett oder Beschleuniger gesehen werden.
Die Kölner würden damit eine ähnliche Strategie einschlagen, wie Clubs wie Freiburg oder Mainz, die aktuell genau davon profitieren. Eine Abkehr vom Entwicklungsclub ist die aktuelle Situation aber sicher nicht. Denn es gibt zwei Wege, die Ausbildungsvereine in der Regel einschlagen. Den der eigenen Talente aus den NLZs und den über internationale Talente, die wiederum für größeres Geld verkauft werden. Gerade Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund sorgten in der Vergangenheit mit genau solchen Transfers a la Jude Bellingham, Erling Haaland oder Randal Kolo Muani für Furore und mächtig viel Umsatz. Dass der FC in Zukunft auch weiter auf seine eigenen Spieler setzen wird, steht wohl außer Frage. Außer Frage steht auch, dass die Kölner bei einem Kaminski-Abgang einen sportlichen Verlust hinnehmen müssen, der wirtschaftliche Erfolg ist für Köln wohl nachhaltiger.







































