MillernTon
·18 Maret 2026
„Jetzt geht es um die Wurst“

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FC St. Paulis Hauke Wahl über seine Teamkollegen, Philipp Treu und Abstiegskampf.Titelfoto: Stefan Groenveld
An diesem sonnigen Mittwoch wagte sich Hauke Wahl nach einer ausgelassenen Trainingseinheit erneut vor die Mikrofone der Medienrunde. Schön zu sehen war, dass Eric Smith ganz normal am Training teilnahm, nachdem er gestern nach einem Zusammenstoß das Training frühzeitig beendet hatte. Auch Andréas Hountondji nahm am kompletten Mannschaftstraining teil.
Hauke Wahl betonte, dass er froh sei, wenn alle auf dem Platz stehen können, machte sich um Eric Smith aber keine großen Sorgen. Zu Erics Wichtigkeit auf der Position im Zentrum oder auf der Sechs sagte er: „Ich glaube, dass Eric auf beiden Positionen einfach sehr wertvoll für uns ist. Im Zentrum kann er das Spiel ein bisschen mehr von hinten aus steuern und als Sechser ist er extrem zweikampfstark. Er kann da schön die Bälle von einer anderen Höhe bekommen und von da aus das Spiel leiten. So oder so ist er einfach ein sehr wichtiger Spieler für uns.“
Wer im Training fehlte, war Manos Saliakas, dessen Einsatz am Sonntag weiterhin fraglich ist. Für Hauke Wahl ist Saliakas ein „heißblütiger Grieche“, der wichtig für den Spielaufbau beim FC St. Pauli ist. Weiter führte er aus, dass Saliakas „immer wieder Lösungen findet, weil er immer wieder das Auge für die richtige Positionierung hat. Das macht er einfach extrem gut, deswegen hilft er immer, wenn er bei uns auf dem Platz steht, aber ob das jetzt für Sonntag reicht, das weiß ich nicht.„
Auch über Taichi Hara und Tomoya Andō verlor Hauke Wahl positive Worte in der Medienrunde, betonte dabei aber, dass Taichi Hara einen schweren Start hatte: „Er hat eine gewisse Größe, was uns helfen würde. Für ihn ist es natürlich auch nicht einfach. Ich glaube dass er wahrscheinlich oft von euch mit Andō verglichen wird und Andō hat einfach einen sehr guten Start erwischt. Da hat sehr viel geklappt. Er ist reingekommen, hat direkt gute Spiele gemacht. Bei Taichi waren die ersten Spiele von uns nicht so gut und dann läuft es nicht so richtig.“ Dabei sei eine andere Vorbereitungszeit im Vergleich zu Andō zu beachten. Wichtig, laut Wahl, sei für Taichi jetzt viel Unterstützung, damit er wieder in eine Phase mit viel Spielzeit kommt. „Man sieht die Ansätze, die er hat. Die sind sehr vielversprechend und da wäre es natürlich hilfreich, wenn das noch zum Tragen kommt“, so Wahl.
Aber nicht nur die aktuellen, auch die Ex-Teamkollegen waren Thema in dieser Medienrunde. Und vor einem Spiel gegen den SC Freiburg geht es wohl um keinen anderen als Philipp Treu, mit dem Hauke Wahl lieber über die Serie „The Race“ als über Fußball schreibt. Über Treu hatte Wahl aber nichts als gute Worte zu verlieren: „Über den Fußballer Philipp Treu muss ich nicht viel sagen, das hat jeder im Stadion gesehen, aber auch als Mensch vermisse ich ihn sehr. Ein sehr positiver Mensch, mit dem ich am Tag 700 Scherze gemacht habe. Der sich selbst auch nicht zu ernst genommen hat und auf dem Platz immer 100 Prozent gegeben hat. Man spricht immer von Mentalitätsspielern. Meistens meint man die, die gelbe Karten holen. Aber für mich sind Mentalitätsspieler die, die 100 Prozent geben. In jedem Training, in jeder Einheit, in jeder Sekunde. Und das hat er gemacht, das macht er immer noch und das ist klar, dass er mir da fehlt, nicht nur als Fußballer. Deswegen freue ich mich sehr auf ihn.“

Hauke Wahl und Philipp Treu im Dezember 2024 beim Spiel gegen Werder Bremen // (c) Stefan Groenveld
Der SC Freiburg könne sich sehr glücklich schätzen, Philipp Treu als Spieler und Menschen zu haben, so Wahl. Weiter sagte er, dass SC Freiburg ein sehr guter Gegner sei: „Die spielen nicht umsonst Europa League. Für uns ist einfach wichtig, dass das auf das Feld kommt, was wir jetzt in den letzten Heimspielen auf das Feld gebracht haben. Dass wir hoch pressen, dass wir die Fans mitnehmen, dass wir so eine Athmosphäre im Stadion schaffen, dass es für jeden Gegner schwer wird. Das liegt in erster Linie an uns und nicht nur an den Fans und zusammen wird es das extrem schwer, uns zu schlagen.“
Am Sonntag zu punkten wäre in der jetzigen Tabellensituation für den FC St. Pauli enorm wichtig. Und auch wenn der Abstiegskampf großen Druck auslösen kann, Hauke Wahl sieht St. Pauli im Vorteil: „Ich glaube, wir wissen von Spieltag eins, dass wir im Abstiegskampf stecken. Andere Mannschaften vielleicht nicht. Das kann ein Vorteil sein. Es ist schön, dass es so eng ist, deswegen glaube ich nicht, dass wir da nervös sind oder einen gewissen Druck spüren. Am Ende sind wir alles Fußballer und wissen mit dem Druck umzugehen. Letztendlich will man diesen Druck auch haben, weil nur wenn man Druck spürt, kann man das Beste rausholen, weil man 100 Prozent gibt. Sobald da Spannungsabfall ist, wird es schwer.“ Neben Druck sei dennoch ein gewisse Lockerheit wichtig: „Wir haben seit neun Monaten Druck. Wir wissen seit neun Monaten, worum es geht […]. Man braucht einen guten Mix aus Lockerheit und Anspannung und den haben wir. Gerade, wenn es dann zum Ende der Woche geht, dann sind wir schon sehr fokussiert. Aber eine gewisse Lockerheit hilft auch. Ich glaube, wenn man nur angespannt, vor allem zu Hause sitzt, dann verkrampft man.“
Dass noch fünf Heimspiele anstehen, sieht Wahl zusätzlich als klaren Vorteil: „Ich glaube, dass wir in den letzten Spielen gezeigt haben, dass wir zu Hause schwer zu bespielen sind und grade die Heimspiele, die wir haben, sind gegen direkte Konkurrenten.“ Weiterhin sagte Wahl: „Wir freuen uns einfach auf die Duelle. Wir freuen uns, dass wir es durch die direkten Duelle auch in der Hand haben. Das Ende einer Saison ist immer das geilste. Weil alles andere ist Vorbereitung auf die anderen Spiele und jetzt haben sich die anderen vielleicht einen Vorsprung erarbeitet, aber: Jetzt geht es um die Wurst.“ (Um die Wurst ging es übrigens auch, als Hauke Wahl am Montag für den guten Zweck bei Edeka am Kassenband saß.)
Auch die lange Trainingswoche im Vergleich zum letzten Spiel gegen Borussia Mönchengladbach sei für die Mannschaft dieses Mal hilfreich gewesen: „Letzte Woche ging es nur um den Gegner. Diese Woche konnten wir noch ein paar Inhalte trainieren, die wichtig waren. Heute letztes Drittel, gestern eine Turnierform, wo es darum ging, gewinnen zu wollen. Deswegen ist eine längere Woche mal gut, weil man mehr Inhalt trainieren kann. Aber wir spielen am liebsten, also ist es auch nicht so schlimm, wenn wir eine kurze Woche haben und wenig trainieren. Aber für diese Woche war es sehr wertvoll.“ Auch Alexander Blessin hatte am Ende des Training ein Leibchen übergezogen und kurz mit trainiert, aber: „Das sollte er lieber lassen“, so Wahl.
Immer weiter vor!// Nina
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