FC Schalke 04
·3 April 2026
Karlsruher SC: Ehrgeizig bis zum Schluss

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Der Karlsruher SC befindet sich vor dem letzten Saisonabschnitt in der komfortablen und zugleich tückischen Situation, ohne Druck aufspielen zu können. Geht es nach Chef-Trainer Christian Eichner, lautet die Devise aber: Eher einen Gang hochschalten als einen zurück.
Drei Punkte fehlen Karlsruhe noch, um die magische 40-Punkte-Marke in Liga zwei zu erreichen. Bei sieben ausbleibenden Begegnungen ein womöglich schnell zu erlangendes Ziel. Zu den Aufstiegsplätzen fehlen den Badenern wiederum satte 14 Zähler – die Lage um den Wildpark scheint ein wenig träge. Doch mitnichten: Das letzte Zweitligaspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth riss der KSC per Doppelschlag in der Nachspielzeit mit 3:1 an sich. „In der Mannschaft wohnt ein unfassbarer Glaube“, versicherte Chef-Trainer Christian Eichner anschließend.
Beim Pausenstand von 0:1 hätte es allerdings einen Rüffel gebraucht: „Ich habe den einen oder anderen dann mal angesprochen. Manchmal muss man es ein bisschen schärfer machen, ab und zu braucht es Druck.“ Eichners Worte zeigten Wirkung – die eingewechselten Fabian Schleusener und Shio Fukuda ließen den Wildpark explodieren. „Wir waren in einem Unentschieden-Spiel der glückliche Sieger“, fügte der 43-Jährige hinzu.
Einmal mehr zeigte Karlsruhe, dass es rein gar nichts abzuschenken gibt. Aus gutem Grunde – schließlich erlebte der Verein in der laufenden Runde schon eine prekäre Phase, in der das so stabile Gerüst um Eichner (den mit Abstand dienstältesten Zweitligatrainer) ins Wanken geriet. Zwischen dem 12. und 22. Spieltag gab es nur einen Sieg zu bejubeln, zeitgleich gingen sieben Partien verloren. Kein Wunder, dass er nach dem Fürth-Duell von einer „komplizierten Saison“ sprach.
In der wird es im Endspurt noch mal besonders spannend. Die Badener müssen noch gegen alle fünf Aufstiegskandidaten ran und könnten somit zu einem entscheidenden Faktor im Rennen um die Bundesliga-Qualifikation werden. „Es warten ein paar großartige Mannschaften auf uns in den nächsten Wochen“, warnt Eichner. „Wir wissen alle, wie wenig Punkte wir in diesen Spielen in der Vorrunde gesammelt haben.“ Die Motivation sei dementsprechend nun umso größer, sich in den anstehenden Duellen mit den Topteams zu behaupten.
Einer, der jeder Mannschaft im Unterhaus wehtun kann, ist Marvin Wanitzek. Der Strippenzieher im offensiven Mittelfeld ist die Konstante schlechthin beim KSC und kommt bereits auf 13 Treffer und sieben Vorlagen – womit er der zweitbeste Scorer der Liga ist. Stürmerroutinier Fabian Schleusener (13 Torbeteiligungen) und sein talentiertes Pendant Louey Ben Farhat (sieben Torbeteiligungen) ergänzen den Kapitän.
Auf Lilian Egloff muss Karlsruhe voraussichtlich bis zum Sommer verzichten – er zog sich gegen das Kleeblatt einen Muskelfaserriss zu. Ebenso ausfallen wird Sechser Nicolai Rapp – er sah zuletzt seine fünfte Verwarnung. Dafür kehrt David Herold nach abgesessener Gelbsperre gegen den FC Schalke 04 zurück. Der Linksverteidiger zählt in der Abwehr neben Zentrumspieler Marcel Franke und Torwart Hans Christian Bernat zu den defensiven Dauerbrennern.









































