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·18 Maret 2026
Kenan Yildiz mit Vorwurf an den FC Bayern

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·18 Maret 2026

Beim FC Bayern haben es Eigengewächse naturgemäß schwer, dauerhaft im Profi-Kader Fuß zu fassen; Aleksandar Pavlovic und Lennart Karl sind da eher die Ausnahme als die Regel.
Auch Kenan Yildiz hatte seinerzeit damit zu kämpfen, in der ersten Mannschaft der Münchner Fuß zu fassen. Daher entschied er sich 2022 - und somit nach zehn Jahren im Bayern-Nachwuchs - dazu, zu Juventus Turin zu wechseln und dort den Durchbruch ins Profigeschäft zu schaffen. Rückblickend der richtige Schritt, denn Yildiz ist bei den Bianconeri längst zum Leistungsträger und Aushängeschild gereift.
Im vergangenen Monat unterzeichnete er dort einen neuen langfristigen Vertrag, der ihm auch ein entsprechend hohes Gehalt einbringt. Für Yildiz ist das Finanzielle jedoch sekundär - viel wichtiger ist es ihm, dass er in Turin Vertrauen bekommt. Genau das hatte ihm in München nämlich zuvor gefehlt.
"Ich habe nie wegen des Geldes gespielt, sondern um mich zu verbessern. Ich habe Geld immer als Nebenprodukt betrachtet. Meine Familie kümmert sich um diesen Teil des Geschäfts. Ich habe meinen Eltern einfach gesagt, dass ich bei Juve sehr glücklich war und bin. Ich bin jetzt seit vier Jahren hier, und alle haben mir immer großes Vertrauen entgegengebracht, etwas, das mir bei Bayern gefehlt hat", erklärte Yildiz im Interview mit Corriere dello Sport. "Ich war lange dort [beim FC Bayern] und habe nie ihr Vertrauen gespürt; es gab immer jemanden, der besser war als ich", so der Deutsch-Türke. "Daher war es einfach, ich würde sogar sagen, ganz natürlich für mich, zu gehen."
Doch nicht nur der FC Bayern, sondern auch der DFB scheint Yildiz nicht genug Wertschätzung entgegengebracht zu haben. Obwohl in Regensburg geboren, entschied der Offensivstar sich früh dafür, für die Türkei aufzulaufen. "In Deutschland nahm man mich nicht ernst", klagte Yildiz. "Ich war nicht gut genug; man rief immer jemand anderen an. Dabei war ich nicht der Einzige, der sich meiner Fähigkeiten bewusst war. Als Kind wurde ich bei allen Turnieren, an denen ich teilnahm, zum MVP gekürt. Mit acht Jahren spielte ich gegen 18-Jährige, ich, der Kleine." Heute ist er Kenan, der Große. Zumindest, wenn man seine Leistungen auf dem Spielfeld betrachtet.









































