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·6 Maret 2026
Kettemann in der Crunchtime: "Es darf nicht so ernst werden"

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Seit der letzten Woche steht der SC Paderborn 07 wieder auf einem direkten Aufstiegsplatz. Vor dem Spiel gegen Eintracht Braunschweig (Samstag, 13 Uhr) rief Cheftrainer Ralf Kettemann die Crunchtime aus.
Im November grüßte Paderborn zwischenzeitlich von der Tabellenspitze. Eine Siegesserie von acht Erfolgen am Stück hatte die Ostwestfalen dorthin geführt, doch eine kleinere Schwächephase warf die Kettemann-Elf auch zurück. Jetzt steht der SCP07 allerdings wieder auf einem Aufstiegsplatz. Die Träume reifen. "Es ist erst einmal Fakt, dass das jetzt irgendwo so ist. Aber es sind trotzdem noch zehn Spieltage", führte der SCP07-Coach allen Beteiligten vor Augen. Dass das Aufeinandertreffen mit Braunschweig zu einem Duell der Gegensätze wird, war für Kettemann ebenfalls unerheblich.
"Es ist kein Spiel, in dem klar ist, dass wir gewinnen. Oder, dass wir dann aufsteigen. Oder, wenn Braunschweig verliert, dass sie absteigen", fasste der 39-Jährige viele Gedankenspiele rund um die Begegnung zusammen. Für Anspannung oder Druck war es dem Cheftrainer daher noch zu früh. "Ich glaube, wenn es mal so weit ist, dass es die Spiele sind, in denen es um richtig, richtig viel geht, dann merkt man es den Spielern wirklich mal an", so Kettemann. Davon fühlte sich der Fußballlehrer aber noch weit entfernt. "Unser Ziel muss es sein, dass wir eine gewisse Leichtigkeit auf dem Platz haben, dass die Jungs auf dem Platz lachen und Spaß haben, dass sie Freude haben. Es darf nicht so ernst werden", verriet Kettemann sein Erfolgsrezept.
Verkopft, so der Cheftrainer, lässt sich schlechter Fußball spielen. In den Partien gegen Hertha (5:2) und Kaiserslautern (2:1) zeigte Paderborn, wie leicht es aussehen kann. Da zudem noch alle Spieler abseits der Langzeitverletzten zur Verfügung stehen, hat Kettemann für sein Personal beinahe die freie Auswahl. Aber muss der Fußballlehrer ein siegreiches Team überhaupt verändern? "Ich nehme mal die Siegesserie als Beispiel", kündigte der SCP07-Coach an. "Da hätte man ja auch einfach sagen können, komm, wir wechseln nicht." Tat der Coach aber, weil er seine Mannschaft immer wieder auch dem Gegner anpasste. "Aus leistungstechnischen Gründen müsste man nichs ändern, ja. Trotzdem müssen wir schauen, was es braucht und wer wie drauf ist."
Denn, das stellte der 39-Jährige deutlich heraus, die Crunchtime beginnt. "Wer zeigt sich? Wer hat Bock? Wer strahlt etwas im Training aus?", erklärte Kettemann, mit welchen Auswahlkriterien er sich beschäftigt. "Es sind noch zehn Spiele. Die Jungs, die auf den Platz kommen, da muss einfach das Funkeln in den Augen maximal zu sehen sein bei unserer Ausgangslage." Daraus brauche der Verein auch kein Geheimnis machen, denn zu den Aufstiegsträumen "gibt es auch keine andere Option mehr". Doch dafür, so Kettemann streng, wird die Mannschaft das aktuelle Niveau auch mindestens halten müssen.









































