VfL Osnabrück
·25 April 2026
Last-Minute-Sieg gegen Verl: Riesselmann bringt Brücke zum Beben

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·25 April 2026

In der allerletzten Minute blieb Bernd Riesselmann in der Partie gegen den SC Verl eiskalt und schob den Ball zum 2:1-Siegtreffer ein. In einer zuvor ausgeglichenen Begegnung kam es auf beiden Seiten zu wenigen Torgelegenheiten. Der Spielbericht.
Beim VfL rückten Yigit Karademir und Frederik Christensen nach ihren abgesessenen Gelbsperren zurück in die Anfangsformation. Dafür nahmen Tony Lesueur und Theo Janotta zunächst auf der Bank Platz. Robert Tesche und Kevin Schumacher rotierten aus dem Kader. Bei den Gästen nahm Trainer Tobias Strobl zwei Veränderungen vor: Fabian Wessig und Julian Stark übernahmen die Startelfplätze von Joshua Eze und Timur Gayret, die sich beide am vergangenen Wochenende verletzt hatten.
In der Anfangsphase der Partie kam es vor 14.842 Zuschauern im erneut ausverkauften Stadion an der Bremer Brücke kaum zu Strafraumszenen. Zwar spielten sich die Osnabrücker immer wieder bis kurz vor die Gefahrenzone, standen dann aber oftmals im Abseits oder spielten den letzten Pass zu inkonsequent zu Ende. So kam es erst in der 25. Spielminute zum ersten nennenswerten Abschluss: Mit einem langen Pass schickte Niklas Wiemann Robin Meißner auf die Reise. Dieser ließ die Kugel einmal aufkommen und schloss anschließend per Volley auf den Kasten von Philipp Schulze ab. Der Versuch des Osnabrücker Toptorjägers war jedoch zu zentral platziert, um den Verler Schlussmann ernsthaft zu prüfen (25‘).
Zwei Minuten später beförderte ein Osnabrücker den Ball zwar ins Tor, allerdings ins eigene. Im Aufbauspiel unterlief Fridolin Wagner ein folgenschwerer Fehlpass, sodass Berkan Taz zu Abschluss kam und Jannik Müller den Ball unhaltbar für Lukas Jonsson in das eigene Tor abfälschte (27‘). Daraufhin suchten die Osnabrücker wieder vermehrt den Weg Richtung gegnerischen Kasten, ohne Keeper Schulze vor größere Probleme zu stellen. Fridolin Wagner suchte in der 36. Minute aus der Distanz den Abschluss, verzog aber deutlich (36‘). Auch ein Freistoß von Lars Kehl wenige Minuten später flog an allen Akteuren im Sechzehner vorbei (41‘). Somit ging es nach zweiminütiger Nachspielzeit mit einem 0:1-Rückstand aus Sicht des VfL in die Kabinen.
Mit dem Wiederanpfiff waren die Lila-Weißen dann mit ihrer ersten Offensivaktion erfolgreich: Frederik Christensen bekam auf der linken Außenbahn viel Platz zur Flanke und fand im Sechzehner seinen dänischen Landsmann Bjarke Jacobsen, der per Kopf zum Ausgleich traf (47‘). Wenige Augenblicke später hielt Lukas Jonsson mit einer Glanzparade den Spielstand fest. Marco Wörner kam frei im Strafraum vor dem Schweden zum Abschluss, doch der VfL-Schlussmann machte sich breit und parierte unter tosendem Applaus die bis dahin beste Verler Chance (52‘).
Ähnlich wie in den ersten 45 Minuten wurden die Torchancen in den Folgeminuten wieder rar. Richtig gefährlich wurde es erst in der 74. Minute, als dem eingewechselten Kai Pröger nach einem Eckball der Ball vor die Füße fiel und er per Direktabnahme das Tor haarscharf verfehlte (74‘).
In der anschließenden Schlussphase war der 33-Jährige an nahezu jeder Osnabrücker Offensivaktion beteiligt. So setzte er sich im Sechzehner gegen mehrere Gegenspieler durch und zog flach ab, doch Torwart Schulze konnte den Ball ohne Probleme aufnehmen (78‘). Die Gäste aus Ostwestfalen wurden noch einmal durch einen Distanzschuss von Berkan Taz gefährlich, der Ball flog jedoch mit viel Spin knapp über den Querbalken (82‘). Fünf Minuten später parierte Jonsson einen wuchtigen Abschluss von Alessio Besio, konnte den Ball aber nicht festhalten. Vor dem drohenden Abpraller klärte Niklas Wiemann in letzter Sekunde (87‘).
Daraufhin kam mit Bernd Riesselmann der Mann des Tages in die Partie. Das VfL-Eigengewächs zeigte sich wie gewohnt engagiert im Anlaufverhalten und wurde schließlich in der fünften Minute der Nachspielzeit mit einem sehenswerten Pass von Kai Pröger auf die Reise geschickt. Der 20-Jährige blieb im Eins-gegen-Eins gegen Philipp Schulze nervenstark, umkurvte den Keeper und ließ die Bremer Brücke mit seinem Treffer zum Beben bringen (90+5‘). Die komplette Osnabrücker Bank lief anschließend auf das Feld, um mit dem Torschützen zu feiern. Wenige Sekunden später war die Partie beendet und der Jubel an der Brücke grenzenlos.
Mit dem Sieg sicherte sich der VfL die Teilnahme am DFB-Pokal in der kommenden Saison. Sollte Energie Cottbus am Sonntag sein Auswärtsspiel beim FC Viktoria Köln verlieren, wäre zudem der vorzeitige Aufstieg perfekt. Der Blick der Lila-Weißen richtet sich daher am Sonntag ab 13:30 Uhr in die Domstadt, bevor in der kommenden Woche im Auswärtsspiel in Wiesbaden die Chance besteht, das große Ziel aus eigener Kraft zu erreichen.
Tore: 0:1 (Taz 27‘), 1:1 (Jacobsen 47‘), 2:1 (Riesselmann 90+5‘)
Aufstellungen:
VfL Osnabrück: Jonsson – Karademir, Müller, Wiemann – Kammerbauer, Wagner, Jacobsen, Christensen (Lesueur 88‘), Kopacz (Pröger 72‘), Kehl (Badjie 61‘) – Meißner (Riesselmann 88‘)
SC Verl: P. Schulze – Mhamdi, Ens, F. Otto, Kijewski – Waidner (Japaur 86‘), Wessig (Y. Otto 52‘), Taz, Stark (Arweiler 52‘) – Stöcker (Besio 52‘), Wörner (Mesanovic 80‘)
Text: Jendrik Greiwe Foto: Jonas Jürgens
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