Miasanrot
·22 April 2026
Meisterinnen! Die FC Bayern Frauen schlagen Union und krönen sich erneut zum Champion

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·22 April 2026

Die FC Bayern Frauen krönen sich mit ihrem 3:2-Auswärtssieg an der Alten Försterei zu erneuten Meisterinnen! Nach einer umkämpften Partie ließ man im Titelrennen nichts mehr anbrennen und sicherte sich die achte Meisterschaft der Vereinsgeschichte. Miasanrot war für euch vor Ort an der Alten Försterei.
Die heiße Phase der Saison beginnt! Nach der rund zweiwöchigen Länderspielpause kehrten die FC Bayern Frauen am Mittwochabend in den Ligaalltag zurück und traten auswärts beim Aufsteiger Union Berlin an. Im Stadion An der Alten Försterei hatten die Münchnerinnen die große Möglichkeit, die achte Meisterschaft der Vereinsgeschichte perfekt zu machen.
Auch die aktuelle Form sprach klar für den FCB: Die Münchnerinnen hatten ihre letzten 18 Bundesliga-Spiele allesamt gewonnen und damit den vereinsinternen Rekord eingestellt – eine Serie, die zuvor nur zwischen Juni 2020 und März 2021 gelungen war. Im Duell mit Union bot sich nun die Chance, diese Bestmarke sogar zu übertreffen.
Die Mannschaft von Cheftrainer José Barcala kann bislang auf eine herausragende Saison zurückblicken: Neben dem anstehenden Hinspiel im UWCL-Halbfinale gegen den FC Barcelona sowie dem DFB-Pokalfinale am 14. Mai gegen den VfL Wolfsburg führen die Münchnerinnen die Frauen-Bundesliga ungeschlagen an. Mit 20 Siegen aus 21 Partien stehen sie souverän an der Tabellenspitze.
Gegen Union Berlin war besondere Aufmerksamkeit gefragt: Die „Eisernen“ waren seit fünf Partien ungeschlagen und sorgen immer wieder für Probleme bei favorisierten Teams. Vor der Länderspielpause stand die Mannschaft von Ailien Poese kurz davor, dem Tabellenzweiten aus Wolfsburg eine Niederlage zuzufügen, musste sich letztlich aber mit einem Remis begnügen.
Cheftrainer José Barcala musste im Auswärtsspiel bei Union Berlin weiterhin auf die Langzeitverletzten Sarah Zadrazil und Lena Oberdorf verzichten. Jovana Damnjanović absolviert nach Überlastungsbeschwerden aktuell individuelles Training und steht für die kommenden Partien noch nicht zur Verfügung. Gleiches gilt für Alara, die nach ihrer Teilruptur des vorderen Kreuzbands zwar seit dieser Woche wieder mit der Mannschaft trainiert, aber ebenfalls noch keine Option ist.
Giulia Gwinn kehrte nach ihrer Schulterverletzung in den Kader zurück. Klara Bühl und Katharina Naschenweng standen nach überstandenen Verletzungen ebenfalls wieder zur Verfügung und gehörten mit zum Spieltagskader. José Barcala tauschte auf vier Positionen im Vergleich zum letzten Spiel vor der Länderspielpause. Gwinn wurde durch Amani ersetzt. Außerdem rückten Viggósdóttir, Simon und Dunst für Kett, Harder sowie Caruso in die Startelf.
Die FC Bayern Frauen versuchten früh Kontrolle in die Partie zu bringen und hatten in der sechsten Minute die erste kleinere Torannäherung nach einem Kopfball von Edna Imade. Wenige Momente später dann die frühe Führung für die Bayern: Eine Ecke von rechts wehrte Pawollek unglücklich direkt zu Amani ab. Ihr Schuss aus halblinker Position wurde abgefälscht und landete bei Imade, die aus kurzer Distanz zum 1:0 für den FC Bayern vollendete.
Die Unionerinnen ließen sich davon aber nicht beeindrucken und kamen drei Minuten später zum vielumjubelten Ausgleich durch einen individuellen Fehler von Barbara Dunst. Die Österreicherin verlor den Ball an der Mittellinie an Weidauer und die marschierte durch den rechten Halbraum alleine aufs Tor der Münchnerinnen zu. Steinert lief auf der linken Seite mit, aber Weidauer entschloss sich selbst abzuschließen und traf aus rund 14 Metern flach ins untere linke Eck.
Die Bayern spielten phasenweise zu fehleranfällig und verloren immer wieder leichtfertig die Bälle. Union Berlin wurde immer wieder durch die daraus entstehenden Konter gefährlich. Nach einer halben Stunde entwickelte sich jedoch ein deutlich dominanteres Spiel der FC Bayern Frauen. Die Berlinerinnen verteidigten jedoch mit viel Herzblut und bekamen immer wieder ein Bein dazwischen.
Den Münchnerinnen fehlte die Dynamik und die Klarheit im Offensivspiel. Zu selten fand man die Mitspielerinnen in Barcala´s so beliebten Halbräumen. So verdiente sich Union Berlin mit einer couragierten Leistung das Remis zur Pause.
Beide Teams kamen unverändert aus der Pause und die FC Bayern Frauen versuchten direkt druckvoll zu beginnen. Nach mehreren Münchner Ecken wurde der gute Beginn sofort belohnt: Ein hoher langer Ball von Stanway kam halblinks vor dem Strafraum bei Barbara Dunst runter. Sie nahm die Kugel mit der Brust an und jagte den Ball aus knapp 18 Metern per Aufsetzer in die linke untere Ecke.
Ein paar Minuten später wechselte Barcala doppelt und brachte mit der wieder genesenen Klara Bühl und Pernille Harder zwei frische Offensivkräfte. Dafür bekamen Momoko Tanikawa und Linda Dallmann eine Pause vor dem wichtigen Champions League Kracher. Die Berlinerinnen gaben sich jedoch nicht so einfach geschlagen und versuchten immer wieder offensive Akzente zu setzen.
In der 70. Minute folgte dann der nächste Doppelwechsel auf Seiten der Bayern. Die zuletzt angeschlagene Giulia Gwinn und Arianna Caruso kamen für Georgia Stanway und Kapitänin Glodis Viggósdóttir in die Partie. Wenige Minuten später durfte dann auch noch Franzi Kett für Caro Simon aufs Feld.
Den FC Bayern Frauen merkte man die vielen Rotationen in dieser Partie deutlich an. Und so gelang Union Berlin vor rund 13.200 Fans tatsächlich das Comeback. Torschützin Kamber leitet den Angriff selbst ein und bekommt den Ball links im Strafraum von Weidauer, die zentral vor der Box steht. Mit ihrem strammen Schuss aufs kurze Eck aus rund zehn Metern ließ Lia Kamber Mahmutovic keine Chance.
Die Bayern blieben davon unbeeindruckt und konnten rund sieben Minuten später erneut in Führung gehen. Bühl kam auf der linken Seite bis an die Grundlinie und chippte das Leder ans rechte Fünfereck. Dort hämmerte Giulia Gwinn die Kugel per Direktabnahme in den oberen linken Winkel zur nächsten Deutschen Meisterschaft für den FC Bayern.
Am Ende mal wieder ein verdienter Sieg für den FCB. Nach einer durchwachsenen Leistung zeigte man in Halbzeit zwei gewohnte Comeback-Qualitäten und entschied die umkämpfte Partie für sich. Die Münchnerinnen können damit ihren Titel erneut verteidigen und sich die achte Meisterschaft in der Frauen Bundesliga bereits vier Spiele vor Saisonende sichern.
Diesen Rückenwind müssen die Meisterinnen unbedingt mitnehmen, wenn sie am Samstagabend im größten Spiel der letzten Jahre in der heimischen Allianz Arena auf den FC Barcelona treffen. Anstoß zum Champions League Halbfinal Kracher wird dann 18:15 Uhr in Fröttmaning sein.









































