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·30 Mei 2026
Miasanrot Awards 2026 – Unsung Heroine: Linda Dallmann

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·30 Mei 2026

Linda Dallmann erlebt beim FC Bayern zurzeit ihren zweiten Frühling. Die 31-jährige Nationalspielerin verdiente sich dank einer starken Saison eine Vertragsverlängerung und den Titel Unsung Heroine.
Die Miasanrot-Awards sind zurück! Auch 2026 zeichnet die Redaktion wieder die besten Bayern-Momente, Spieler und Spielerinnen der Saison aus.
Eine davon ist Linda Dallmann. Seit 2019 schnürt sie schon die Fußballschuhe für den FC Bayern. Die ehemalige Essenerin gehört also mittlerweile zum Inventar des Double-Siegers. Doch im Sommer gerat die Ehe zwischen Spielerin und Klub ins Wanken.
Es wurden Wechselgerüchte rund um die 76-fache Nationalspielerin laut, nach einer etwas enttäuschenden Saison lockte das Ausland und, so viel ist mittlerweile bekannt, Dallmann hätte diesen Wechsel wohl auch gerne vollzogen.
Doch daraus wurde nichts und in Person von José Barcala kam eine neue Chance für Dallmann nach München. Und Dallmann nutzte sie.
Die flexible Offensivspielerin, Dallmann kann rechts auf dem Flügel oder auf der Zehn spielen, spulte in dieser Spielzeit die viertmeisten Spiele im Kader ab und kam auf 2.365 Spielminuten – nur fünf Spielerinnen setzte Neu-Trainer Barcala häufiger ein.
Mit zehn Tore schloss Dallmann die Runde als drittbeste Torschützin des Kaders ab und auch die sieben Assists wettbewerbsübergreifend (geteilter 7. Platz mit Franziska Kett) können sich sehen lassen, zeigen aber zugleich auch das Verbesserungspotenzial auf, das die 1,58 Meter große Dinslakenerin noch hat. Gemessen an ihrer Spielzeit wäre der eine oder andere Scorerpunkt mehr schon möglich gewesen.
Zur Wahrheit gehört aber auch: Dallmann spielt nicht nur den letzten Pass, sie initiiert auch Angriffe durch ihre technische Raffinesse, sie schafft Räume für ihre Mitspielerinnen durch vertikale Läufe und spektakuläre Dribblings und sie spielt nicht selten auch den vorletzten Pass in einem FCB-Angriff.
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Das Statistikportal Sofascore weißt bei Dallmann für die Bundesliga-Saison 3.34 erwartete Vorlagen aus, 5 Großchancen hat sie erspielt, und eine Passgenauigkeit von 84% in der gegnerischen Hälfte.
Zum Vergleich: Momoko Tanikawa, die wie Dallmann teilweise auf der Zehn eingesetzt wurde, kommt auf vergleichbare Zahlen: 3.84 xA, ebenfalls 5 Großchancen und einer Passgenauigkeit von 86% stehen für die Japanerin zu Buche – bei rund 150 Minuten mehr.
Hinzu kommt, dass das Spiel der Münchnerinnen taktisch bedingt sehr linkslastig ist. Dort kommt Klara Bühl in der abgelaufenen Bundesliga-Saison auf Fabelwerte: 13.45 erwarteten Vorlagen, 16 erspielte Großchancen sprechen ein eindeutiges Bild für eine grandiose Saison der 25-Jährigen.
Werte, die Dallmann nur zu Beginn ihrer Zeit in München erzielte. Ob sie in einem anderen System besser performen würde, ist zudem fraglich. Ihre einrückende Rolle ist Teil der Linkslastigkeit und in dieser scheint sie sich sehr wohl zu fühlen. Es war ihre beste Saison seit einigen Jahren.
Für den FC Bayern ist sie aktuell schwer zu ersetzen. Auf der rechten Außenbahn gibt es keine Spielerin im Kader, die ein ähnliches Skillset mitbringt wie sie. Ihre Vertragsverlängerung Mitte März, vom Verein als „Statement“ betitelt, darf Dallmann auch als solches verstanden wissen. Denn vor einem Jahr hätte wohl niemand diese Entwicklung vorhersagen können. Außer vielleicht Dallmann selbst.
Langsung


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