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·8 Maret 2026
Mit „Pferdelunge“ gegen Dortmund: Youssoupha Niang nutzt seine Chance

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Hendrik Broschart
8 März, 2026
Einen kühlen Kopf zu bewahren, fiel allen Beteiligten am Samstagabend anlässlich des Topspiels zwischen Borussia Dortmund und dem 1. FC Köln nicht leicht. Mit dabei war Startelfdebütant Youssoupha Niang.

Feierte am Samstag gegen Borussia Dortmund sein Startelfdebüt für den 1. FC Köln: Youssoupha Niang
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Nach der gestrigen Niederlage gegen Borussia Dortmund herrscht beim 1. FC Köln eine Menge Gesprächsbedarf. Wieso entscheidet sich der VAR beim Handspiel von BVB-Verteidiger Yan Couto gegen das Eingreifen? Was ging in Jahmai Simpson-Puseys Kopf vor, als er Dortmunds Maxi Beier gefoult hat? Beim Samstagabendspiel gegen die Schwarzgelben überschlugen sich die Ereignisse. Und mittendrin ein 19-jähriger Startelfdebütant, der in dieser Gemengelage versuchte, gegen den Tabellenzweiten Eindruck zu schinden. Die Rede ist von Youssoupha Niang.
FC-Coach Lukas Kwasniok hatte sich vor der Begegnung mit der Kovac-Elf den Kopf darüber zerbrochen, wie er der Tormaschinerie der Gäste Sand ins Getriebe streuen und gleichzeitig nicht auf Offensivpower verzichten könnte, um eine Nullnummer wie gegen Augsburg zu verhindern. Kwasnioks Lösungsansatz war mutig: Das Sturmjuwel Youssoupha Niang kam in dieser Saison in der Bundesliga für den FC erst auf vier Kurzeinsätze. Der Flügelspieler laborierte zudem den Großteil der Saison an einer Schulterverletzung und wurde auch immer wieder durch muskuläre Probleme ausgebremst. Trotzdem erhielt er gegen die Borussia den Vorzug gegenüber Luca Waldschmidt und Marius Bülter. Linton Maina musste nach Erkrankung noch geschont werden, der 27-Jährige verfolgte das Geschehen zu Beginn noch von der Bank.
„Wir gehen davon aus, dass wir gegen Dortmund viel laufen müssen. Youss ist ein sehr laufstarker Spieler, der sich leider zu Beginn der Saison die Schulter verletzt hat und deshalb länger ausgefallen ist”, erklärte Kwasniok am Samstag am Sky-Mikrofon. Für das Duell mit Dortmund war Niang wieder fit und passte laut Kwasniok mit seinem Spielerprofil gut zu den Anforderungen des Gegners: „Er hat einfach eine Pferdelunge, kann in beide Richtungen sehr gut arbeiten, ist laufstark und schnell. Ich glaube, dass du heute über Geschwindigkeit kommen musst. El Mala und Niang müssen gegen den Ball sehr fleißig sein.”
Von Beginn an war klar: Niang nahm seinen Coach beim Wort. Bis zu seiner Auswechslung in der 75. Minute bewies er, dass er das Vertrauen des Trainers verdient hatte. So gehörte ihm die erste nennenswerte Chance der Begegnung nach gut fünf Minuten. Eine Flanke von Said El Mala beförderte er per Aufsetzer auf den Kasten von BVB-Keeper Kobel. Dieser konnte den Ball gerade noch über die Querlatte lenken. Auch in der 56. Minute scheiterte Niang nur knapp. Der unermüdliche Jakub Kaminski schoss nach Ablage von El Mala auf das gegnerische Tor und zwang Kobel zu einem Abpraller.
Niang stand goldrichtig und kam aus kürzester Distanz an den Ball, doch sein Abschluss wurde in letzter Sekunde geblockt. Insgesamt schloss der 19-Jährige häufiger ab als jeder andere Spieler auf dem Platz. Dabei muss erwähnt werden: Niang bemühte sich, die gefährlicheren Gelegenheiten lagen aber bei den Gästen, die bekanntlich mehr als die Hälfte der Partie in Überzahl agierten. Dies spiegelt sich auch in den xGoals-Werten der Partie wider: Diese lagen bei 1,03 für den FC zu 1,88 für den BVB.
Auch wenn Niangs Startelfdebüt nicht mit einem Scorerpunkt oder gar einem Punktgewinn gegen ein Topteam gekrönt wurde, bleibt der Eindruck, dass die Geißböcke auf das nächste „Young Goat“ zählen können – auch in derart brenzligen Situationen wie dem Fight gegen Dortmund, der von Beginn an intensiv war und in der Nachspielzeit seinen Höhepunkt fand. Es bleibt abzuwarten, ob Lukas Kwasniok den 19-Jährigen auch für das nicht weniger wichtige Aufeinandertreffen mit dem Hamburger SV kommenden Samstag von Beginn an aufstellt.
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