REAL TOTAL
·27 Januari 2026
Mourinho erklärt Aussage zu Arbeloa: „Er ist mein Kind“

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José Mourinho ist inzwischen Trainer von Benfica – Foto: Stu Forster/Getty Images
LISSABON. Dieses Duell ist durch und durch besonders. Weil Real Madrid erstmals wieder an dem Ort antritt, wo 2014 der zehnte Triumph im Europapokal gelang. Weil die Königlichen es mit ihrem Ex-Trainer José Mourinho zu tun bekommen, der sie vor „la Décima“ international wieder salonfähig gemacht hatte. Und weil der „Special One“ als jetziger Coach von Benfica auf einen einstigen Real-Schützling als Trainerpendant trifft: Álvaro Arbeloa.
Was in der vergangenen Woche aber für Aufsehen sorgte: Mourinho stichelte vermeintlich gegen Arbeloa. „Es gibt Leute, die in ihrer Karriere nichts erreicht haben und große Vereine trainieren. Für mich ist es eine Überraschung, wenn Trainer mit kaum Erfahrung, Trainer ohne Geschichte die Chance bekommen, die besten Vereine der Welt zu trainieren“, meinte der Portugiese, der am Montag seinen 63. Geburtstag gefeiert hat.
Dass er im Vorfeld der Begegnung am Mittwoch in Lissabon (21 Uhr, im REAL TOTAL-Liveticker und bei DAZN) mit dieser Aussage noch einmal konfrontiert werden würde, war vorprogrammiert. Mourinho sprach am Dienstag in der Pressekonferenz zu dem Thema etwas mehr als drei Minuten – ungewöhnlich lange.
„Ihr Journalisten lenkt die Dinge in die Richtung, die euch interessiert. Die Frage, die mir gestellt wurde, war, ob es für mich eine Überraschung sei, dass (Luciano) Spalletti Juve trainiert. Und die Antwort ist, Spalletti verteidigend: Natürlich überrascht es mich nicht, dass Spalletti Juve trainiert, dass die Trainer, die einen großartigen Job gemacht haben, die besten Klubs trainieren. Was mich überrascht: Wenn ein Trainer ohne große Geschichte einen großen Klub trainiert. Das ist eine normale Bewertung, finde ich“, rollte Mourinho die Angelegenheit zunächst von vorne auf, um schließlich noch eine Anekdote hervorzuholen.
„Ich erzähle eine Geschichte, die das gut reflektiert: Im Jahr 2000 rief ein großer Klub namens Benfica einen Trainer an, der niemanden trainiert hatte, damit dieser Trainer von Benfica wird. Dieser Trainer antwortete: ‚Ich komme nicht, weil ich kein Co-Trainer sein will.‘ Denn ich dachte, dass sie mich als Assistenten wollen. Letztlich wollten sie mich als Cheftrainer. Das war meine erste große Überraschung, dass ein junger Trainer direkt einen Giganten trainiert. Es ist mir selbst passiert“, so Mourinho, der dann konkret wurde.
„Den Italienern kam es zugute, über (Cristian) Chivu und euch Spaniern, über Arbeloa zu reden. Aber sowohl Chivu als auch Arbeloa sind meine Kinder. Sie sind nicht nur meine Ex-Spieler, sie sind besondere Ex-Spieler. Ich würde sagen, Álvaro gehört aus menschlicher Sicht, wegen der persönlichen Beziehung und der Empathie von allen Spielern zu meinen Lieblingen. Er war natürlich nicht der beste Spieler, der für mich bei Real Madrid gespielt hat, aber sicherlich einer der besten Männer, die für mich bei Real Madrid gespielt haben. Ich hoffe, dass es für Álvaro sehr, sehr gut läuft und er eine fantastische Karriere als Trainer haben wird“, stellte er klar.
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Arbeloa, mit dem Mourinho vor dem Aufeinandertreffen bisher nicht gesprochen habe, könne „jedes Team der Welt trainieren. Ich will, dass es ihm gut ergeht. Real Madrid kann von jedem Trainer trainiert werden und dann will ich, dass es gut läuft. Dann stelle dir mal vor, wie sehr ich will, dass es für Real Madrid unter Arbeloa gut läuft. Ich will nur, dass es morgen für ihn schlecht läuft. Danach will ich, dass es für ihn immer gut läuft. Immer, denn ich mag Real Madrid und Álvaro sehr. Ich kann ihn als Trainer nicht analysieren, weil ich ihn als Trainer nicht kenne. Ich sehe nur Ergebnisse, habe nicht mit meinen Augen seinen Werdegang in der Jugend von Madrid verfolgt. Ich kann ihm keine Ratschläge geben. Er soll glücklich sein. Heutzutage Trainer zu sein, ist eine sehr schwierige Mission, weil es immer Leute gibt, die mehr wissen als du, die täglich über dich reden, dich täglich kritisieren. Es ist sehr schwierig. Für Leute wie Álvaro, die jetzt anfangen, ist es wichtig, dass man es gerne macht“.
Wie herausfordernd der Trainerjob gerade in der spanischen Hauptstadt sein kann, hat Xabi Alonso erst kürzlich erlebt. Er war lange als Hoffnungsträger an der Seitenlinie der Blancos auserkoren worden, kam dann im Sommer 2025 – um nur sieben Monate später entlassen zu werden. „Xabi ist ein weiterer meiner Jungs. Ein weiterer, an den ich nur positive Erinnerungen habe“, sagte Mourinho, von Mitte 2010 bis Mitte 2013 Coach der Merengues: „Es hat mich sehr berührt und emotionalisiert, als ich gegen Xabi angetreten bin. Das werde ich morgen auch sein, wenn ich gegen Álvaro spiele. Was passiert ist, wie und warum es zu Ende ging, ist etwas, das mich nicht interessiert. Es ist schwierig, dass mich im Fußball noch etwas überrascht. Alles kann passieren. Er hat in Leverkusen gezeigt, auf welches Trainerniveau er gelangen kann.“
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