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·15 Januari 2026
Nach historischer Hinrunde: Bayern-Boss Eberl will jetzt die „großen Titel“

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·15 Januari 2026

Besser als Beckenbauer, Müller, Matthäus, Kahn und Co.: Das aktuelle Bayern-Team setzt neue Maßstäbe, will aber mehr. Bayern-Boss Max Eberl fordert aber die „großen Titel“.
Der FC Bayern hat mit dem 3:1-Auswärtssieg beim 1. FC Köln nicht nur die erfolgreichste Hinrunde der Bundesliga-Geschichte perfekt gemacht, sondern erneut ein Ausrufezeichen gesetzt. 47 Punkte, eine herausragende Tordifferenz und eine Dominanz, die es selbst beim deutschen Rekordmeister so noch nie gegeben hat. Während Vincent Kompany den historischen Moment mit seiner typischen Nüchternheit einordnete, fand Sportvorstand Max Eberl sehr klare, aber zugleich ambitionierte Worte – und setzte den Fokus bewusst auf das, was noch kommen soll.
Für Max Eberl steht außer Frage, dass diese Hinrunde etwas Außergewöhnliches ist. „Wir geben schon was auf Rekorde. Bei Bayern München einen Rekord zu erzielen, das heißt, dass du etwas Außergewöhnliches erreicht hast“, erklärte der 52-Jährige sichtlich stolz. Worte, die Gewicht haben, gerade in einem Klub, dessen Historie von Erfolgen, Titeln und Legenden geprägt ist. Eberl sprach offen davon, dass diese Mannschaft Historisches geleistet habe. „Wir haben eine herausragende Hinrunde gespielt. Außergewöhnlich“, sagte er – und ergänzte im selben Atemzug: „Wir wollen aber mehr.“
Genau darin liegt die Botschaft des Bayern-Sportvorstands. Die Rekord-Hinrunde ist für ihn kein Endpunkt, sondern ein Fundament. Ein Beleg dafür, dass der eingeschlagene Weg stimmt, ohne sich darauf auszuruhen. Bei aller Freude und bei allem Stolz lenkte Eberl den Blick sofort nach vorne. „Um die wirklich großen Titel spielen wir im Frühjahr. Und dafür bereiten wir gerade alles vor“, machte er deutlich.

Foto: IMAGO
Dass diese Bayern mehr können als nur dominanten Ballbesitzfußball, zeigte sich für Eberl besonders eindrucksvoll in Köln. Nur wenige Tage nach der 8:1-Gala gegen den VfL Wolfsburg stand diesmal kein Schaulaufen auf dem Programm, sondern ein zähes, körperbetontes Auswärtsspiel. Die Münchner lagen nach dem Treffer von Linton Maina sogar zurück, mussten Widerstand leisten und sich in die Partie hineinkämpfen.
Genau das imponierte dem Sportvorstand. „Das macht uns gerade aus: Wir können Fußball spielen und einen Gegner an die Wand spielen, aber wir können eben auch dagegen halten“, sagte Eberl zufrieden. Für ihn ist diese Vielseitigkeit der Schlüssel, um in den entscheidenden Monaten bestehen zu können. Nicht jeder Sieg wird spielerisch glänzend sein, aber gerade solche Abende seien für Titelmannschaften essenziell.
Eberl machte zudem klar, wie schwierig es ist, beim FC Bayern überhaupt neue Maßstäbe zu setzen. In einem Klub, der mit 34 Meisterschaften, zahllosen Pokalsiegen und Champions-League-Triumphen übersät ist, haben Rekorde eine besondere Bedeutung. Sie entstehen nicht beiläufig, sondern sind das Resultat von Konstanz, Qualität und mentaler Stärke.
Dass diese Mannschaft nun etwas erreicht hat, was keine Bayern-Elf zuvor geschafft hat – auch nicht jene mit Ikonen wie Beckenbauer, Gerd Müller, Rummenigge, Matthäus, Kahn, Schweinsteiger oder Lewandowski –, ordnete Eberl ein, ohne es zu verklären. Für ihn sind Rekorde ein Signal, dass man auf dem richtigen Weg ist. Mehr aber auch nicht.
Die Marschroute ist klar: Der FC Bayern will mehr als historische Zahlen. Die Basis ist gelegt, doch die eigentliche Bewährungsprobe steht noch bevor. Eberl denkt dabei nicht in Hinrunden-Bilanzen, sondern in Titeln. Double, vielleicht sogar Triple – solche Szenarien erscheinen angesichts der aktuellen Stabilität realistisch, sind für ihn aber kein Selbstläufer.
Der Sieg in Köln, so schwierig er war, passt genau in dieses Bild. Es war ein Erfolg der Mentalität, der Reife und der Geduld. Eigenschaften, die in den kommenden Monaten entscheidend sein werden. Max Eberl hat das erkannt – und genau deshalb richtet er den Blick konsequent nach vorne. Die Rekord-Hinrunde war außergewöhnlich. Doch bei den Bayern zählt am Ende nur eines: was im Frühjahr gewonnen wird.









































