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·11 Februari 2026

Neues von den Alten – Februar 2026

Gambar artikel:Neues von den Alten – Februar 2026

Ein detaillierter Blick auf die Ehemaligen des FC St. Pauli. Die Winter-Transferphase ist vorüber, und wie stets hat sich im vergangenen halben Jahr so einiges getan.

Nicht ein langweiliges „Neues von den Neuen“ (Gähn!) oder ein ebenfalls wenig erbauliches „Altes von den Alten“ (Mega-Gähn!), sondern ein wie immer frisches „Neues von den Alten“ soll Euch an dieser Stelle in für uns sportlich eher mäßigen Zeiten mal wieder ein bisschen erwärmen, erheitern und „Ach!“ sagen oder denken lassen. Auf geht’s damit…


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Trainer und Funktionäre, Part I

Gleich ein doppelter, wenn nicht gar dreifacher Paukenschlag wurde bereits im vergangenen Dezember angestimmt, als zunächst JÖRN GROSSKOPF beim vom Abstieg bedrohten Regionalligisten Eintracht Norderstedt das Trainerruder von ELARD OSTERMANN übernahm, der zuvor von Juli 2022 bis April 2024 Cheftrainer bei St. Paulis U23 gewesen war und von November 2024 an die Regie beim Viertligisten übernommen hatte. Großkopf, der zuvor gut ein Jahr lang die zweite Mannschaft Norderstedts (Hamburger Landesliga) gecoacht hatte, holte zudem zeitnah FABIAN BOLL als seinen Co-Trainer mit ins Boot, der zuletzt, bis Sommer 2022, drei Spielzeiten als Trainerassistent bei Holstein Kiel unterwegs gewesen war. Und wenn wir ohnehin schon beim (ehemaligen) Trainerstab der FCSP-U23 angelangt sind: Zum Jahresende wurde entschieden, dass KARSTEN NEITZEL, der im September zunächst interimsweise den Posten von BENNY HOOSE als U23-Coach eingenommen hatte, diesen fest übernimmt. Hoose wurde seinerzeit aus gesundheitlichen Gründen zunächst temporär durch Neitzel ersetzt, und nun ist das Vorläufige etabliert. Benny Hoose wurde im Zuge dieser Rochade Teil unseres U17-Trainerteams. Aus St. Paulis U17-Team wechselte ab Mitte der 1990er-Jahre schnell ein im Stadtteil aufgewachsenes Supertalent in die Profimannschaft, das fortan für Furore sorgen sollte: ZLATAN BAJRAMOVIC, ein klassischer Instinktfußballer, der seinen bekannten Weg gehen sollte. Mitte Dezember 2025 gab es dann allerdings beim Karlsruher SC, wo Zlatan seit 2020 als Co-Trainer von Christian Eichner agierte, extremsten Beef, weil die Vereinsführung entschieden hatte, den 46-Jährigen (telefonisch!) zu entlassen. Nicht nur Eichner war überrascht, sondern auch die aktive Fanszene dort. Eine wirkliche Begründung für diese Entscheidung steht bis heute aus. Co-Trainer der Nationalelf Bosnien-Herzegowinas bleibt Zlatan – Stand jetzt – weiterhin.

Conteh-Duo in Heidenheim, Offensiv-Duo in Hannover

Auch international: ELIAS SAAD war zuletzt beim Africa-Cup für das tunesische Nationalteam unterwegs. Mitte Januar nun hat überraschenderweise Zweitligist Hannover 96 unseren Ex-Stürmer bis zum Saisonende vom Erstligisten FC Augsburg ausgeliehen. Wo er übrigens auf NOAH WEISSHAUPT trifft, den die Hannoveraner, ebenfalls bis zum Frühsommer, aber vom SC Freiburg ausgeliehen haben, nachdem die Leihe zu Legia Warschau Anfang Januar abgebrochen wurde. Die 96er besitzen eine Kaufoption für den Stürmer. Eine solche besitzt auch Heracles Almelo aus der niederländischen Eredevisie, wo auch schon JANNES WIECKHOFF kickt, auf Schwedens einmaligen Nationalspieler ERIK AHLSTRAND, den der FC St. Pauli Anfang Januar an den Erstligisten aus dem Nachbarland ausgeliehen hat. Keine Kaufoptionen bestehen hingegen bei SCOTT BANKS, der bekanntlich im vergangenen Sommer zum englischen Drittligisten FC Blackpool verliehen wurde. Diese Leihe wurde nun Ende Januar beendet, und Banks wurde bis zum Saisonende zum Ligakonkurrenten FC Barnsley weitergereicht.

Nationalspieler, wie der genannte Ahlstrand, war dereinst auch MUSTAFA ZAZAI, von 2013-2016 Kadermitglied in St. Paulis U23. Aktuell ist der in Kabul geborene 32-jährige Midfielder und 26-fache afghanische Internationale für die HSV-Fußballschule aktiv. Für die nigerianische Nationalelf schon seit 2017 nicht mehr aktiv (war ja auch, wie bei Ahlstrand, lediglich ein Länderspiel), ist AFEEZ AREMU, der von 2020-2023 beim FCSP sowie danach bis Januar 2026 beim 1. FC Kaiserslautern seine rund 85 Pflichtspiele absolvierte und aktuell in die schottische Erstliga zum dortigen Pokalsieger FC Aberdeen wechselte. Im Gegenzug holten sich die Pfälzer Ende Januar JACOB RASMUSSEN für eine Ablösesumme von 1 Million Euro in die Region, der bis dahin ein gutes halbes Jahr bei RB Salzburg unter Vertrag stand. Auch CHRISTIAN CONTEH (26) nutzte das Wintertransferfenster für einen Wechsel: Vom Zweitligisten Eintracht Braunschweig holte ihn Erstligist 1. FC Heidenheim für kolportierte 1,5 Millionen Euro ins Oberhaus, wo er auf seinen zuletzt oft verletzten Bruder und Sturmkollegen SIRLORD CONTEH (29) trifft, der bereits seit 2024 in der Geburtsstadt Bernd Nehrigs und Kevin Lankfords gegen den Ball tritt. Der ältere der beiden in Hamburg geborenen Brüder schaffte es, im Gegensatz zu Christian, nie zu einem Einsatz im Profikader, sondern kickte in vier Spielzeiten stets nur im Regionalliga-Nachwuchskader (101 Einsätze) des FC St. Pauli. Ebenso erging es dem Dänen EMIL STAUGAARD, der perspektivisch hier eigentlich für Höheres vorgesehen war. Allerdings konnte der 24-Jährige zwischen August 2023 und Juli 2025 lediglich bei unserem Viertligisten aushelfen – immerhin 51-mal. Nach gut einem halben Jahr Vereinslosigkeit kickt Staugaard nun seit Mitte Januar beim dänischen Drittligisten FC Roskilde.

FC St. Pauli international!

Aus Dänemark weg zog es dagegen im Winter MICHAEL GREGORITSCH, der auf Leihbasis und bis Saisonende sowie mit Kaufoption befristet von Bröndby IF zum FC Augsburg transferiert wurde. Nicht verliehen, sondern für eine mutmaßlich geringe sechsstellige Ablösesumme verkauft wurde OLADAPO AFOLAYAN. Der sportlich seit Langem aussortierte Stürmer schloss sich nach drei Jahren am Millerntor dem englischen Zweitligisten Blackburn Rovers an. Ich werde ihn vermissen, möchte die Entscheidung der sportlichen Leitung an dieser Stelle allerdings nicht bewerten. Auf der Insel kickt nun auch wieder ERIC DA SILVA MOREIRA, nachdem der portugiesische Erstligist Rio Ave sein Leihgeschäft mit Nottingham Forest Mitte Januar nach nur viereinhalb Monaten und drei Einwechslungen beendete. Der inzwischen auch schon 35 Lenze zählende JUNIOR HOILETT hat sich ebenfalls sportlich verändert: Von der schottischen 1. Liga (Hibernian FC) hüpfte der gebürtige Kanadier zum englischen Viertligisten Swindon Town. Bedenkt man, dass Hoilett noch 2012 bei einem Marktwert von 9 Millionen Euro für 3,75 Millionen von den Blackburn Rovers zu den Queens Park Rangers gewechselt war, überrascht dieser Abstieg durchaus. Von England geht es nun überregional weiter in die USA, wo MORGAN GUILAVOGUI im MLS-Klub Real Salt Lake City einen neuen Arbeitgeber gefunden hat. Roundabout 4,5 Millionen Euro soll der abgebende französische Erstligist RC Lens jetzt dafür eingestrichen haben. Eine Kaufsumme, die dem ebenfalls interessierten FC St. Pauli nachvollziehbar als zu hoch erschien. Vorletzte Auslandsstation soll heute in dieser Rubrik die Türkei sein: In der Saison 2021/22 spielte der Österreicher BERKAY DOGAN für St. Paulis U23, ehe er zum türkischen Zweitligisten Eyüpspor aus Istanbul wechselte. 2024 stieg Dogan mit der Mannschaft in die 1. Liga auf, musste aber schon im September 2024 den Verein verlassen. Nach gut vier Monaten ohne Klub kam der Defensivmann beim Viertligisten Polatli 1926 SK unter und wechselte schließlich Anfang Januar zum Drittligisten Mardin 1969 Spor.

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Ganz schön lange her: Oladapo Afolayan und Elias Saad, beide noch recht frisch für den FC St. Pauli aktiv, feiern im Frühjahr 2023 einen Treffer gegen Holstein Kiel. // (c) Selim Sudheimer/Getty Images/via OneFootball

Fokus U23

Zurück in Deutschland ist hingegen St. Paulis ehemaliger U23-Keeper RONNY SEIBT, der nach zweimonatiger Vereinslosigkeit Anfang September bei NK Vukovar 1991 in Kroatiens erster Liga gelandet, dort aber schon nach sechs Wochen wieder – ich weiß leider nicht, warum – außen vor war. Nach anschließendem erfolglosen Probetraining bei Alemannia Aachen unterschrieb Seibt schließlich Anfang Januar beim hiesigen Regionalligisten Weiche Flensburg 08, wo zuvor auch schon andere Ex-U23-Torhüter des FCSP untergekommen waren: FLORIAN KIRSCHKE 2013-2022 und JESPER HEIM 2022-2024. Nur für ein halbes Jahr stand 2023 Schlussmann BENDIX GROSSE im Kader der FCSP-U23, aktuell beim Bezirksligisten TuS Mosella Schweich („Stadion am Winzerkeller“ an der Mosel). Auch OLE SPRINGER stand einmal zwischen den Pfosten unseres Regionalligateams (2010-2012, zuvor seit 2002 FCSP-Jugend) und unterzeichnete Anfang Januar nach halbjähriger Zwangspause einen Kontrakt bei Werder Bremen II; Springer war zuvor bei Rot-Weiß Essen ausgemustert worden. Selbst bei Eintracht Norderstedt ausgemustert hatte sich bereits im November FELIX DRINKUTH, der berufsbedingt um eine sofortige Auflösung seines Vertrages bat. Dass er bereits ein paar Tage später einen Vertrag beim VfB Lübeck unterschrieb, sorgte nicht nur in Norderstedt für Stirnrunzeln. In derselben Liga ist nun auch wieder TOM KANKOWKI gelandet, zumal dieser Ende August von Teutonia 05 zunächst zu TuRa Harksheide und nun im Januar zu Blau-Weiß Lohne wechselte. Ex-U23-Stürmer MAX DÜWEL wechselte Ende Januar von Altona 93 zur SG Sonnenhof Großaspach in die Regionalliga Südwest. SEBASTIAN JAKUBIAK (2013-2015 U23) war bis Sommer bei Phönix Lübeck, dann vereinslos und schloss sich zum neuen Jahr dem SV Azadi Lübeck in der Verbandsliga Süd Schleswig-Holstein an. Der ein paar Etagen höher agierende JOHN POSSELT hat zum 8. Januar den Wechsel vom SC Paderborn zu Jahn Regensburg vollzogen. Posselt, 2022-2024 bei unserer U23 am Start, war zunächst an den TSV Havelse ausgeliehen, was nun aber in einen festen Wechseldeal mit Rückkaufoption für die Ostwestfalen verändert wurde.

Die Regionalligamannschft des FC St. Pauli aktuell in Richtung Hamburger Oberliga verlassen haben Stürmer TORALF HENSE, Offensivmann LUIS JAHRAUS und Verteidiger SELCUK RINAL. Hense schloss sich seinem Jugendverein ETV an, Jahraus ging zum ETSV, und Rinal unterschrieb bei TuS Dassendorf, wo nun auch MAX KRUSE sein Unwesen treibt. Denn seit Jahresbeginn ist klar, dass der zuletzt beim BSV Hilal II in der Berliner Kreisliga A, dem BSV Dersim II sowie bei Hollywood United in der Baller League aktive Kicker nun seinem Kumpel Martin Harnik ins süddliche Schleswig-Holstein folgt. Wie es heißt, will Kruse aber weiterhin auch in Berlin am Ball bleiben. Auch wieder am Ball ist JEREMY DUDZIAK, der zunächst bei Hertha BSC Berlin aussortiert schien, dann aber im vergangenen Oktober doch noch einen Kontrakt unterschrieb, der bis zum Saisonende Bestand hat. Seither hat es der gebürtige Hamburger zu drei Zweitligaeinsätzen mit insgesamt 97 Spielminuten gebracht. Auf ein paar Einsätze mehr brachte es ROBERT WAGNER bei Holstein Kiel zwar schon, doch insgesamt zu wenig mit zu wenig Ertrag. Ergo wurde die Leihe Freiburgs an die Störche im Januar beendet und bei Dynamo Dresden bis Saisonschluss fortgesetzt.

Trainer und Funktionäre, Part II

Dort ist übrigens seit dem 1. Januar SÖREN GONTHER als neuer Geschäftsführer Sport unterwegs, kam von Hessen Kassel, wo er in ähnlicher Funktion am Start gewesen war. Auch THOMAS KESSLER hat nun eine solche Position inne, stieg zum Jahresbeginn beim 1. FC Köln vom Sportdirektor zum Sportgeschäftsführer auf. Bei den Kölnern ist zum 1. Januar FLORIAN DEDERICHS gelandet und er verantwortet dort die Bereichsleitung der B2B-Vermarktung. Dederichs arbeitete beim FC St. Pauli zuletzt und seit Juli 2024 als Vermarktungs-Bereichsleiter. Und wenn wir ohnehin schon im außersportlichen Angestelltenbereich des FCSP gelandet sind: Zum Saisonende wird unser Kaufmännischer Geschäftsleiter WILKEN ENGELBRACHT den Verein verlassen, für den er seit 2023 tätig ist. Dessen Stelle wird nicht neu besetzt, die Aufgaben sollen von Präsidium und relevanten Bereichsleitern übernommen werden. Naturgemäß sind die Amtszeiten von Cheftrainern meist deutlich kürzer als jene der Vereinsfunktionäre, dass sie aber nur acht Monate oder kürzer dauern, ist eher die Ausnahme – passiert aber dennoch regelmäßig. St. Paulis ehemaliger Co-Trainer PATRICK GLÖCKNER ist so ein Beispiel aus der nahen Vergangenheit: Vor gut einem Jahr übernahm er den Trainerposten beim Münchner Drittligisten TSV 1860 von Argirios Giannikis, aber Ende September war dort schon wieder Feierabend für den gebürtigen Bonner. 1,71 Punkte pro Spiel in 28 Partien reichten den Verantwortlichen dort nicht aus. Das war zwar deutlich mehr, als Glöckner als Übungsleiter bei Hansa Rostock von November 2022 bis März 2023 eingefahren hatte (seine letzte Anstellung zuvor) – nämlich 0,8 Punkte im Schnitt –, aber die 60er haben halt permanent höhere Ansprüche, die nahezu nie in Erfüllung gingen; egal, mit welchem Coach. Nun aber soll es dort MARKUS KAUCZINSKI richten. Er übernahm am 9. Oktober Glöckners Posten – bis dato mit ebenfalls 1,71 Punkten pro Begegnung. Aber kann ja noch werden…

Apropos Hansa Rostock: Seit Mitte Oktober ist dort MARKUS GELLHAUS Co-Trainer unter Daniel Brinkmann. Gellhaus arbeitete davor, bis zum Juni des vergangenen Jahres, als Assistent von Thomas Reis bei Samsunspor in der höchsten türkischen Liga. Von „sportlich verbessert“ mag man da wohl nicht wirklich sprechen, aber ein anderer A-Lizenzler hat sich jetzt möglicherweise wirklich „sportlich verbessert“: Felix holt Felix. Felix Magath nämlich, Sportvorstand beim abstiegsbedrohten Bayern-Regionalligisten Viktoria Aschaffenburg, besorgte zu Jahresbeginn FELIX LUZ dessen ersten Job als Chef an der Seitenlinie. Hoffen wir, dass Luz’ Job als Chefcoach länger andauert als jener von ALEXANDER MEIER, der nach dem Rauswurf von Dino Toppmöller bei Eintracht Frankfurt Mitte Januar, zunächst gemeinsam mit Dennis Schmitt die Mannschaft für ein paar Partien interimsmäßig übernahm. Bereits am 2. Februar stellten die Hessen dann aber ihren neuen Chefcoach Albert Riera vor, und Meier (U19-Coach) und Schmitt (U21-Coach) rückten wieder ins zweite beziehungsweise dritte Glied.

Abschied nehmen

Wie immer ist Abschied ein scharfes Schwert (Roger Whittaker 1984), und auch in der St.-Pauli-Community gilt es leider auch wieder über ein paar schmerzliche Verluste zu berichten. Von 1968 bis 1971 trainierte ERWIN „ATA“ TÜRK unsere Jungs vom Millerntor einigermaßen erfolgreich in der damals zweitklassigen Regionalliga Nord (Dritter, Vierter, Vizemeister), ehe er von Edu Preuß abgelöst wurde und selbst zum VfL Osnabrück wechselte. Auch als Spieler war Türk relativ erfolgreich, kickte unter anderem von 1957 bis 1964 erstklassig in der Oberliga Nord und hatte vier Einsätze in der Niedersachsenauswahl. Am 5. November verstarb Erwin Türk kurz vor seinem 91. Geburtstag in Leer. Nur 12 Tage später hat auch HANS-JOACHIM „HANSI“ THOMS 87-jährig das Zeitliche gesegnet. Tormann Thoms kam 1960 vom VfL Stade zum FC St. Pauli und beerbte hier Torwart-Ikone HARRY WUNSTORF. Seine erste Partie für den FC bestritt der Keeper aus Stade am Silvestertag (!) 1960, als man in einer Nachholpartie 2:3 gegen den VfB Oldenburg verlor. Insgesamt 41 Oberliga- und 120 Regionalligaspiele bestritt Hansi Thoms für den FC St. Pauli, absolvierte seine letzte Begegnung für die Kiezkicker am 22. September 1968 gegen den SC Sperber und kickte danach für keinen weiteren Verein mehr. Auf lediglich drei Spielzeiten beim FCSP brachte es NIELS TUNE HANSEN – doch die hatten es in sich. 1976 kam der 15-fache dänische Nationalspieler ans Millerntor und schoss den FC St. Pauli mit seinem 1:0-Auswärtssiegtor beim SC Herford am 7. Mai 1977 erstmals in die Bundesliga. Alle 38 Saisonspiele hatte der defensive Mittelfeldspieler in jener Spielzeit bestritten (acht Tore), und auch in Liga 1 kam der auf der größten Ostseeinsel Seeland geborene Kicker auf 33 Einsätze (1 Tor). Nach dem Zwangsabstieg der Braunweißen in die drittklassige Amateuroberliga Nord 1979 wechselte er zum VfL Osnabrück, wo er drei weitere Jahre zu den Leistungsträgern zählte, ehe er 1982 zum Heimatklub Holbaek B&I zurückkehrte, wo er 1985 seine Karriere beendete. Drei Tage nach seinem 73. Geburtstag verstarb Niels Tune Hansen am 22. Januar in seiner dänischen Heimat, wo er zuletzt als Postbote gearbeitet haben soll. 1998 kam ANDRIJ POLUNIN, neunmaliger Nationalspieler der Ukraine, bereits 27-jährig, nach Deutschland, unterschrieb einen Dreijahresvertrag beim damaligen Erstligisten 1. FC Nürnberg. Weil der Mittelfeldspieler dort nicht so einschlug wie erhofft und auch, weil die Nürnberger in die 2. Liga absteigen mussten, verliehen die Franken ihn 1999 für eine Spielzeit an den seinerzeitigen Ligakonkurrenten FC St. Pauli (31 Einsätze, 4 Tore, 4 Vorlagen). Weil aber Polunin nach seiner Rückkehr nach Nürnberg nur noch im Oberligateam eingesetzt wurde, schloss er sich zum Jahresbeginn 2001 für eineinhalb Jahre Drittligist Rot-Weiß Essen an, ehe er im Sommer 2002 zu seinem Stammverein Dnipro Dnipropetrowsk in seiner Geburtsstadt zurückkehrte. Zuletzt arbeitete er als Chefscout für den ukrainischen Erstligisten FK Metalist 1925 aus Charkiw. Am 15. November erlag Andreij Polunin 54-jährig, unmittelbar nach einem Veteranenspiel in der nordwestukrainischen Stadt Luzk, völlig überraschend einem Herzinfarkt.

Leider auch ohne Vorwarnung starb Mitte Oktober unser Freund, Kumpel, Kollege und seit Jahrzehnten FCSP-Aktivist THOMAS GLÖY 57-jährig. Die Trauer ist noch immer groß, einen detaillierteren von uns verfassten Nachruf könnt ihr hier nachlesen. Auch die Nachricht vom Tod des 1962 geborenen MARTIN WITTE aka WITTE erwischte mich auf dem falschen Fuß. Am 1. Oktober ging für den Musiker und St.-Pauli-Fan das Leben zu Ende. Witte war eine prägende Figur in der Hamburger (Punk-)Musikszene (u.a. Razors, Bronx Boys, Torpedo Moskau), und nicht zuletzt sein Wirken als Witte XP dokumentierte noch einmal deutlich seine Verbundenheit mit dem FCSP, weil er den „Ärzte“-Klassiker „Westerland“ 1997 gemeinsam mit unserer Ligaelf in den St.-Pauli-Song „(Von Wegen) Westerland“ ummünzte. Auch JOCK MCDONALD war Musiker und glühender St.-Pauli- und Celtic-Supporter. Wo es irgendwie ging, verknüpfte der gebürtige Londoner sein Fansein mit dem Gebaren seiner Punkband „The Bollock Brothers“ mit den Spielen des FCSP und den „Bhoys“. So auch beispielsweise im Juli 1995, als Jock eine Celtic-Tour in Norddeutschland (am 26.7. am Millerntor) mit Konzerten (am 26.7. in der „Markthalle“) hier zu verbinden wusste. Ich erinnere mich deshalb besonders an diese Zeit, weil Jock (eigentlich: Patrick Joseph O’Donnell) am 21. Juli auf dem Weg (17.15 Uhr ab HH-Hauptbahnhof) zur Celtic-Begegnung beim VfB Lübeck (Anpfiff: 1930 Uhr) einer meiner Sitznachbarn und Gesprächspartner im Zug nach Lübeck war. Ein sehr angenehmer Zeitgenosse, den ich danach zwar nie wieder getroffen hatte, dessen Tod am 26. Juli 2025 mir aber dennoch sehr zu Herzen ging. Jock McDonald starb an diesem Tag bei einem Badeunfall im irischen Küstenort Bundoran.// Ronny

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